Betriebssystem Familie -zwischen Brotbox, Business und Bedürfnissen
Автор: Chaos und Konfetti
Загружено: 2026-01-29
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Betriebssystem Familie - Wie kann ich Brotbox, Business, und meine eigenen Bedürfnisse so jonglieren, ohne mich dabei selbst zu verlieren?
In dieser Folge von Chaos & Konfetti sprechen wir über ein Gefühl, das in vielen Familien ständig mitläuft: „Ich kann nicht mehr. Ich bin müde. Es ist alles zu viel.“ Und die wichtige Unterscheidung dahinter: Oft fehlt nicht Liebe – sondern Struktur, Ordnung und ein echtes Commitment im Familiensystem.
Tine bringt ihre Erfahrung aus vielen Familien mit (Küchentisch-Gespräche inklusive) und Petra packt ein Paradebeispiel aus dem echten Leben dazu, das das Spannungsfeld zwischen liebevoller Fürsorge und eigenen Bedürfnissen beschreibt. Die Folge daraus ist ein Gefühl der Zerrissenheit, weil ihr eigener Plan (Laufen, Termine, To-dos) kippt. Der zentrale Punkt: Du darfst die richtige Entscheidung treffen – und sie trotzdem blöd finden. Gefühle haben Berechtigung. Und: Dein Kind ist nicht verantwortlich für deine Entscheidung.
Gemeinsam schauen wir nicht auf „noch bessere Organisation“ und noch mehr Listen, sondern auf das Familiensystem als Betriebssystem – mit mehreren Ebenen, die ineinandergreifen:
Ich-Ebene: die eigenen Bedürfnisse und Gefühle, das Streben nach Sicherheit, Nähe und gleichzeitig Freiheit.
Logistik-Ebene: Termine, Haushalt, Schule, Fahrdienste, Geburtstage, Klamotten, usw.
Werte-/Selbstbild-Ebene: Das eigene Wertesystem und das eigene Selbstbild: „Wann bin ich eine gute Mutter?“, „Wie sieht eine gute Beziehung aus?“, „Wie fülle ich meine Verantwortung aus und wann bin ich eigentlich ein gutes Vorbild?“
Wir beschreiben aus unserer beruflichen und auch aus unserer eigenen Erfahrung, was konkret dabei helfen kann, bei sich zu bleiben, ohne dabei das Familiensystem jedes Mal zu sprengen:
Kinder früh einbeziehen (Spülmaschine ausräumen, Socken-Memory) → entlastet langfristig
Feste Routinen statt Mental-Load-Nachfragen („Dienstag Müll“ statt „Kannst du bitte…?“)
10-Minuten-Kaffee-Reset am Tag: kurz raus, kurz checken, kurz atmen
Familienrat: Was läuft gut? Was nicht? Was ändern wir? – aufschreiben & unterschreiben (und ja: auch Eltern dürfen Konsequenzen haben)
Ampel-System (grün/gelb/rot) als gemeinsame Sprache für Überforderung: „Bist du gerade rot?“
Ferien-Gamechanger: Wünsche aufteilen in (1) nur für mich, (2) für uns als Familie, (3) mit 1–2 anderen + ein nicht verhandelbares Zeitfenster (z. B. ein Abend frei).
Zum Schluss wird’s herrlich praktisch: Petra teilt, wie sie das „Zerrissen“-Gefühl morgens mit einem klaren Commitment löst.
Der Kernsatz rund um dieses Thema ist für uns: Liebe ist, wenn wirklich alle immer mitgezählt und berücksichtigt werden.
Unser Konfetti der Woche:
„Ich bleibe bei mir – und wir finden einen Weg, der das System nicht sprengt.“
Welche Rolle oder welcher „Ball“ ist bei dir gerade zu viel – und welcher darf (endlich) runter? Schreib’s uns in die Kommentare.
Chaotische Konfettigrüße von
Petra & Tine
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