Meningokokken-Erkrankung: eine gemeinsame Erfahrung verbindet I Austausch zweier Betroffener
Автор: Meningitis_bewegt_DE
Загружено: 2024-04-03
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Meningokokken-Erkrankungen sind zum Glück sehr selten. Doch sie können innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich verlaufen und zu einer Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung führen.
Die 25-jährige Justina aus Köln und Tamara, 35, aus Tübingen, führen sehr unterschiedliche Leben. Und doch haben beide die Erfahrung mit einer Meningokokken-Erkrankung gemein. Justina war selbst betroffen und erkrankte mit 19 Jahren an Meningokokken, Tamaras Tochter Kelly mit gerade mal sechs Monaten. Beide haben überlebt, Justina allerdings mit Folgeschäden. Wir durften dabei sein, als die zwei sich kennenlernen und austauschen. Es war ein sehr emotionales Gespräch. Eine solche Erfahrung verbindet.
„Meningokokken – ich hatte schon mal davon gehört, aber ich kannte das nicht wirklich.“
Wenn Tamara über das Erlebte spricht, ist ihre Bestürzung auch heute noch spürbar. Ihre Tochter Kelly ist mittlerweile fünf. Als sie damals an Meningokokken erkrankte, hatte ihre Mutter zwar schon mal davon gehört. Wie so viele, wusste sie aber nicht wirklich, was Meningokokken sind.
Das Immunsystem von Babys und Kleinkindern unter zwei ist noch nicht ganz ausgereift – deshalb ist die Erkrankungsgefahr in diesem Alter besonders hoch. (1) Ob Kelly Folgeschäden davongetragen hat, kann sich erst im Laufe der kommenden Jahre zeigen. Hier erzählt Tamara ihre ganze Geschichte: • Die Meningokokken-Erkrankung meiner Tochte...
Justina lag im Koma, doch sie kämpfte sich durch
Neben den ganz Kleinen sind auch Jugendliche und junge Erwachsene verstärkt gefährdet, an #Meningokokken zu erkranken. „Als ich ein Kind war, gab es noch gar keine Impfung“, sagt Justina. Während ihrer Meningokokken-Erkrankung lag sie zehn Tage im Koma. Als sie erwachte, waren ihre Beine „nicht mehr lebendig“. Erst später erfuhr sie, dass sie eine Meningokokken-Sepsis (Blutvergiftung) hatte. Eine Amputation ihrer Unterschenkel und Fingerkuppen war leider unumgänglich. Es war eine schwere Zeit, doch Justina kämpfte sich durch. Heute kommt sie gut zurecht, auch mit ihren Prothesen. „Ich bin immer noch derselbe Mensch wie früher – nur eben mit zwei Beinen weniger“, sagt sie. Und strotzt trotz allem vor Kraft und Zuversicht.
Wenn du mehr über Justinas Geschichte erfahren möchtest, schau dir dieses Video an: • Meningokokken-Sepsis – Justina erzählt von...
Meningokokken-Erkrankungen sind schwer zu erkennen
Jede*r Zehnte trägt Meningokokken-Bakterien im Nasen-Rachen-Raum. (2) Sie werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, nur wenige erkranken daran. Weil jedoch die Symptome anfangs oft unspezifisch sind und einer Grippe ähneln, ist eine Erkrankung oft schwer zu erkennen. (1)
Als Tamara mit ihrer Tochter zur Ärztin fuhr, fiel der Verdacht zunächst auf eine klassische Grippe. Erst am nächsten Tag schickte sie Kelly mit Verdacht auf Meningokokken ins Krankenhaus, der sich dort bestätigte. Das Mädchen wurde isoliert und mit Antibiotika sowie Cortison behandelt.
Auch als Justina an Meningokokken erkrankte, verspürte sie zunächst nur grippeähnliche Symptome. Sie litt erst unter starken Kopfschmerzen, dann folgte Erbrechen mit Fieber. Als sich dann jedoch auf ihrer Haut schwarze Pünktchen bildeten, wurde sie ins Krankenhaus eingewiesen.
Impfungen bieten den bestmöglichen Schutz vor Meningokokken-Erkrankungen
Die Standardimpfung gegen Meningokokken-Gruppe-C gibt es schon länger und sie wird von allen Krankenkassen als Pflichtleistung übernommen. (3) Diese kann allerdings nicht vor weiteren Meningokokken-Gruppen schützen. Die Gruppe B ist für die meisten Fälle in Deutschland verantwortlich, gefolgt von Y, W und C. (4) Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird daher nun auch die Impfung gegen die Meningokokken-Gruppe B standardmäßig für alle Kinder empfohlen. Zusätzlich möglich ist die ACWY-Impfung. (5)
Sprich deine Kinder- und Jugendärztin bzw. deinen -arzt frühestmöglich auf die unterschiedlichen Meningokokken-Impfungen an und frage nach einer Empfehlung. Weitere Infos findest du auf unserer Website www.meningitis-bewegt.de.
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1 Deutsches Grünes Kreuz: „Häufige Fragen und Antworten zu Meningokokken-Erkrankungen". Verfügbar unter: https://bit.ly/2X7aroA. März 2024.
2 RKI: „Ratgeber Meningokokken“. Verfügbar unter: https://bit.ly/2CDBI8G..März 2024.
3 RKI: „Epidemiologisches Bulletin 04/2023“. Verfügbar unter: https://bit.ly/40HfufW. März 2024.
4 RKI: „SurvStat@RKI 2.0. Stand: Epidemiologisches Jahrbuch 2022. Fallzahlen gemäß Referenzdefinition; Meldepflicht gemäß IfSG; Meningokokken-Erkrankungen mit Angabe der Serogruppe“. Verfügbar unter: https://survstat.rki.de. März 2024.
5 RKI: „Epidemiologisches Bulletin 03/2024“. Verfügbar unter: https://bit.ly/3O6N2PX. März 2024.
NP-DE-MNU-VID-230070; 03/2024
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