Karl Rahner: Weihnachtsmeditation I
Автор: Münsteraner Forum für Theologie und Kirche
Загружено: 2023-11-29
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Nachzulesen ist der Vortrag in K. Rahner, Gott ist Mensch geworden. Meditationen, Freiburg i. Br. 1975, S. 15-47, sowie in: ders., Sämtliche Werke Bd. 23: Glaube im Alltag. Schriften zur Spiritualität und zum christlichen Lebensvollzug. Bearbeitet v. Albert Raffelt, Freiburg i. Br. 2006, S. 307-318.
Auf YouTube veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten (http://provinzarchiv.jesuiten.org) und der Katholischen Akademie Freiburg (https://www.katholische-akademie-frei...).
Ein Kommentar zur Weihnachtsmeditation von Andreas R. Batlogg SJ
Im Dezember 1974 hat Karl Rahner in der Katholischen Akademie seiner Heimatstadt Freiburg im Breisgau, auf zwei Tage verteilt, mehrere Weihnachtsmeditationen vorgetragen. Ein Jahr später wurden sie, für den Druck geringfügig überarbeitet, veröffentlicht. Das von Herder-Lektor Franz Johna betreute Bändchen ist Rahners Mutter zum 100. Geburtstag am 13. Februar 1975 gewidmet.
Zunächst betont Rahner, dass er in einer Art "Christologie von unten" das Geheimnis von Weihnachten auszulegen versuche: indem er von der Geburt Jesu als einem Anfang spricht. Er listet auf, mit welchen "gemischten Gefühlen" viele aus Weihnachten zugehen: Sie sehen sich konfrontiert mit einem "Weihnachtsrummel mit den kitschigen Weihnachtsdekorationen und dem dahinter stehenden Konsumzwang, mit dem Zwang, zu schenken und sich beschenken zu lassen, mit all der bürgerlichen Sentimentalität, die uns durch ein Jahrhunderte altes Herkommen und nicht eigentlich durch die Kirche, ihre Lehre und Liturgie aufgedrängt wird". Ganz direkt fragt er: "Ist Weihnachten uns als Menschen und Christen nicht eher zu einer Last geworden?"
In der Meditation mit dem (veröffentlichten) Titel "Die Macht der Geburt" erspart er einem nicht die "Anstrengung des Begriffs". Er räumt ein, dass er zunächst "arg theologisch", "schulmeisterlich" und "spekulativ" beginnen müsse – um gleichsam den Vorhang zu öffnen. "Der Anfang", so Rahner, "enthüllt sich vom Ende her". Damit weist er darauf hin, dass diese Geburt im Stall von Kreuz, Tod und Auferstehung her zu lesen und zu verstehen ist. Und anders als in der griechischen Mythologie, wo Göttern kommen und wieder gehen, bleibt unser Gott, als der Mensch Jesus von Nazareth, einer wie wir, "dem man um den Hals fallen konnte". Poetisch: Rahner verweist auf Hölderlins bekanntes Wort "Das meiste aber vermag die Geburt".
Das gesamte (kurze) Leben Jesu kommt so in den Blick "als eine Art von 'Geburtsstunden' dessen (...), was Jesus endgültig ist": "das letzte, irreversible und von sich selbst her siegreiche Wort der vergebenden und befreienden Selbstzusage Gottes an uns in geschichtlicher Greifbarkeit" – ein typischer Rahnersatz. Dieser Abschnitt hat – Rahner hatte ja vorgewarnt – langatmige Passagen, die das erkenntnistheoretische Feld der Meditation abstecken, die sich nicht mit immer und überall gültigen frommen Phrasen begnügt. Ausführlich lässt sich Rahner hier über die Naherwartung des Reiches Gottes und die Kernbotschaft der Verkündigung Jesu aus. Genial, wie er komplizierte Sachverhalte mit einem einfachen, kurzen Satz auf den Punkt zu bringen versteht: "Jesus verkündet das Reich Gottes und nicht sich."
Jesus als der "absolute Heilbringer" ist das "endgültige und unüberholbare Wort Gottes an die Welt": Das klingt, für eine Weihnachtsmeditation, vielleicht etwa abstrakt. (Rahner wird im weiteren Verlauf "meditativer"). Aber wer die üblichen, erwartbaren Versatzstücke eines "weihnachtlichen" Textes nicht vermisst, kann auch mit dieser Aussage etwas anfangen, weil sie eine kitschige, im übrigen unhistorische Krippenidylle einbettet in einen heilsgeschichtlichen Horizont: "Die Christen haben recht, wenn sie sagen, dass dieses Wort Gottes, in dem Gott sich endgültig und in seiner Endgültigkeit geschichtlich greifbar zugleich zusagt, an Weihnachten geboren wurde." Warum die letzten sechs Minuten der Meditation nicht in die Publikation eingegangen sind, wo Rahner ganz praktisch wird ("Stellen Sie sich zwei Menschen vor, die sich gegenseitig lieben ..."), lässt sich nicht mehr eruieren. Gesprochenes Wort und geschriebenes Wort weichen bei Karl Rahner des Öfteren voneinander ab.
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