Vor und nach dem Hochwasser 1965 Otto Springer & Leo Hemetsberger
Автор: Reinhard Rovara
Загружено: 2019-03-10
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Filmaufnahmen von Otto Springer und Leo Hemetsberger
1965. Schnitt & Musik & Text - Reinhard Rovara 2019
Kurzer Hochwasserfilm in Wattens aus dem Jahre 1965
Im Juni 1965 wurde auch Wattens von einer furchtbaren
Hochwasserkatastrophe nicht verschont. Nach einem
niederschlagsreichen Herbst 1964 und einem
schneereichen Winter setzte die Schneeschmelze im
Frühjahr 1965 erst in der 2. Junihälfte voll ein. Verstärkt
durch die wiederholt begleitenden Gewitterregen stellte
sich vom 22.Juni bis 4.Juli eine ununterbrochene
Hochwasserperiode ein mit Wasserständen, wie sie in
anderen Jahren nur höchstens einmal für jeweils wenige
Stunden auftraten. Der Wattenbach brach über die Ufer
hinaus und verwüstete Wattens. Der schöne Wasserfall im
Mühltal wurde auch ein Raub der Wassermassen die
anschließend im Werk II Swarovski über die Ufer trat. Die
hohe Brücke beim Werk II konnte durch Verklausungen
(stehende Bäume brachte der Wattenbach bis zur Brücke)
das Wasser nicht mehr durchlassen. Mit schwerem Gerät
wurde versucht die Brücke von Holz und Geröll frei zu
bekommen. Die Brücke konnte zum Glück gerettet werden.
In weiterer Folge wurde der Bauhof Wattens (heute
Mehrzweckgebäude Wattens Oberdorf) mit dem
angrenzenden Altersheim fast bis zum 1. Stock
überschwemmt. Der Wattenbach musste mit Holzblanken
unter lebensgefährlichen Einsatz der Feuerwehrmänner
und Helfer in seine Schranken gewiesen werden. Beim
Gasthof Neuwirt stand eine Sägewehr die einfach
mitgerissen wurde. Die dortige Brücke hielt den
Wassermassen stand. Der Heilige Nepomuk der auf
Brücke montiert war beschütze diese Brücke, so die Sage.
Bei dem GH Rössl- Stuben (auch Ladeler genannt) musste
die Feuerwehr um die Brücke kämpfen, die schlussendlich
den Wassermassen nicht mehr stand hielt.
Durch eine Bachverlegung in den Jahren 1955-1957 vom
Inn bis zur Südgrenze der Papierfabrik Wattens, konnte
noch schlimmeres vermieden werden.
Nur durch den heldenhaften Einsatz der Ortsbewohner, der
Soldaten des Bundesheeres, der Männer der Feuerwehren
Kolsaßberg, Kolsaß, Wattenberg, Großvolderberg,
Volders, Fritzens, Baumkirchen, Fritzens, Mils,
Gnadenwald, Solbad Hall, Ampaß, Pfaffenhofen, Telfs,
Absam, Heiligkreuz und Feuerwehren von Innsbruck konnte
noch schlimmeres verhindert werden. Nach der tragischen
Schadensbilanz von geschätzten 30 Mio. Schilling gab es
trotz des wagemutigen Einsatzes kein Menschenleben zu
beklagen.
Insgesamt wurde von der Freiwilligen Feuerwehr
Wattens mit den Aufräumungsarbeiten 21.500
Arbeitsstunden geleistet.
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