Sinzenich (EU) - Glocken von St.Kunibert
Автор: Palatinist
Загружено: 2013-06-30
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Nähere Angaben zum Geläute sind im Film.
Sinzenich - ein kleines beschauliches Dorf in der Nordeifel mit romanisch-gotischer Kirche. An und für sich nichts ungewöhnliches in dieser Region. Wer den gedrungenen Glockenturm dieser Kirche mustert,wird vielleicht ein höchstens vierstimmiges,eher noch dreistimmiges Geläute höherer Tonlage vermuten. Doch die Realität sieht anders aus: Sechs Glocken unterschiedlicher Klangfarbe,darunter vier historische,teilen sich den großzügigen Raum des querrechteckigen Turmes - allerdings auf zwei Geschosse verteilt. Im unteren noch wohl originalen Eichenstuhl hängen die zwei zueinander gehörigen Bourdons im Halbtonabstand von Meister Jan van Alfter,1516 gegossen.
Darüber befindet sich durch einen etwas offenen Zwischenboden abgetrennt in einem eigenen Gestühl die Klangkrone des Geläutes,das nahezu nur über ein kleines Gaupenfensterchen im Turmhelm nach draußen aussprechen kann.
Ebenfalls zwei historische und zwei neue Glocken aus 1997 von Mark/Brockscheid bilden an sich schon ein vollständiges Geläutemotiv. Dessen Grundglocke b' in recht schwerer Rippe sucht die Verbindung zu den Alfter-Bourdons herzustellen;diese gibt aber im Obergeschoss mit ihrer starken Intensität eindeutig den Ton an.
Nach einer leichtrippigen,aber rund und mild klingenden d'' Martin Legros' von 1774 und einer weiteren neuen f '' von Mark bildet die 1588 gegossene g'' Heinrich von Coellens den Abschluss des Reigens. Bei ihrer altertümlich wirkenden, zylinderförmigen Rippenform,die etwas an die frühgotische Hosanna in Freiburg erinnert,bestimmt ein wohlig warmes und mildes Leuchten ihren Klang - mitunter hervorgerufen durch eine vertiefte Prime,die zur kleinen Unterterz tendiert. Die beiden Bourdons stellen zwar hinsichtlich ihrer eher mäßigen Resonanzeigenschaft kein Glanzlicht dar,grundieren jedoch gut mit einer angenehmen dunklen Klangfarbe. Durch die "positive Auswärtskröpfung" und den langsamen Läuterhythmus wirken die Glocken auch "größer",als sie tatsächlich sind und bringen sogar eine gewisse Monumentalität mit hinein. Insgesamt läutet hier also ein vielfältiges und farbenreiches Ensemble voller Überraschungen.
Für Wissenswertes zum Kirchbau verweise ich auf den Text von Engerlingrauchers Video.
Ihm danke ich auch für die Organisation und alles weitere. Ebenso ein herzlicher Dank an die Mesnerin für ihre freundliche Unterstützung.
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