Gustav Holst 1874 1934: „Die Planeten“ - 2. Venus, die Bringerin des Friedens
Автор: Winfried Bönig - Official
Загружено: 2026-01-16
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Gustav Holst (1874-1934):
„Die Planeten“ in der Orgelfassung von A. Wills, P. Sykes und W. Bönig
2. Venus, die Bringerin des Friedens
Gustav Holsts „Die Planeten“ zählen zu den ikonischen Orchesterwerken des frühen 20. Jahrhunderts. In der Orgelfassung, wie sie u. a. von Andrew Wills, Peter Sykes und Wolfgang Bönig erarbeitet wurde, offenbart sich die zweite Suite-Nummer „Venus, die Bringerin des Friedens“ in einer ganz besonderen Klanggestalt. Statt der üppigen Orchesterfarben zeigt sich hier die Fähigkeit der Orgel, mit ihren schwebenden Registern und feinen Schattierungen eine meditative Atmosphäre zu schaffen, die Holsts Intentionen auf andere Weise, aber nicht minder eindrucksvoll, erfahrbar macht.
„Venus“ ist eines der lyrischsten und ruhigsten Stücke des Zyklus. Seine Musik steht in starkem Kontrast zu „Mars, der Bringer des Krieges“, dem kraftvoll-kriegerischen ersten Satz. Wo dort rhythmische Härte und orchestrale Wucht dominieren, herrschen bei „Venus“ Einkehr und Weite. Die Orgel kann dieses Spannungsfeld ideal ausloten: fließende Akkordflächen, zarte Melodielinien in hohen Registern und eine Grundlage aus sanftem Fundament ergeben ein Klangbild von Ruhe und Ausgewogenheit.
Gerade in der Orgelfassung wird deutlich, wie sehr Holsts Musik auch ohne das orchestrale Kolorit trägt. Durch die Registerwahl entsteht eine subtil schimmernde Aura, die an sphärisches Leuchten erinnert – ein akustisches Sinnbild für die Friedensgöttin Venus. Hier zeigt sich die poetische Kraft des Instruments: Was das Orchester durch Harfen, Flöten und Streicher ausdrückt, kann die Orgel mit Flötenregistern, schwebenden Streichern und Celestenstimmen in ein ebenso überzeugendes Klangbild übersetzen.
Die Bearbeiter Wills, Sykes und Bönig haben jeweils eigene Akzente gesetzt, sei es in der feinfühligen Übertragung der Orchesterfarben auf das Instrument oder in der strukturellen Vereinfachung, die der Orgelklangfülle Raum gibt. Das Ergebnis ist keine bloße Reduktion des Originals, sondern eine eigenständige Deutung. Damit erweitert sich auch die Rezeptionsgeschichte von Holsts „Planeten“ um eine Dimension: Die monumentale Orgel wird gleichsam zum Miniatur-Orchester, das nicht imitiert, sondern transformiert.
In dieser Perspektive bleibt „Venus“ ein Werk von zarter Kraft – eine musikalische Meditation, die den Hörer aus der Getriebenheit des Alltags hebt. Gerade in der monumentalen Klangwelt der Orgel erhält dieser Satz eine zeitlose Tiefe: Mit jedem Akkord schwingt eine Botschaft von Harmonie und innerem Frieden mit, die über das spezifische Instrument hinaus zur universalen Sprache der Musik gehört.
Diese Fassung bietet Kennern wie Neugierigen eine wertvolle Gelegenheit, Holsts berühmten Zyklus neu zu entdecken. „Venus, die Bringerin des Friedens“ erscheint nicht nur als orchestrales Kleinod, sondern auch als Orgelerlebnis, das die spirituelle Dimension des Werkes aufleuchten lässt und die Orgellandschaft um eine bedeutende Bearbeitung bereichert.
Es spielt Domorganist Winfried Bönig an der Kölner Domorgel innerhalb der Orgelfeierstunden am 1. Juli 2019.
Produktion: DOMRADIO.DE © 2020
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