Die Geschichte des Kolonialismus in M-V, Teil 2
Автор: LpB Mecklenburg-Vorpommern
Загружено: 2024-12-17
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Teil 2 stellt Carl Peters und seine Expedition nach Ostafrika in den Mittelpunkt, die von brutalem Vorgehen gegen die einheimische Bevölkerung geprägt war und einen Aufstand auslöste, den Hermann Wissmann niederschlug. Gustav Nachtigal, Afrikaforscher und Reichskommissar, war für die Gründung deutscher Kolonien in Westafrika verantwortlich. Weitere im Film porträtierte Personen sind Theodor Schlettwein, der als Bezirksamtmann in Togo tätig war, und Herzog Adolf Friedrich, der als Gouverneur Togos wirkte. Gustav von Oertzen, der als Konsul auf Samoa diente und später Kommissar für Neuguinea wurde, sowie Hans Behrens, der Samoa beschrieb, ergänzen die Reihe der dargestellten Kolonialakteure. Der Film thematisiert abschließend die deutschen Interessen in Kiautschou und die Niederschlagung des Boxeraufstands, an dem Louis Sodemann beteiligt war.
Zum Projekt:
Der Film „Die Geschichte des Kolonialismus in Mecklenburg-Vorpommern“ beleuchtet die Rolle Mecklenburgs und Vorpommerns in der deutschen Kolonialpolitik und zeigt, wie sehr diese von einflussreichen Persönlichkeiten der Region geprägt wurde. Er beginnt mit einer Einführung in den Kolonialismus als politisch-militärisches Instrument zur Machtsicherung und wirtschaftlichen Ausbeutung. England als führende Kolonialmacht dient als Vergleichspunkt, während der Film die Beteiligung Deutschlands ab 1883 darstellt. Er zeigt die Verbindungen zu mecklenburgischen Persönlichkeiten wie Georg Rudolf Credner, der koloniale Bestrebungen in Greifswald förderte, und Carl Peters, dessen brutales Vorgehen in Ostafrika zu Aufständen führte. Hermann von Maltzan und der Kolonialverein sowie Gustav Nachtigal, der Kamerun und Togo für Deutschland sicherte, werden ebenfalls behandelt.
Der Film beleuchtet wirtschaftliche Interessen, etwa die Gründung der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft durch Graf Behr-Bandelin und die Kolonialausstellungen, bei denen Produkte wie Milch aus Mecklenburg präsentiert wurden. Auf politischer Ebene zeigt er die Aktivitäten von Herzog Johann Albrecht, der den Vorsitz der Deutschen Kolonialgesellschaft innehatte, und seiner Frau Elisabeth, die sich ebenfalls kolonialpolitisch engagierte. Es folgt die Reflexion auf die kolonialen Sammlungen und das Erbe in Museen, die noch heute die Spuren dieser Geschichte bewahren. Der Film dokumentiert den Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik, als koloniales Gedankengut weitervermittelt wurde, und behandelt die Rolle von Carl Boldt, der Kolonialliteratur förderte. Schließlich wird die nationalsozialistische Instrumentalisierung kolonialer Ideen durch den Reichskolonialbund aufgezeigt, der den Drang nach „Neuland“ und kolonialer Expansion zur nationalen Agenda machte, untermauert durch Beispiele wie das kolonialpolitische Abiturthema von 1937 an einer Greifswalder Schule.
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