Arnold Schoenberg - Master orchestrator: "Herr Gänsefuß, Frau Gänsekraut" (1911)
Автор: Bartje Bartmans
Загружено: 2026-02-09
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Описание:
Arnold Franz Walter Schoenberg or Schönberg (13 September 1874 – 13 July 1951) was an Austrian composer, music theorist, and painter. He was associated with the expressionist movement in German poetry and art, and leader of the Second Viennese School. With the rise of the Nazi Party, Schoenberg's works were labelled degenerate music, because they were modernist, atonal and what even Paul Hindemith called "sonic orgies" and "decadent intellectual efforts" (Petropoulos 2014, 94–95). He emigrated to the United States of America in 1934.
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From Gurre-Lieder (1900 - 1911)
Text based on Jens Peter Jacobsen (1847 - 1885), Gurresange, No. 9
translated from Danish in German by Robert Franz Arnold (1872 - 1938)
Part III, No. IX "Herr Gänsefuß, Frau Gänsekraut" with tail end of Des Sommerwindes wilde Jagd.
Günter Reich – Sprecher Narrator (sprechgesang)
Pierre Boulez conducting the BBC Symphony Orchestra
Rec. 1975
This is an example of Arnold Schoenberg's masterful orchestration and storytelling.
Des Sommerwindes wilde Jagd
Herr Gänsefuß, Frau Gänsekraut, nun duckt euch nur geschwind,
denn des sommerlichen Windes wilde Jagd beginnt.
Die Mücken fliegen ängstlich
aus dem schilfdurchwachs'nen Hain,
In den See grub der Wind seine Silberspuren ein.
Viel schlimmer kommt es, als ihr euch nur je gedacht;
Hu! wie's schaurig in den Buchblättern lacht!
Das ist Sankt Johanniswurm mit der Feuerzunge rot,
und der schwere Wiesennebel, ein Schatten bleich und tot!
Welch Wogen und Schwingen!
Welch Ringen und Singen!
In die Ähren schlägt der Wind in leidigem Sinne.
Daß das Kornfeld tönend bebt.
Mit den langen Beinen fiedelt die Spinne,
und es reißt, was sie mühsam gewebt.
Tönend rieselt der Tau zu Tal,
Sterne schießen und schwinden zumal;
flüchtend durchraschelt der Falter die Hecken,
springen die Frösche nach feuchten Verstecken.
Still! Was mag der Wind nur wollen?
Wenn das welke Laub er wendet,
sucht er, was zu früh geendet;
Frühlings, blauweiße Blütensäume,
der Erde flüchtige Sommerträume -
längst sind sie Staub!
Aber hinauf, über die Bäume
schwingt er sich nun in lichtere Räume,
denn dort oben, wie Traum so fein
meint er, müßten die Blüten sein!
Und mit seltsam Tönen
in ihres Laubes Kronen
grüßt er wieder die schlanken Schönen.
Sieh! nun ist auch das vorbei.
Auf luftigem Steige wirbelt er frei
zum blanken Spiegel des Sees,
und dort in der Wellen unendlichem Tanz,
in bleicher Sterne Widerglanz
wiegt er sich friedlich ein.
Wie stille wards zur Stell!
Ach, war das licht und hell!
O schwing dich aus dem Blumenkelch, Marienkäferlein,
und bitte deine schöne Frau um Leben und Sonnenschein.
Schon tanzen die Wogen am Klippenecke,
schon schleicht im Grase die bunte Schnecke,
nun regt sich Waldes Vogelschar,
Tau schüttelt die Blume vom lockigen Haar
und späht nach der Sonne aus.
Erwacht, erwacht, ihr Blumen zur Wonne.
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