Weida-Land/Obhausen (D-ST) - St. Petri - Vollgeläut (Turmaufnahme)
Автор: JRorgel
Загружено: 2023-04-21
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0:19 Einläuten
0:32 Daten Glocke 3
1:03 Daten Glocke 2
1:28 Daten Glocke 1
2:03 Bilderstrecke Kirche
Obhausen, in der Nähe von Querfurt gelegen, ist heute Teil der Verbandsgemeinde Weida-Land, die ihren Verwaltungssitz in Nemsdorf-Göhrendorf hat. Der Ort wird in einem 899 fertiggestellten Verzeichnis der Zehngüter des Klosters Hersfeld als Hubhusa erwähnt, 999 erfolgte die erste Erwähnung der Gemeinde als uphusun morcha. Um 1000 entstand bei Obhausen eine große romanische Kirche, deren Fundamente bei Ausgrabungen entdeckt wurden. Obhausen bestand damals (und noch lange Zeit später) aus drei Ortsteilen, benannt nach den gleichnamigen Kirchen: dem Pfarrort St.Petri mit seinen Filialen St.Johannis und St.Nicolai. Belehnt wurden die Orte von den Grafen zu Mansfeld, den Edlen zu Querfurt und dem Bistum Magdeburg, zwei der vier Rittergüter befanden sich in der Pfarre Johanni. 1750 zerstörte ein schwerer Brand fast alle Wirtschaftsgebäude in Obhausen, die Rittergüter wurden an eine dort ansässige Familie verkauft. 1937 wurden die drei Ortsgemeinden Johanni, Petri und Niclai zur Gemeinde Obhausen zusammengeschlossen und 2010 zur neuen Verbandsgemeinde Weida-Land hinzugefügt. Ein interessanter Fakt am Rande: Ganz in der Nähe der Johannis-Kirche, wo sich ein Straßendreieck befindet, trafen sich früher die Dorfjugenden, um handfesten Zwist auszutragen...
Die Petri-Kirche ist die vermutlich älteste Kirche im Ort. Sie wurde 1062 erstmals erwähnt. 1487 wurde das zwischenzeitlich gotisch überformte Gotteshaus durch einen Ablassbrief zu einer Wallfahrtskirche. 1521 wurde der Turm umgestaltet, im 18. Jahrhundert das ganze Bauwerk erneuert. 1788 zerstörte ein Brand die Kirche, welche bis 1794 erneuert wurde. 1944 wurden einige Fenster durch nahegelegene Bombenabwürfe zerstört. Nachdem das Dach in den 1970er Jahren undicht wurde und blieb, wurde die Kirche bis 2002 umfassend restauriert. Derzeit harrt noch die Orgel einer Sanierung.
Die Kirche ist eine im Kern romanische Saalkirche mit Chorturm und einem rechteckigen Chorjoch, das heute als Sakristei dient. Auf der Südseite ist eine rechteckige Loge ans Kirchenschiff angefügt. Der Turm ist leicht zurückgesetzt und verfügt über spitzbogige Biforien sowie ein Satteldach mit Dachreiter. Bemerkenswert ist eine im Westgiebel befindliche, heute vermauerte Dreifenstergruppe. Der Innenraum ist ein Emporensaal mit flacher Decke, die dezent stuckiert ist. Der Altarraum ist kreuzgratgewölbt, bemerkenswert ist hier der Kanzelaltar mit korinthischen Kapitellen sowie Säulchen und Gebälkstücken am Kanzelkorb. In der Predella ist das Gotteslamm mit Dornenkrone und den Symbolen des Abendmahls vor dem Buch mit Sieben Siegeln zu sehen.
Bemerkenswert ist der ehemalige Chorraum, dessen Kreuzgewölbe mit spätgotischer, farbenprächtiger Malerei versehen ist. Leider ist diese Schönheit heute durch eine Zwischendecke versperrt. Der spitze Chorbogen ist mit Schablonenmalerei versehen. Die hufeisenförmige, doppelgeschossige Empore ist im Süden durch eine schlichte Loge unterbrochen. Auf der Orgelempore im Westen thront die 1790 geschaffene Orgel mit II/17 auf mechanischen Schleifladen. Weitere Informationen zur Orgel hier: https://orgel-verzeichnis.de/weida-la...
Die Geschichte der Glocken liegt weitgehend im Dunklen. 1521 ist die Fertigung des Glockenstuhls inschriftlich belegt. Zwei Glocken gingen 1917 im ersten Weltkrieg verloren. 1920 wurde ein neues Geläut in Auftrag gegeben, welches durch Schilling&Lattermann mit 2200kg gefertigt wurde. Die Glockensteuerung wurde 1995 eingebaut.
Video, Audio, Bild und Schnitt: JRorgel, 2023
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