Querfurt/Leimbach (D-ST) - St. Matthäus - Einzel- und Vollgeläut (Turmaufnahme)
Автор: JRorgel
Загружено: 2023-03-24
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INHALT
0:00 Intro
0:07 Glocke 3
1:26 Glocke 2
2:35 Glocke 1
3:53 Vollgeläut
5:08 Bilderstrecke Kirche
Leimbach ist ein Dorf im Saalekreis, welches heute zur Stadt Querfurt gehört. Leimbach liegt westlich der Stadt Querfurt und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im um 890 erstellten Zehntverzeichnis des Klosters Hersfeld wird das Dorf erwähnt, 973 erfolgte die Erwähnung als Lembiki. Der kleine Ort ist malerisch in die umliegenden, welligen Hügel eingebettet. Bis 1945 beherbergte Leimbach ein Rittergut, dessen Gutshaus 1793 erbaut wurde - die Rittergutsbesitzer übten auch das Kirchenpatronat aus.
Die Dorfkirche liegt am nördlichen Rande des Dorfes und ist mit ihrem Pyramidendach weithin sichtbar. Sie wurde um 1022 als Missionskapelle errichtet und dem Evangelisten Matthäus geweiht. Vielfach findet sich auch der Name "St. Matthias", der jedoch nach Meinung des Autors nicht korrekt ist - die durch die EKM angebrachte Tafel am Bauwerk bezeichnet die Kirche ebenfalls als "St. Matthäus". Im 14. bzw. 15. Jahrhundert wurde die Kirche gotisch überformt und das Kirchenschiff beträchtlich erhöht. Nach Schäden im Dreißigjährigen Krieg erfolgte 1720 eine umfassende Renovierung der Kirche, die auch eine Umgestaltung des Kirchenschiffes im barocken Stil zur Folge hatte. 1860 wurde der Kirchenraum nach Westen erweitert, was auch heute durch unterschiedliches Mauerwerk am Westende des Kirchenschiffes sichtbar ist. Auch das Innere wurde behutsam erneuert, der Kanzelaltar erhielt ein klassizistisches Gewand. 1930 erhielt die Kirche eine neue Farbfassung, 1995/96 erfolgte eine umfassende Sanierung des gesamten Bauwerkes mit weitreichender Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die Kirche wird regelmäßig genutzt.
St. Matthäus ist eine im Kern romanische Chorturmkirche mit barockisiertem, rechteckigen Kirchenschiff. Das gesamte Bauwerk ist steinsichtig, der Turm im Grundriss quadratisch. Über der Glockenstube mit spitzbogigen Biforien erhebt sich ein mächtiges Pyramidendach. Das Mauerwerk weist Eckquaderungen auf. Auf der Südseite ist eine rechteckige Loge für die Kirchenpatrone angefügt, die einen Dreiecksgiebel mit Kreuz aufweist. Um die Rechtecktür im Untergeschoss ist ein vermauerter Rundbogen zu sehen. Die Fenster des Bauwerkes sind als Segmentbogenfenster ausgeführt.
Das Innere beeindruckt durch seine Weite. Der Altarraum im Turmuntergeschoss ist kreuzgratgewölbt, die Konsolen sind figürlich gestaltet. Der Altar zeigt seitliche Verschläge und Pilaster mit ionischen Kapitellen. Auf dem Giebel über dem Schalldeckel mit Bandelwerk sind zwei Putten mit Spruchband, dazwischen ein Strahlenkranz zu sehen. Die Patronatsloge auf der Südseite zeigt Rechteckfenster und Bandelwerk, darunter die Wappen der Kirchenpatrone. Heute ist in der Loge eine Winterkirche eingerichtet. Die Emporen sind hufeisenförmig und doppelgeschossig. Über dem spitzbogigen Chorbogen sind Reste gotischer Malerei zu sehen. Die Orgel wurde 1724 durch Papenius/Stolberg errichtet, das mechanische Instrument verfügt über ein Manual und 9 Stimmen. Weitere Informationen zur Orgel hier: https://orgel-verzeichnis.de/querfurt...
Die ersten Glocken der Kirche dürften bauzeitlich gewesen sein. Das erste bekannte Werk wurde 1503 durch einen unbekannten Gießer geschaffen und fungierte als mittlere Glocke eines dreistimmigen Geläutes. 1886 wurden nach dem Sprung einer Glocke drei neue Instrumente durch Gebr. Ulrich/Laucha gegossen. Der 1. Weltkrieg forderte diese Glocken im Jahr 1917 als Opfer. 1930, zum 400-jährigen Jubiläum der Confessio Augustana, wurden endlich drei neue Eisenglocken auf den Turm gezogen. Als Besonderheit weisen diese nicht nur reiche Zier mit Spitzbogenfries auf, sondern auch interessante Inschriften, dazu auch eine Vierhenkelkrone, die für Eisenglocken untypisch ist. Die Glocken sind überaus klangvolle Instrumente, die große Glocke ist leicht zu tief aus der Form gekommen. Eine Elektrifizierung der Anlage wird derzeit erwogen.
Ein herzlicher Dank gilt der Ortsgemeinde für die tatkräftige Unterstützung vor Ort!
Video, Audio, Bild und Schnitt: JRorgel, 2023
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