15.–16.02.2026: Eingeschneit im Eulennest
Автор: EGE – Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.
Загружено: 2026-02-16
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Die hellen Stunden dieses kalten Februartages verbringt Isolde auf ihrem Nest – so, wie es sich für eine brütende Uhu-Mutter gehört. In der frühen Brutphase verlässt das Weibchen das Gelege nur sehr kurzzeitig. Die konstante Temperatur ist jetzt entscheidend, und die wird allein durch ihren Körper gewährleistet.
Am späten Nachmittag setzt Schneefall ein. Durch die dichten Flocken erkennen wir, dass sich auch die beiden Partner der brütenden Weibchen weiter oben in der Burg eingefunden haben. Tristan behält den Ganter genau im Auge – und umgekehrt vermutlich ebenso. Revier und Nachbarschaft bleiben also auch im Winter ein sensibles Thema. Schließlich flattert das Uhumännchen davon, um sich einen geschützten Platz zu suchen.
Im folgenden Zeitraffer sehen wir, wie Isolde buchstäblich einschneit (2:05). Flocke um Flocke legt sich auf ihr Gefieder. Doch das dichte Federkleid eines Uhus isoliert hervorragend. Selbst wenn Schnee auf dem Rücken liegen bleibt, bleibt die Körperwärme darunter konstant. Die warme Brustpartie schützt das Ei zuverlässig vor den kalten Flocken.
Um kurz nach neun schüttelt Isolde die weiße Decke ab und frisst ein wenig vom Schnee – möglicherweise, um ihren Flüssigkeitshaushalt zu ergänzen. Das Ei unter ihr wirkt trocken und sauber. Ein gutes Zeichen. Später, um kurz vor eins, unternimmt Isolde einen kleinen Ausflug (5:00). Sie kehrt jedoch nur wenige Minuten später zurück, um ihren kommenden Nachwuchs wieder zu wärmen. Etwa eine Stunde darauf wird auch für die passende Energieversorgung gesorgt: Tristan serviert eine große Ratte direkt ins Nest (7:00).
Doch die Nähe der Beute zum Gelege scheint Isolde nicht zu gefallen. Sie trägt den Snack hinüber zur gegenüberliegenden Seite und gönnt sich dort einige Happen (11:30), während Tristan von oben wacht. Ordnung am Nistplatz hat offenbar Priorität. Morgens um kurz vor vier bringt Tristan den toten Nager erneut an den Nistplatz zurück (13:30). Und wieder entscheidet sich Isolde, die Beute fortzutragen. Das Gelege bleibt frei von Essensresten – ein Verhalten, das vermutlich auch der Hygiene und der Vermeidung unerwünschter Aufmerksamkeit dient.
Am Morgen scheint sie zu überlegen, ob sie sich noch einmal eine Pause gönnt. Doch sie wartet, bis der Schnee größtenteils getaut ist (16:00). Erst dann startet sie zu einem kurzen Ausflug. Kurz nach sieben verlässt auch die Nachbarin ihr Nest, bleibt jedoch ebenfalls nicht lange fort. Vielleicht ist es der Ganter oben auf der Mauer oder ein anderes, für uns nicht erkennbares Signal, das Isolde sichtbar nervös macht. Ganz genau können wir es nicht sagen. Fest steht: Noch vor der Dämmerung hat sie sich wieder beruhigt und setzt das Brüten ihres Geleges fort.
Eine stille Winternacht in der Ruine. Schnee auf den Federn, Wärme unter dem Gefieder – und unter Isolde wächst, gut geschützt, neues Leben heran.
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Musik:
"Crystalline Flow_Outro" und "A Light Sketch of Paris_Outro" von Grand_Project, lizensiert unter der Pixabay License
"Beautiful Piano Logo" von Ivan_Luzan, lizensiert unter der Pixabay License
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