Schleiden-Harperscheid (EU) Glocken von St.Donatus
Автор: Palatinist
Загружено: 2013-09-14
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Plenum innen /außen und Solo der kleinen Glocke
Im nachmittelalterlichen Turm der Pfarrkirche zu Harperscheid läutet ein für die hiesigen Verhältnisse ungewöhnliches Geläute, nämlich ein vierstimmiger rein harmonischer Moll-Sept-Akkord, hier auf der Grundglocke a'. Sonst sind auch und gerade auf den Dörfern der Eifel kleine Geläute melodischer Prägung mit häufig einem Halbton vorherrschend.
Die drei großen Glocken wurden 1973 von Johannes Mark in Brockscheid (nicht wie im Film angegeben von Hans August) zu einer vorhandenen kleinen g'' von 1473 des Kölner Meisters Heinrich von Overraide (Overath) in moderner, aber dennoch stilistisch passender Klangfarbe hinzugegossen, optisch ansprechend durch ihre elegante Zier.
Leider hat die kleine Glocke im Lauf der Zeit ihre Krone verloren. Bis zum zweiten Weltkrieg gab es noch eine weitere Glocke des selben Meisters, die aber leider vernichtet wurde. Sie stammen wohl aus einer Kirche eines untergegangenen Dorfes. In der Zeit nach dem Krieg bis 1973 erhielt die kleine übriggebliebene Glocke Unterstützung durch eine fremde Leihglocke.
Das Glöckchen überrascht durch seine klare und milde helle Brillanz; die neuen Glocken setzen dies ohne Bruch zur Tiefe hin fort, sodass ein geschlossen homogener Gesamtklang entstehen kann. Obwohl "nur" ein a', überzeugt die Grundglocke als solche durch ihren erhabenen, etwas dunklen Ernst, die den bereits als vollständig und abgeschlossen erscheinenden C-Dur Dreiklang würdig unterbaut.
Eine Eifeler Spezialität scheint die Aufhängung der Glocken direkt im Turmhelm zu sein und nicht wie sonst üblich eine Etage tiefer im gemauerten Obergeschoss. Oft besitzen die spitzen und gedrungenen hölzernen Helme nur wenige und sehr kleine Schallöffnungen - das Geläute wirkt im Freien trotzdem durchaus überraschend präsent und keineswegs zu sehr verschleiert, wie man befürchten könnte.
Noch ein paar Worte zum Kirchbau. Der trutzige Turm ist der Überrest eines nachmittelalterlichen Gebäudes aus der ersten Hälfte des 16.Jh, dessen Langhaus zu Beginn des 19. Jahrhunderts neu errichtet wurde. In den ersten Kriegsjahren 1939/40 wurde der schlichte Saal stilgerecht um ein Querschiff und einen Chor ergänzt. Für den, der genaueres dazu wissen will, verweise ich auf den Text von Engerlingraucher.
Der Küsterin dieser Kirche sei ein herzliches Dankeschön für ihre freundliche Unterstützung ausgesprochen.
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