24.–25.02.2026: Zwischen Nest und Nachbarin
Автор: EGE – Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.
Загружено: 2026-02-24
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Am Abend wird es noch einmal spannend in der Ruine. Isolde hebt mehrfach vom Nest ab – und jedes Mal liegt die Vermutung nahe, dass der nächste Angriff auf die Nilgans unmittelbar bevorsteht. Doch weit gefehlt: Sie kehrt jedes Mal wieder zu ihrem Gelege zurück. Die Nachbarin bleibt zunächst unbehelligt. Vielleicht auch deshalb, weil der Ganter hoch oben auf der Mauer des großen Turms Wache hält – ein deutlich sichtbarer Posten mit gutem Überblick.
Gegen halb zehn machen wir im Gänsenest eine bemerkenswerte Entdeckung: Wir zählen sieben Eier (3:00)! Das entspricht der Anzahl bei der ersten Sichtung des Geleges. Allerdings war zwischenzeitlich ein Ei aus dem Nest gerollt. Haben wir uns also anfangs verzählt? Oder hat die Gans tatsächlich noch ein weiteres Ei gelegt? Theoretisch wäre beides möglich, aber Gewissheit werden wir spätestens dann haben, wenn die Küken schlüpfen. Nach unserer Rechnung dürfte das – bei einer Brutdauer von rund 28 bis 30 Tagen – zwischen dem 28. Februar und 2. März geschehen.
Kurz darauf gönnt sich Isolde eine kleine Auszeit und fliegt hinauf zum Schornstein. Ein klassischer Überblickspunkt – von dort aus lässt sich das Geschehen im Revier gut kontrollieren. Doch lange hält es sie nicht fort. Rasch kehrt sie zu ihrem Gelege zurück. Eine halbe Stunde später erscheint Tristan mit Beute (4:50). Das mitgebrachte Stück sieht verdächtig nach dem jungen Hasentier von gestern aus. Uhus nutzen größere Beute häufig über mehrere Mahlzeiten hinweg – nichts wird verschwendet.
Kurz vor ein Uhr bekommt Isolde Besuch im Nest (5:53). Ein kleiner, neugieriger Hüpfer schaut vorbei – bleibt jedoch unbehelligt. Offenbar wird er nicht als verführerische Beute oder unmittelbare Bedrohung eingestuft. Erst gegen halb fünf am Morgen zeigt sich Tristan wieder (6:20). Hoch oben auf dem Giebel nimmt er sein Frühstück ein – eine Ratte. Und um kurz vor fünf verschwindet auch der letzte Rest, der Schwanz des Nagers, in seinem Schnabel.
Eine Stunde später hält es Isolde erneut nicht mehr auf dem Nest (8:00). Wir beobachten eine heftige Attacke des Eulenweibchens auf die Nilgans – eine weitere deutliche Botschaft an die Konkurrenz. Im Anschluss folgt noch ein Kontrollflug, bevor Isolde etwa zehn Minuten später zu ihrem Nistplatz zurückkehrt. Eine Viertelstunde darauf landet das Gänsepaar lautstark hoch oben auf der Mauer. Unter dem Geleit des Ganters flattert das Weibchen zurück zu ihrem Nest (9:50). Ordnung ist wiederhergestellt – zumindest vorläufig.
Alle sind wieder auf ihrem Platz. Doch in dieser Ruine genügt oft ein Flügelschlag, um das Gleichgewicht erneut ins Wanken zu bringen.
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Infos zum Thema Nilgans/Uhu:
Hinter den Livestreams steht viel ehrenamtliche Arbeit mit dem Ziel, Natur sachlich zu dokumentieren und erlebbar zu machen – nicht, einzelne Arten deklassieren. Abwertende Formulierungen gegenüber Tieren passen nicht zu diesem Ansatz. Konkurrenz, Stresssituationen und enge Brutplatzverhältnisse sind Teil natürlicher Prozesse. Natur folgt keinen moralischen Kategorien, sondern biologischen Gesetzmäßigkeiten. Die EGE engagiert sich gemäß ihrer Satzung aktiv für den Schutz heimischer Eulenarten und bringt sich fachlich auch in entsprechende Fragen ein. Dieses YouTube-Format dient jedoch in erster Linie der Beobachtung und Einordnung des konkreten Geschehens am Brutplatz. Grundsatzdebatten zu Jagdrecht, Management invasiver Arten oder behördlichen Maßnahmen können und werden hier nicht geführt. Die Moderation erfolgt ehrenamtlich. Weder ist dieser Kanal der geeignete Ort für umfangreiche fach- oder rechtspolitische Diskussionen, noch können wir hier komplexe naturschutzfachliche Strategien im Kommentarbereich verhandeln. Danke für einen respektvollen Austausch.
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