Johanneskirche Neunkirchen mit Glockenläuten
Автор: DerBeichtstuhl
Загружено: 2025-06-11
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Johanneskirche Neunkirchen
Ein Text von Hartmut Wagner vom November 2011
Bei der Neunkirchener Dorfkirche sind wir, was ihre Geschichte angeht, hauptsächlich auf Mutmaßungen angewiesen, die verschiedene an Geschichte interessierte Pfarrer und Heimatforscher im 19. und 20. Jahrhundert zusammengetragen haben.
Aus dem Ortsnamen Neunkirchen wird deutlich, daß die jetzige Kirche die „neue“ Kirche ist und man den Ort einfach „Dorf bei der neuen Kirchen“, kurz gesagt Neuenkirchen bzw. Neunkirchen nannte. Wo die alte Kirche stand ist nicht ganz klar. Es gibt zwei Vermutungen: entweder am Ortsausgang Richtung Schuppach oder im Tal bei Schuppach selbst, worauf dort ein alter Gewanname hinweisen könnte.
Ältester Teil der im 19. und 20. Jahrhundert vielfach renovierten Kirche ist vermutlich die Westwand, die dicker ist als die übrigen Wände. Die übrigen Wände sind im 19. und 20. Jahrhundert neu gemauert worden, weil sie auf der kleinen Anhöhe, auf der die Kirche steht, bergab gewandert sind. Erst seit das Kirchenschiff von großen Stahlträgern auf dem Dachboden zusammengehalten wird, ist Schluß mit dem Wandern. Wann genau die neue Kirche erbaut wurde, wissen wir nicht. Die Vermutungen gehen vom 12. bis ins 14. Jahrhundert. Bauhistorische Untersuchungen gibt es nicht und wir haben auch keine historischen Quellen, aus denen wir etwas vom Neubau einer Kirche in Neunkirchen erfahren. Es ist noch nicht einmal ganz klar, welcher Herrschaft das Gebiet um Neunkirchen im vermuteten Erbauungszeitraum der Kirche gehörte.
Klar ist aber, daß die Neunkirchener Kirche immer eine Filialkirche war. Neunkirchen hatte nie einen eigenen Pfarrer, sondern wurde immer von anderswo versorgt. Seit Neunkirchen zum Gebiet der Reichsstadt Hall gehörte, wurde Neunkirchen von den Michelfelder Pfarrern versorgt, genauso wie Bubenorbis. Als Bubenorbis in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine eigene Pfarrstelle bekam, kam Neunkirchen zu Bubenorbis, weil die Pfarrstelle in Bubenorbis sonst zu klein gewesen wäre. Da die Neunkirchener aber um 1900 herum das große neugebaute Bubenorbiser Pfarrhaus nicht mitbezahlen mochten, kamen sie zur Pfarrstelle Gnadental.
Das klarste Zeugnis von der Zeit der Erbauung der Johanneskirche gibt das Fresko, das man ins 13. bzw. 14. Jahrhundert datiert. Es wurde bei einer Wandrenovierung von der alten Wand abgenommen und dann in einem Rahmen auf die neue Wand drauf gesetzt, wahrscheinlich an der Stelle, an der es vorher war. Das Fresko zeigt die Apostel Johannes und Jakobus. Jakobus ist der mit der Muschel – heute Zeichen für die Jakobspilgerwege, weil die Legende besagt, daß der Apostel Jakobus in Santiago de Compostela gestorben und begraben sei.
Die Kirche hat etwa 110 Sitzplätze im Schiff und auf der Empore, wenn man zusammenrückt und zusätzlich Stühle stellt maximal 140 Plätze. Das einmanualige Orgelpositiv mit sechs Registern ist von der Firma Walcker. Es ist ein typisches Beispiel für die Serienproduktion von kleinen Orgeln in den 50er und 60er-Jahren. Bisher tut sie treu ihren Dienst, ein Gutachten hat aber gezeigt, daß sie sich dem Lebensende einer Orgel ihrer Art nähert und eine Generalsanierung nicht mehr sinnvoll ist.
Das Kruzifix im Altarraum ist spätgotisch.
Im Glockenturm hängen zwei Glocken in den Tönen c“ und dis“.
Musikalischer Beitrag:
Toccata per Elevazione von G. Frescobaldi gespielt von Brigitte Varga auf der von Tzschöckel 1980 umgebauten Orgel in der evangelischen Matthäuskirche Sontheim (Heilbronn). Herzlichen Dank für den Beitrag.
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