ALDERSBACH (PA), Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt - Neues Vollgeläut
Автор: unteroktav
Загружено: 2015-08-20
Просмотров: 7373
Описание:
Tonfolge: b°-es¹-ges¹-as¹-b¹-des²
Alle Glocken wurden bereits im Jahr 2013 von Rudolf Perner in Passau gegossen ... sie bilden das letzte Geläut, das in dieser Gießerei entstand, bevor der Gussbetrieb eingestellt wurde. Somit sind es auch Glocken mit einer besonderen historischen Bedeutung, denn sie erinnern bei ihrem Läuten immer auch an das Ende einer Gießerära.
Wegen der notwendigen Turmsanierung konnten die Glocken nicht gleich im Jahr 2013 montiert werden und in Betrieb gehen, sondern die Aldersbacher mussten noch ziemlich genau zwei Jahre, bis Mitte August 2015 warten, bis sie die neuen Klänge vom hohen Barockturm hören konnten.
Der folgende Text stammt von der Homepage des Bistums Passau:
"Die Geschichte der originalen Aldersbacher Klostergeläute lässt sich nur schwer rekonstruieren. Sicher ist, dass zwei historische Glocken (1.300 kg und 350 kg) des Passauer Gießers P. A. Jacomini aus dem Jahr 1769 während der Säkularisation nach Vilshofen gebracht wurden, wo sie auch heute noch zu hören sind. Nach den großen Glockenzerstörungen in den beiden Weltkriegen wurden 1946 für die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt sechs Stahlglocken vom „Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation“ gefertigt, die aber klanglich nicht zufriedenstellend waren und zuletzt auch aufgrund sicherheitstechnischer Mängel in den Ruhestand geschickt werden mussten. Die sechs neuen Glocken, die das Staatliche Bauamt Passau im Zuge der Außeninstandsetzung der Kirche bei der Glockengießerei Perner in Passau entsprechend dem ursprünglichen Geläute wieder in Bronze gießen ließ, bilden mit 8.270 kg Gesamtgewicht das viertschwerste Geläut der Diözese. Gut die Hälfte des Gewichts hat die große Glocke b0 mit 4.260 kg und einem Durchmesser von 1,81 m.
Die für das neue sechsstimmige Geläut vorgegebenen Tonhöhen b0, es1, ges1 (Dur), as1, b1 und des2, die in Anlehnung an die historischen Glocken festgelegt sind, wurden von der Glockengießerei Perner präzise und teils ohne Nachkorrektur getroffen. Das neue Geläut deckt heute einen größeren Tonbereich ab als früher. So klingt die größte Glocke tiefer und die kleinste Glocke höher als ihre Vorgängerinnen. Außerdem können durch geschickte Auswahl von Teilgeläuten verschiedenste Klangcharaktere von freudig bis schwermütig erzeugt werden, die den unterschiedlichen Festlichkeiten des Kirchenjahres zugeordnet werden. Der besonders homogene Zusammenklang wird auch durch die gut intonierten Teiltöne, etwa sechs pro Glocke, erreicht."
- -
Die niederbayerische Gemeinde Aldersbach liegt rund 30 Kilometer westlich von Passau, in der Nähe der Stadt Vilshofen.
Bereits in der Sedenzzeit Bischof Engelmars von Passau (875–899) existierte eine Kirche in Aldersbach, das im Traditionscodex des Klosters Mondsee für die Mitte des 8. Jahrhunderts erstmals erwähnt wird. Um das Jahr 1120 wurde hier durch den lokalen Adel ein Augustiner-Chorherrenstift gegründet. Bald nach Errichtung übernahm Bischof Otto I. von Bamberg die Initiative, ähnlich wie im nahe gelegenen Kloster Asbach und auch im Stift Osterhofen.
1146 wurde das Augustinerchorherrenstift von Zisterziensern des Klosters Ebrach in Unterfranken übernommen und entsprechend ihrer Tradition der Heiligen Maria Mutter Gottes geweiht.
Eine große Blütezeit erlebte das Kloster seit der Gegenreformation (Mitte des 16. Jahrhunderts) bis zu seiner Aufhebung. Die Äbte von Aldersbach hatten zumeist das Amt des Generalvikars der Bayrischen Kirchenprovinz inne. Ein Zeugnis für die Höhe der Bildung und Wissenschaft in Aldersbach im 18. Jahrhundert bildet die philosophisch-theologische Hauslehranstalt, die der Abt Malachias Niederhofer (1669–83) ins Leben gerufen hatte.
Insgesamt erlebte das Kloster im Laufe seiner Geschichte alle Höhen und Tiefen: Reichtum, Pracht, wissenschaftliche Höchstleistungen und vorbildliches monastisches Leben standen in ständigem Auf und Ab mit Plünderungen infolge von Kriegsereignissen, Krankheiten wie der Pest, unfähigen Äbten und schließlich der politisch bedingten Aufhebung durch die Säkularisation im Jahr 1803.
Als am 21. März 1803 der Aufhebungskommissar dem Konvent unter Abt Urban Tremel die Aufhebung des Klosters verkündete, stand ein blühendes Kloster nach beinahe sieben Jahrhunderten vor seinem Ende.
Die 1720 unter dem italienischen Bauherrn Domenico Magazini errichtete und von den Gebrüdern Asam ausgestaltete Kirche sollte abgerissen werden, wurde aber nach heftigen Protesten einiger Bürger ab 1806 zur Pfarrkirche der im Aufbau befindlichen Gemeinde Aldersbach erhoben. Sie zählt zweifelsohne zu den schönsten und am prächtigsten ausgestatteten Barockkirchen Bayerns.
Quelle: www.wikipedia.de und www.aldersbacher.de
- -
Fotos und Tonaufnahme: unteroktav
Ein Hinweis: Derzeit verfügt der Turm noch nicht über Schallläden. Der endgültige Klangeindruck des Geläuts dürfte sich daher zukünftig noch geringfügig verändern.
Повторяем попытку...
Доступные форматы для скачивания:
Скачать видео
-
Информация по загрузке: