Heut' abend - zum 100. Mal - mit Robert Lembke zu Gast bei Joachim Fuchsberger (17.02.1983)
Автор: zurückgespult
Загружено: 2025-11-21
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Die 100. Folge der Talkshow mit Joachim Fuchsberger. Zu Gast: Robert Lembke, Fernsehjournalist und Moderator von "Was bin ich?". Außerdem Alfred Biolek und Caterina Valente. Im Showteil: die Gruppe "Supercharge".
Die Redaktion rund um Blacky Fuchsberger hatte 1983 ein gutes Händchen, als sie Robert Lembke für die 100. Ausgabe der Talkshow ausgewählt hat. Außerdem in dieser Folge dabei: Alfred Biolek und Caterina Valente. Die drei spielen dann auch munter eine Runde Was bin ich? Und Blacky muss den prominenten Gast erraten. Die 100. Ausgabe dauert deutlich länger als üblich, aber der Herr Intendant sitzt im Publikum, und man kann ihn fragen, ob man überziehen darf. Die Sendung lief am Donnerstag, 17.2.1983 in der ARD.
Rund 40 Jahre lang war Robert Lembke Moderator der Quizsendung "Was bin ich?", geliebt von einem Millionenpublikum. Seine ritualisierte Eingangsfrage "Welches Schweinderl hätten's denn gern?" ist vielen auch heute noch geläufig. Geboren 1913, bekam Robert Lembke alle Umbrüche des 20. Jahrhunderts zu spüren: den Ersten Weltkrieg, die Krisen der Weimarer Republik und die mörderische Diktatur der Nationalsozialisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte er sich wie nur wenige andere für den Aufbau eines freiheitlich demokratischen Deutschlands.
Lembkes Frage »Welches Schweinderl hätten’s denn gern?« bleibt genauso Kult wie sein lange vor dem allgemeinen Duzen bei »Was bin ich« üblicher Aufruf des Rateteams beim Vornamen. Zumeist waren das Marianne (Koch), Hans (Sachs), Annette (von Aretin) und Guido (Baumann).
Dass »Ratefuchs« Baumann aus der neutralen Schweiz kam, gehörte zum Charme der Sendung. Was zur über 30-jährigen Laufzeit von »Was bin ich« in der ARD niemand wusste: Zwei weitere Mitglieder des Haupt-Rateteams hatten ein jüdisches Elternteil, und auch Annette von Aretin, die vierte im Bunde, kam aus einer von den Nazis verfolgten Familie.
»Es geht niemand was an, das ist das ganze Geheimnis«, blockte Lembke, der als Robert Weichselbaum geboren wurde und nach der NS-»Rassenlehre« Halbjude war, Fragen nach seinem Privatleben ab. Auch hier in Heut' abend. Er wurde im Nationalsozialismus entrechtet und gedemütigt. Doch das sollte niemand wissen.
Hielt es ihn gerade deshalb nach dem Krieg in München, der Hauptstadt der Bewegung? Weil sich seine Frau nicht von ihm trennte, blieben Lembke die allergrößten Schrecken des NS-Regimes erspart, er konnte - wenn auch teilweise unter falschem Namen - arbeiten, musste mit seiner Familie gegen Kriegsende auf einem bayerischen Dorf untertauchen und bekam dort als Augenzeuge die Todesmärsche aus den Konzentrationslagern mit.
Lembke wusste um die begrenzte Aufnahmefähig- und willigkeit der Menschen im Nachkriegsdeutschland. »Die Entfernung des Gewissens gehört zu den kleineren Operationen« ist noch so ein Satz von ihm. Beim BR machte Lembke rasch Karriere, übernahm als ARD-Hierarch Großprojekte wie die Koordination für das internationale Sendezentrum bei den Olympischen Spielen München 1972. Auch an der Fußball-WM 1974 war Lembke als TV-Manager beteiligt.
Das Ständchen von Caterina Valente haben wir vorsichtshalber mal rausgeschnitten, denn Caterina Valente Inhalte haben bei Youtube zuweilen negative Copyright Folgen. Den Auftritt von Überraschungsgast Georg Lohmeyer konnten wir natürlich drinlassen. Gratulant René Kollo auch. Die Steilwand-Gitti kommt sogar mit dem Motorrad. Walter Sedlmayr bringt eine Mimose mit. Er ist in Folge 101 der einzige Gast der Sendung. Konstantin Wecker klimpert auch ein Ständchen.
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