Tagtanzdemo 2018 - Tanz die Angst
Автор: Stadtteilinitiative Koblenzer Straße Siks
Загружено: 2018-06-07
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Eifersucht ist der Ursprung unserer heute vollständig individualisierten (narzisstischen) Angst. Begründet mit der Erfindung der romantischen Liebe vor mittlerweile mehr als 250 Jahren. Heute durchdringt nun jene, individuelle Angst alle Teile der Bevölkerung und richtet sich sowohl auf Objekte (Allergien und "Unverträglichkeiten" sic!), also auch auf "die Anderen" ("die Flüchtlinge", "die da oben", oder "die da drüben"). Es ist nur noch diese, extreme, individualisierte und extrem vereinzelte Angst - für die der von allen sozialen, realen Bindungen und Erlebnissen abgekoppelte Internet-Troll exemplarisch steht - die den Spätkapitalismus noch in Gang hält.
Für den Kapitalismus ist die individuelle Angst seiner Subjekte ständig überall ausgebootet und übervorteilt zu werden, heute der wichtigste Treibstoff für deren Einwilligung sich ganz praktisch und überall (und nicht nur während der Lohnarbeit) ausbeuten zu lassen.
Und diese Ausbeutung findet statt, ganz unabhängig davon wie viele wir "genau deshalb" von "denen da oben" um die Ecke bringen. Denn solange wir die Angst vom anderen ausgestochen zu werden, im Alltag ständig und überall reproduzieren, solange werden wir den niemandem-anderen-als-nur-uns-selbst gleichenden Charakter von "denen da oben", die uns ausbeuten und ausstechen, genau wie die da oben, ebenfalls ständig reproduzieren.
Ein wirklich progressiver, angstfreier Raum, kann deswegen kein Raum sein, in dem diejenigen, die ganz sicher "drin" sind, keine Angst mehr vor "denen da draussen" haben müssen. Zum Beispiel weil sie dann nur noch diejenigen und dasjenige sehen, was sie immer schon kennen und kannten. Weil eben "die Grenzen dicht sind"!
Ein angstfreier Raum kann nur einer sein, in dem diejenigen, die "drin" sind, keine Angst davor haben müssen sich zu verlieren. Dass sie also "zu kurz kämen", "übervorteilt werden", dass sie jemand "ausbooten" will.
Indem wir dieses Angsthaben im Alltag gegenüber dem oder den anderen - gegenüber den angeblich überall und ständig drohenden Gefahren und gegenüber unseren Mitmenschen - einfach sein lassen, nur dadurch können wir endlich, ganz ohne diese Angst, tatsächlich "unversehrt" bleiben. Und zwar unabhängig davon wer zur Tür herein kommt, oder mit wem oder was wir konfrontiert sind.
Dies wäre über kurz oder lang auch das Ende der Verdinglichung und der Entfremdung, und damit das Ende des Kapitalismus.
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