Neuengamme Lied
Автор: Ingmar Burghardt
Загружено: 2026-02-11
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Dicht bei Hamburg liegt ein Lager,
hinter Stacheldraht verbannt:
Dreimal tausend junge Männer,
Konzentrationäre sie genannt.
Früh am Morgen geht’s zur Arbeit,
ob nach Klinker, ob nach Elb.
Schlamm und Dreck, Morast und Kohldampf,
doch das Bild bleibt Tag für Tag dasselb.
Harte Fron hat uns geschmiedet,
zäher Wille ist erwacht.
Denn die Jahre, die verflossen,
haben hart und eisern uns gemacht.
Hört ihr nicht den Ruf der Heimat
beim Appell die Namen schrein‘.
Leuchtend kommt auch euch die Freiheit:
Mütter, eure Söhne kehren heim.
Worte: Adolf Dortmann
Weise: nach dem Soldatenlied „Fern bei Sedan“
D / G /
A / D /
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„Dieses Lied, das die Zustände im KZ Neuengamme bei Hamburg schildert, entstand 1943/44, als über das Lager wegen Ausbruch von Fleckfieber-Quarantäne verhängt wurde. Das Lied mußte auf Anordnung des Lagerkommandanten von allen Häftlingen gesungen werden und wurde schnell populär.“ Es erklang auf dem Marsch zur Arbeit und beim Auszug von zwangsrekrutierten Häftlingen aus dem Lager im November 1944 zum militärischen Dienst in der berüchtigten SS-Sturmbrigade Dirlewanger. „Die im Text erwähnten ,Elb‘ und ,Klinker‘ waren Arbeitskommandos (Elbe-Arbeitskommandos und eine von den Häftlingen erbaute Ziegelei). Der dritte Vers bezieht sich den Morgenappell, wenn die Namen der Kameraden aufgerufen wurden, die zu entlausen waren.“
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