Vlatten (D), kath. Kirche St.Dionysius - Vollgeläute
Автор: Engerlingraucher
Загружено: 2012-10-22
Просмотров: 3897
Описание:
Der massive romanische Turm von St.Dionysius in Vlatten beherbergt ein sehr interessantes und wertvolles Geläute.
Die Vlattener Kirche ist vermutlich aus der Kapelle einer Königspfalz hervorgegangen. Im 10.Jahrhundert baute man einen Turm sowie ein Mittelschiff und den heutigen Chorraum. Damals wurde der Turm als Wohnhaus und das Mittelschiff als Versammlungsraum benutzt. Der Chorraum stellte höchstwahrscheinlich die eigentliche Pfalzkapelle dar. 2 neue Seitenschiffe und 3 neue Eingänge erhielt die Kirche im 13.Jahrhundert. Um 1500 wurde der Chor umgestaltet. Die romanischen Rundbogenfenster wurden zu gotischen Spitzbogenfenstern umgebaut. Im 18.Jahrhundert wurden die beiden spätromanischen Seitenschiffe abgerissen. Ersetzt wurden sie durch einen Anbau im Süden. Ein nördliches Seitenschiff erhielt die Kirche erst im Jahre 1927. Die eigentliche Orgel befindet sich auf einem Vorsprung am Ende des Kirchenschiffs, jedoch steht der Spieltisch hinter den Sitzplätzen unten.
Im Turm befindet sich ein sehr interessantes, 3-stimmiges Geläute. Die große Marienglocke ist ein Werk des Kölner Glockengießers Ailf von Wippervorde aus dem Jahre 1451. Dieser Gießer arbeitete meistens mit Teil von Keppel zusammen, weshalb "Sologlocken" sehr rar sind. Schon vor einigen Jahrzehnten bekam die Glocke einen Riss, wurde aber erst 2006 von Lachenmeyer in Nördlingen geschweißt und mit neuen Armaturen von der Fa. Petit & Gebr. Edelbrock aus Gescher versehen. Sie ist eine der klanglich interessantesten spätgotischen Glocken im Bistum Aachen. Die zweitälteste Glocke im Turm wurde 1524 von Jan van Trier gegossen. Sie zählt zu den letzten, in einem spätgotischen Stil gehaltenen Glocken dieses Meisters. Einige Jahre nach dem Guss in Vlatten veränderte er die äußere Gestaltung seiner Glocken. Allerdings ist sie klanglich nicht so weit fortgeschritten wie die im Jahre 1522 vom selben Gießer gegossenen Glocken in Frelenberg. Das soll aber nicht bedeuten, dass die Vlattener Glocke ein schlechtes Stück ist! Im 2.Weltkrieg wurde eine im Jahre 1559 gegossene Glocke abgeliefert und eingeschmolzen. Gegossen wurde sie ebenfalls von Jan van Trier. Ein spätes Werk dieses Meisters! Trotz aller Bemühungen konnte die Glocke nicht in Vlatten verbleiben, und kehrte nach Kriegsende nicht mehr zurück. Die Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher lieferte im Jahre 1951 einen Neuguss. Man übernahm die Inschrift der Vorgängerglocke mit dem Zusatz "GEOPFERT A.D. 1943 NEU GEGOSSEN A.D. 1951". Zum selben Zeitpunkt wurde ein sehr hoher Stahlglockenstuhl eingebaut. Da im Turm keine Zwischenböden vorhanden sind, beläuft sich die gesamte Höhe auf etwa 10 Meter. Dementsprechend gut ist auch die Akustik. Der angenehm weiche Klang der großen Glocke macht sich im Vollgeläute deutlich bemerkbar.
Marienglocke, Schlagton g'+6, Gewicht ca. 750 kg, Durchmesser 1038 mm, gegossen im Jahre 1451 von Ailf von Wippervorde.
Dionysiusglocke, Schlagton b'+6, Gewicht ca. 300 kg, Durchmesser 823 mm, gegossen im Jahre 1951 von der Fa. Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher (Westf.).
Georgsglocke, Schlagton des''-1, Gewicht ca. 260 kg, Durchmesser 739 mm, gegossen im Jahre 1524 von Jan van Trier.
Herzlichen Dank an den Küster für das Aufschließen des Turms und das etwas längere Läuten!
Повторяем попытку...
Доступные форматы для скачивания:
Скачать видео
-
Информация по загрузке: