Minden (D), evang. luth. Ratskirche St.Martini, Einzel- & Vollgeläut
Автор: Osnabrücker Glocken
Загружено: 2025-10-31
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Im Mindener Schnurrviertel steht die evangelisch-lutherische Ratskirche St.Martini.
Videoablauf:
0:00 - Vorstellung der Kirche von außen
2:03 - Turmbesteigung
3:03 - Eindrücke aus dem Turm
3:23 - Glocke 4
5:39 - Glocke 3
8:13 - Glocke 2
11:20 - Glocke 1
14:03 - Vollgeläut
15:44 - Vorstellung der Kirche von innen
16:56 - Vollgeläut
21:34 - weitere Eindrücke vom Inneren der Kirche
22:10 - Vollgeläut
→ Kirche:
Die St.Martini-Kirche entstand in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts während der Amtszeit von Bischof Sigebert (1022 bis 1036). Gleichzeitig wurde ein Kollegiatstift eingerichtet, dessen Besitz Kaiser Konrad II. im Jahr 1029 urkundlich bestätigte. Das deutet darauf hin, dass die Stiftung kurz zuvor erfolgt war. Bischof Sigebert stattete sie großzügig mit Einkünften und Ländereien aus.
Einen Turm erhielt die Kirche erst im Jahr 1142. Nach zwei Bränden entstanden unter Bischof Kuno von Diepholz (1261 bis 1262) die ältesten heute erhaltenen Bauteile. Der Chor wurde Ende des 13. Jahrhunderts errichtet, das Langhaus im 14. Jahrhundert zu einer gotischen Hallenkirche umgestaltet.
Mit Beginn der Reformation kam es 1529 zum offenen Bruch zwischen Stadt und Stift, als die Bürgerschaft die Einführung der lutherischen Lehre in den Pfarrkirchen erzwang. Am Weihnachtsfest predigte der Reformator Nikolaus Krage erstmals in St. Martini. Am 13. Februar 1530 wurde dort seine evangelische Kirchenordnung öffentlich verlesen und von Rat und Gemeinde einstimmig angenommen. Es war die erste evangelische Kirchenordnung in einer westfälischen Stadt. Damit wurde die Martinikirche zur evangelischen Ratskirche der Stadt.
Der Bau steht auf der Oberstadtkante und vereint romanische und gotische Stilelemente. Seit dem 20. Jahrhundert ist die Kirche denkmalgeschützt. Im Jahr 1773 wurde der Turm durch einen Blitzeinschlag schwer beschädigt.
Aufgrund finanzieller Einschränkungen wurde der Turm beim Wiederaufbau im Jahr 1923 nicht mit dem ursprünglichen spitzen Turmhelm versehen.
→ Glocken:
Im Turm der Kirche hängen vier Bronzeglocken aus drei verschiedenen Jahrhunderten. Nach den Turmbränden in den verschiedenen Jahren und den Abgaben im Ersten und Zweiten Weltkrieg blieb nur die älteste Glocke, die heutige drittgrößte Glocke des Geläuts, erhalten. Sie wurde im Jahr 1442 von einem Gießermeister Arnold Schelle gegossen und befand sich ursprünglich im Turm der ehemaligen Johanniskirche in Minden. Nach der Säkularisation des Johannisstifts im Jahr 1810 gelangte sie in den Besitz von St.Martini.
1951 kam eine weitere Glocke hinzu, die vom sogenannten Glockenfriedhof in Hamburg übernommen wurde. Sie stammt aus Schlesien und wurde 1871 von der Glockengießerei Hadank und Sohn in Hoyerswerda gegossen. Ursprünglich war sie ein Geschenk von Kaiser Wilhelm I. an Generalfeldmarschall Graf von Moltke auf Kreisau, dem heutigen Krzyżowa in Polen. Die Glocke hing ursprünglich in Gräditz, heute Grodziszcze. Auffällig sind ihre reichen Verzierungen. Sie zählt zu den wenigen noch erhaltenen Glocken dieser Gießerei und erklingt bis heute täglich um 22 Uhr als Friedensglocke.
1969 wurde das Geläut durch zwei weitere Bronzeglocken ergänzt, eine kleinere und eine größere. Ermöglicht wurde dies durch zahlreiche Spenden aus Gemeinde und Bürgerschaft. Beide Glocken stammen aus der Glockengießerei Gebrüder Rincker in Sinn. Seither verfügt die Kirche über ein klanglich vielfältiges und historisch bedeutendes Bronzegeläut.
An besonderen Tagen, wie Ostern oder Pfingsten, werden die Glocken von Hand gebeiert und mit Seilen rhythmisch angeschlagen.
Glocke 1 (Sakramentsglocke)
Ton: d'
Gießer: Gebr. Rincker, Sinn
Gussjahr: 1969
Durchmesser: 1312mm
Gewicht: ca. 1.390kg
Nutzung: Vaterunserschläge im Gottesdienst
Glocke 2 (Moltke- und Friedensglocke)
Ton: e'
Gießer: Hadank & Sohn, Hoyerswerda
Gussjahr: 1871
Durchmesser: 1140mm
Gewicht: ca. 920kg
Rippe: Untermollsext-Rippe
Glocke 3 (Johannesglocke)
Ton: g'
Gießer: Meister Arnold Schelle
Gussjahr: 1442
Durchmesser: 1123mm
Gewicht: ca. 830kg
Glocke 4 (Wortglocke)
Ton: a'
Gießer: Gebr. Rincker, Sinn
Gussjahr: 1969
Durchmesser: 941mm
Gewicht: ca. 500kg
→ Glockenläuteanlage:
Vier VOCO-Omega Läutemaschinen, ausgestattet mit der VOCO-digitron2-Steuerung von der Firma HEW/Herford (Herforder-Elektromotoren-Werke).
Ein herzliches Dankeschön geht an Pfarrer Ruffer für den freundlichen Empfang, die ausführliche Führung durch das gesamte Kirchengebäude und die spannenden Erzählungen. Ebenfalls ein Dankeschön an Fabian für die schönen Tage in Minden!
Fotos & Videos: Fabian Golec (Kirche/Außen & Innen, Gesamtfotos der Glocken), Osnabrücker Glocken
Informationen: Pfarrer Ruffer, Festschrift St.Martini, Wikipedia, Fabian Golec, Osnabrücker Glocken
→ Kirchengemeinde:
https://martinigemeinde.de/start.html
https://martinigemeinde.de/kirche-st-...
https://www.kkminden.de/kirchengemein...
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Mar...)
Anschrift: Martinikirchhof 4, 32423 Minden
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