Wem gehört die Zukunft?
Автор: Achim Schwenkel
Загружено: 2026-02-27
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Ey…
Platte, siebter Stock.
Unten knallt ’ne Tür, oben knallt ’n Kopf.
Alle reden von Chancen – ich seh nur Schlösser.
Ich wach auf in Beton, Blick auf’n Parkplatzmeer,
Mama guckt durch mich durch, Papa ist nicht mehr da – oder mehr.
Küche riecht nach kalt, Herz riecht nach „halt’s Maul“,
in der Schule bin ich Akte, keine Stimme, keine Frau.
Lehrer labert von „Zielen“, ich hab Zielscheiben im Blick,
weil draußen an der Ecke jeder Tag so tut, als wär er Krieg.
Kippen, Blaulicht, Roller ohne Nummernschild,
und du lernst früh: Wer nett ist, wird hier schnell weggespült.
Und wenn ich sag: „Ich hab Angst“, kommt: „Stell dich nicht so an.“
Wenn ich sag: „Ich will raus“, kommt: „Mach erst mal ’nen Plan.“
Plan? Ich plan seit Jahren nur, wie ich heil bleib – irgendwie.
Und ihr fragt mich, warum ich nicht lächel? Weil ich’s nicht seh.
Wem gehört die Zukunft? Sagt’s mir – wem denn bitte?
Euch mit euren Regeln? Uns mit unsern Rissen?
Ich bin nicht eure Statistik, nicht euer „schwieriger Fall“,
ich bin ’ne Stimme aus dem Block – und ich werd laut, verdammt noch mal.
Wem gehört die Zukunft? Nicht den Händen, die grabbeln,
nicht den Blicken, die fressen, nicht den Chefs, die uns stapeln.
Nein heißt nein – auch wenn ihr’s nicht hören wollt.
Ich bleib steh’n. Ich bleib echt. Ich bleib Gold.
Draußen schmeckt Freiheit nach bill’gem Zeug und Parfüm,
nach „komm kurz mit“, nach „kein Stress“, nach zu viel in zu wenig Raum.
Und nachts im Treppenhaus, da flüstert’s wie ’ne Warnung:
„Geh schneller, guck runter, mach dich klein – sonst wirst du Beute.“
Freunde gehen drauf, nicht immer gleich im Grab,
manche erst im Kopf: zu leer, zu laut, zu „ich pack’s nicht mehr, ich kann nicht“.
Deals im Hinterhof, Schutzgeld, dummes Macho-Theater,
und ich lerne: Manche Jungs sind Wölfe – manche tun nur so, sind’s aber.
Zuhause ist manchmal sicher – manchmal auch nicht,
manchmal ist „Familie“ nur ’ne Bühne für Schuld und Pflicht.
Und wenn’s knallt, heißt’s: „Das bleibt hier drin“,
aber ich trag’s draußen weiter, weil ich sonst drin erstick.
[Pre-Chorus 2 – kürzer, mehr Gesang]
Ich will nicht „hart“ sein, ich will einfach nur heil,
doch diese Stadt macht aus Gefühlen oft ’ne Zielscheib’ aus Stahl.
Ihr sagt: „Reiß dich zusammen“ – ich sag: „Reißt euch mal raus,
aus eurem warmen Gerede, kommt runter – kommt nach Haus.“
Wem gehört die Zukunft… (mir? uns?)
…ich werd laut, verdammt noch mal.
Ey, ich hab die Schnauze voll von Formularen und Gesichtern,
die dich abscannen wie Ware, als wärst du nur Zahlen in den Kisten.
Jobcenter-Blicke: „Selber schuld“ in HD,
Bruder, Schwester, ich war ein Kind – und ihr wart nie wie „wir“.
Arbeitswelt: lächeln, schlucken, funktionieren,
„Wir sind ’ne Familie“ – ja klar, bis du krank wirst, dann kannst du krepieren.
Und wenn ich Grenzen setz, heißt’s: „Zicke, zu laut, zu wild“,
doch eure Ruhe ist nur Luxus, den ihr auf meinem Rücken spielt.
Und an die, die meinen Körper für ’ne Meinung halten:
Fickt euch.
Ich bin kein Freiwild, ich bin Feuer, ich bin Halt im Spalt’n.
Ich sag’s einmal für alle, damit’s endlich jeder kapiert:
Mein Leben ist meins. Punkt. Nicht diskutiert.
Vielleicht ist Zukunft nur ein Zimmer ohne Angst,
ein Schlüssel in der Hand, ein Blick, der dich nicht scannt.
Vielleicht ist Zukunft ein „Wir“, das wirklich trägt,
nicht so ein Werbe-Wir, das nach der Schicht vergeht.
Und wenn ich fall, dann nicht allein, hörst du?
Ich nehm die Hand von meiner Freundin, und wir stehn wieder auf – zu zweit.
Weil wir gelernt haben, dass Liebe auch ’ne Waffe sein kann:
Gegen Kälte. Gegen Schweigen. Gegen „stell dich nicht so an“.
Wem gehört die Zukunft? Sagt’s mir – wem denn bitte?
Euch mit euren Regeln? Uns mit unsern Rissen?
Ich bin nicht eure Statistik, nicht euer „schwieriger Fall“,
ich bin ’ne Stimme aus dem Block – und ich werd laut, verdammt noch mal.
Wem gehört die Zukunft? Uns. Uns. Uns.
Nicht euren Händen, nicht eurem Hass, nicht eurem „sei doch stumm“.
Nein heißt nein – auch wenn ihr’s nicht hören wollt.
Ich bleib steh’n. Ich bleib echt. Ich bleib Gold.
Wenn ihr uns nicht zuhört, schreien wir.
Und wenn ihr uns weghört… dann bauen wir ohne euch.
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