Glocken der kath. Pfarrkirche St. Bartholomäus in Waldbüttelbrunn
Автор: glockenzeit
Загружено: 2020-08-01
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Fünf Glocken befinden sich in den beiden wuchtigen Türmen der erhabenen kath. Pfarrkirche Sankt Bartholomäus im etwas westlich von Würzburg gelegenen Waldbüttelbrunn. Die kleinste und älteste Glocke des Geläutes goss 1689 der Würzburger Glocken- und Stückgießer Sebald Kopp. Entgegen der anfänglichen Vermutung des Verfassers, wurde sie wohl nicht für die alte (heute profanierte) Kirche in der Ortsmitte gegossen. Ihre Schulterumschrift "S. Sebastianvs Patronvs hvivs ecclesia [...]" weißt hingegen darauf hin, dass die Glocke für eine dem Hl. Sebastian geweihte Kirche gefertigt worden sein muss - da die Waldbüttelbrunner Kirchen allerdings alle dem Hl. Bartholomäus unterstellt worden sind, muss die Glocke sich ursprünglich anderorts befunden haben und erst im Laufe der Jahrhunderte in den Turm der alten Kirche gelangt sein. Als man ab 1928 mit dem Bau des neuen, heutigen Gotteshauses begonnen hat, wurde sie vermutlich ebendort hin überführt. Ein dem Neubau angemessenes Geläute entstand erst ein Jahr darauf in der Glockengießerei Gebrüder Otto im Bremer Stadtteil Hemelingen. Heute zeugt von diesem Geläute nur noch die Marienglocke (Nr. 4) - die drei größeren Glocken wurden im Zweiten Weltkrieg vom Turm genommen und kehrten nicht mehr zurück. Sie konnten 1957 durch drei tongleiche Glocken, welche wieder in Bremen geschaffen wurden, ersetzt werden. Während sich die große Dreifaltigkeitsglocke alleine im (linken) Ostturm befindet, läuten die vier kleineren Glocken aus dem Westturm. Die historische Marien- und Sebastiansglocke erklingt heute lediglich zu Sterbefällen in der Gemeinde. Das eigentliche Geläute der Kirche an Sonn- und Feiertagen bilden hingegen die Glocken 2-4, die größte Glocke erklingt nur an Hochfesten solistisch. Das Geläute aller Glocken zeichnet sich durch einen ungemein feierlichen Klang aus, welcher vor allem durch das kräftige Fundament der großen Dreifaltigkeitsglocke getragen wird und durch die gute Akustik der Betontürme profitiert, die vier Glocken gemeinsam erklingen jedoch nur zum höchsten Fest im Kirchenjahr - Ostern.
Gl. 1 | Heilige Dreifaltigkeit | d' | 1650 kg | 1368 mm | Gebr. Otto, Bremen-Hemelingen (1957)
Gl. 2 | Apostelschaar | f' | 1100 kg | 1145 mm | Gebr. Otto, Bremen-Hemelingen (1957)
Gl. 3 | Bartholomäus | g' | 900 kg | 1020 mm | Gebr. Otto, Bremen-Hemelingen (1957)
Gl. 4 | Maria Hilf | a' | 500 kg | 909 mm | Gebr. Otto, Bremen-Hemelingen (1929)
Gl. 5 | Marien und Sebastian | e'' | 694 mm | Sebald Kopp, Würzburg (1689)
Nachdem Waldbüttelbrunn 748 erstmals in einer Schenkungsurkunde Bischof Burkards an das Würzburger Andreaskloster als "Buttelbrunn" erwähnt wurde, entstand wohl bald auch eine christliche Gemeinde im Ort. Die erste Kirche - ein Holz- bzw. Fachwerkbau wurde jedoch erst später, im 14. Jahrhundert erwähnt. Dieses Gotteshaus verschwand mit dem Einzug des Schwedenkönigs Gustav Adolf und der Vernichtung des Dorfes um 1630. Ab 1653 errichtete man ein neues Kirchengebäude, welches allerdings schon bald zu klein wurde und nach knapp hundert Jahren der Witterung nicht mehr standhalten konnte. Eine Restaurierung und Erweiterung des Gotteshauses ab 1771 gab der "Alten Kirche" ihre heutige Gestalt. Als das bisher von Höchberg abhängige Waldbüttelbrunn schließlich 1858 zur eigenen Pfarrei ernannt wurde und immer mehr Gläubige den Gottesdienst besuchten, platzte die Kirche bald wieder aus allen Nähten. Selbst eine Erweiterung zum Ende des 19. Jahrhunderts hin erwies sich als zwecklos und ließ einen Kirchenneubau bald unumgänglich werden - gerade weil die Alte Kirche abermals baufällig geworden war. Ihre Profanierung erfolgte 1930. Nach Ende des 1. Weltkrieges wurde mit der Sammlung von Spenden begonnen, bevor der erste Spatenstich zum Kirchenneubau am 25. Juni 1928 gemacht werden konnte. Nach nur einem Jahr Bauzeit konnte die neuromanische Bartholomäuskirche im Juli 1929 feierlich als neue Waldbüttelbrunner Pfarrkirche geweiht werden. Fast wie eine Kathedrale thront Sankt Bartholomäus seit beinahe 100 Jahren nun über dem Ort. Beim Betreten des eindrucksvollen Kirchenraumes fällt der Blick auf das überlebensgroße Kruzifix, welches eingerahmt von den Fresken am Chorbogen das Zentrum des Gotteshauses bildet.
Zum Videoprogramm: Zunächst erfolgt eine Führung durch die mächtige Kirche, während im Hintergrund ein Eindruck des Geläutes von außen gegeben wird. Anschließend erklingen die Glocken im Einzelnen. Es beginnt die kleine Marien- und Sebastiansglocke bei 02:10, gefolgt von Maria Hilf ab 03:20, Bartholomäus bei 04:45 und der Apostelschaar ab 06:00, danach erfolgt bei 07:20 ein Wechsel zur großen Dreifaltigkeitsglocke im Ostturm. Zum Abschluss wird ab 09:45 ein Eindruck in das feierliche Geläute aller Glocken, wie es sonst nicht zu hören ist, gegeben.
Herzlich bedanken möchte ich mich bei Kirchenpflegerin Frau Billinger für die freundliche Ermöglichung der Aufnahmen und Ihre Zeit und Unterstützung an diesem Nachmittag.
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