Neukirch/Lausitz (BZ): Die Glocken der ev. luth. Barockkirche (TURMAUFNAHME)
Автор: Sachsens Glocken
Загружено: 2025-11-02
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In diesem Video bekommt ihr einen Einblick in das Geläut der evangelisch-lutherischen Barockkirche zu Neukirch in der Lausitz.
Die Barockkirche ist eine barocke Saalkirche, welche sich mitten im Ort befindet und durch den 50 Meter hohen Turm weit zu sehen ist. Die Kirche bekam 1723 ihre heutige Gestalt und ab 1749 besaß sie dann auch ihren Kirchturm. Durch den prachtvoll verzierten Haupteingang an der Turmseite gelangt man in das Kirchenschiff.
In der Kirche fällt einem zuerst der barocke Altar auf. Er ist schmuckvoll mit vielen Goldelementen, Mustern und Köpfen verziert. An den Seitenflügeln befinden sich dazu noch zwei größere Epitaphien mit Wappen. Auf der linken Seite ist das Abbild vom Mitwirker Gottlieb Erasmus Karl Freiherrn von Huldenburg († 1812) mit der ausdrucksvollen Gipsbüste eines jugendlichen Mannes.
Die mechanische Orgel stammt vom Erbauer Eule aus Bautzen und wurde im Jahre 1873 eingebaut. Sie läuft auf zwei Manualen mit 31 Registern und einem Pedal. In den Jahren 1942 und 2017 wurde die Orgel mehrmals erweitert, überholt und mit elektropneumatischer Traktur ausgestattet.
Steigt man nun über das Treppenhaus am Eingang auf den Turm hinauf, so fallen einem beim Aufstieg zuerst einmal die vielen Armaturenteile auf. An der Seite befinden sich alte Kettenmotoren, Läuteräder und Schaltkästen. Auf der anderen Seite hat man dazu noch alte Steinuhrengewichte der Turmuhr und Zeiger, sowie Schlaghämmer.
Die Turmuhr wurde vom Erbauer Zachariä aus Leipzig gebaut und in den folgenden Jahren restaurier und umgebaut. Viele Teile mussten durch den damaligen Blitzeinschlag ausgetauscht werden. Sie besitzt ein Stundenschlagwerk und ein Gehwerk. Der Stundenschlag fällt auf die größte der vier Glocken.
Die Geschichte der Glocken ist recht spannend:
Im Jahr 1874 wurden für den Turm drei Bronzeglocken vom Glockengießer Theodor Werner bei der Glockengießerei Friedrich Gruhl in Kleinwelka gegossen. Sie erklangen in einem D-Dur-Dreiklang mit den Schlagtönen d'-fis'-a'. Im Laufe des Ersten Weltkrieges wurden alle drei Glocken vom Turm genommen und eingeschmolzen.
Später im Jahr 1921 goss Bruno Pietzel in Dresden dann zwei Bronzeglocken in den Schlagtönen d' und fis'. Diese zwei Glocken läuteten bis 1942 um im Zweiten Weltkrieg dann abermals eingeschmolzen zu werden.
Die Eisenhartgussglockengießerei Schilling und Lattermann in Apolda/Morgenröthe-Rautenkranz goss 1948 ein drittes Geläut in den Schlagtönen des'-f'-as'-b'. Durch Turmschäden wurden diese 2014 letztendlich vom neuen Geläut ersetzt.
Das neue Bronzegeläut erklingt von der Gießerei Bachert aus Karlsruhe in einem neuen Holzglockenstuhl mit geraden Holzjochen und Kettenmotoren.
Zu meinem Höreindruck:
Die Glocken klingen sehr kräftig und fröhlich. Das Motiv ist das Salve Regina und die heutige Disposition lautet es'-g'-b'-c". Insgesamt ist es ein sehr schönes Geläut was sich in der Oberlausitz auf jeden Fall unter eines der klangkräftigsten und schönsten Dorfkirchengeläute einordnen lässt.
Hier nun die Daten zu den vier neuen Glocken:
Glocke 4
Name: Taufglocke
Material: Bronze
Schlagton: c"
Gewicht: 372 kg
Durchmesser: 734 mm
Gießer: Albert Bachert
Gussort: Karlsruhe
Gussjahr: 2014
Inschriften:
Hals:
ALLES WAS ODEM HAT LOBE DEN HERRN
Zier: Relief mit spielenden Kindern und kleinen Häschen am Schlagring,
Efeuranken an den Kronenzähnen,
Gusswappen von Bachert auf der Rückseite
Glocke 3
Name: Tagesglocke
Material: Bronze
Schlagton: b'
Gewicht: 507 kg
Durchmesser: 920 mm
Gießer: Albert Bachert
Gussort: Karlsruhe
Gussjahr: 2014
Inschriften:
Hals:
KOMM LASSET UNS ANBETEN
Zier: Relief von einem Baum mit betenden Bauern und einem Engel,
Efeuranken an den Kronenzähnen,
Gusswappen von Bachert auf der Rückseite
Glocke 2
Name: Versöhnungs- und Abendmahlsglocke
Material: Bronze
Schlagton: g'
Gewicht: 918 kg
Durchmesser: 1094 mm
Gießer: Albert Bachert
Gussort: Karlsruhe
Gussjahr: 2014
Inschriften:
Hals:
LASSET EUCH VERSÖHNEN MIT GOTT
Zier: Relief mit zwei versöhnenden Brüdern,
Efeuranken an den Kronenzähnen,
Gusswappen von Bachert auf der Rückseite
Glocke 1
Name: Ewigkeitsglocke
Material: Bronze
Schlagton: es'
Gewicht: 1441 kg
Durchmesser: 1325 mm
Gießer: Albert Bachert
Gussort: Karlsruhe
Gussjahr: 2014
Inschriften:
Hals:
O LAND LAND LAND HÖRE DES HERRN WORT
Zier: Relief von Kirche, Pfarrhaus, Valtenberg und Baumkranz,
Efeuranken an den Kronenzähnen und Frauenskulptur,
Gusswappen von Bachert auf der Rückseite
0:00 Uhrschlag
0:33 Außenaufnahme Geläut
4:00 Die alten Glocken
5:18 Bilder innen mit Orgelspiel
8:15 Die Turmuhr
9:28 Glocke 4
12:00 Glocke 3
14:38 Glocke 2
17:30 Glocke 1
20:35 Vollgeläut
22:50 weitere Bilder
25:35 Fortsetzung
26:50 Ausläuten
28:02 Abschlussspiel
Ich bedanke mich nachträglich noch einmal bei Pfarrerin Stephanie Klumpp und Herrn Christoph Krause für die einfache Ermöglichung der Aufnahme.
Die Aufnahmen entstanden Am Mittwoch, dem 15. Oktober 2025 um 14 Uhr zu einem Sondergeläut.
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