Powidltascherl
Автор: Die Kochgenossen
Загружено: 2018-06-25
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Das Flaggschiff der alt-österreichisch-böhmischen Mehlspeisküche verweist auf Zeiten, in denen es noch keinen Zucker gab.
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Powidltascherl mit gerösteten Butterbröseln
Zutaten für ca. 8 Portionen:
700 g mehlige Kartoffeln
350 g Weizenmehl griffig
40 g Weizengrieß
40 g Kartoffelstärke (oder Maisstärke)
Salz für den Teig
ca. 150 g Butter (oder mehr)
2 Eier
330 g Semmelbrösel
250 g Powidl
3 TL Inländer Rum (38%) alternativ: Slivovits, Zwetschkenschnaps
1/2 TL Zimt (echter Kaneel- oder Ceylon-Zimt kommt besonders gut!)
Kristallzucker
Staubzucker
Zubereitung:
Kartoffen in der Schale kochen (nicht überkochen, nur solange kochen, bis sie gerade gar sind. mit spitzem Messer testen)
Kartoffeln aus dem Wasser nehmen und im Backrohr bei 100oC 10 min trocknen lassen
Dotter und Eiweiß trennen. Eiweiß kurz aufschlagen, sodass es ein bisschen schaumig, aber noch ganz flüssig ist
In einer Schüssel Mehl, Grieß, Stärke mit 2-3 Prisen Salz durchmischen
Kartoffeln noch warm schälen und sofort durch eine Kartoffelpresse auf ein bemehltes Arbeitsbrett drücken. In der Mitte des Kartoffelhaufens eine große Grube bilden, die Hälfte des Mehl-Gemisches, Eidotter und zimmerwarme Butter hineingeben und mit den Händen gut vermischen, bis ein Teigklumpen entsteht, weiterkneten.
Restliche Mehlmischung beim Kneten nach und nach zugeben und einarbeiten, bis der Teig nicht mehr klebt
Den fertigen Teig mit einem nassen Tuch abdecken
Powidl mit 3 TL Inländerrum (38%) und 1/2 TL Zimt verrühren. Alternativ: Zwetschkenschnaps, Slivovits
Ein Stück gut faustgroßes Stück vom Teig abschneiden und auf dem gut bemehlten Arbeitsbrett mit dem Nudelwalker (oder Flasche) ca. 4 mm dick auswalzen
Kreise mit etwa 8 cm Durchmesser ausstechen (Glas, Becher, Schüssel). Übrige Teigreste gleich verkneten und wieder zum Teigvorrat unter das feuchte Tuch geben
Auf jede Teigscheibe 1 TL Powidl mittig platzieren
Den Rand mit dem Finger mit etwas Eiweiss als Kleber bestreichen und die Scheibe in den Händen ein bisschen dehen
Zusammenklappen und die Klebestelle überall gewissenhaft zusammendrücken, damit beim Kochen alles dicht bleibt (Vorsicht, dass kein Powidl an den Kleberand gelangt)
Fertige Tascherl ohne gegenseitige Berührung auf einer gut bemehlten Fläche lagern und mit feuchtem Tuch abdecken
Nach und nach den Teig verarbeiten (nicht alles auf einmal, denn wenn der Teigscheibchen zu lange offen liegen, trocknen sie aus und kleben nicht mehr)
In einer Pfanne die Butter schmelzen und die Semmelbrösel behutsam unter ständigem Rühren bei moderater Hitze rösten. Sobald die Brösel Farbe ziehen 2 EL Kristallzucker dazugeben und weiter rösten bis sie gleichmäßig goldbraun sind (nicht zu dunkel!). Dann sofort aus der heißen Pfanne nehmen
Viel Wasser zum Kochen bringen und salzen. Tascherl vorsichtig einlegen (nicht zu viel auf einmal, eher in Etappen kochen). Hitze zurückdrehen, sodass das Wasser nicht mehr wallend kocht. Besonders am Anfang vorsichtig und sanft bewegen, damit nichts am Topfboden anklebt. 5–6 min köcheln lassen, bis alle obenauf schwimmen. Dann mit einer Lochkelle entnehmen und abtropfen lassen.
Tascherl in den Butterbröseln wenden, auf Tellern anrichten, mit Butterbröseln reichlich bestreuen und mit Staubzucker durch ein feines Sieb anzuckern.
Wer Butter liebt, kann über das Ganze noch etwas heiße Butter träufeln.
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