Heut' abend vom 01.04.1982 mit Maria Schell zu Gast bei Joachim Fuchsberger
Автор: zurückgespult
Загружено: 2025-11-21
Просмотров: 209
Описание:
Maria Schell, geboren am 15. Januar 1926 in Wien als Maria Margarete Anna Schell, war eine der international bedeutendsten deutschsprachigen Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Kindheit verbrachte sie in einer kulturell geprägten Familie: Die Mutter war Schriftstellerin, der Vater Schweizer Dichter und Regisseur. Maria wuchs zusammen mit ihren Geschwistern Max, Immy und später Carl Ludwig Schell auf – eine Familie, aus der mehrere Künstler hervorgehen sollten. Während der 1930er-Jahre zog die Familie nach Zürich, wo Maria eine kaufmännische Ausbildung absolvierte, bevor sie durch Zufall zur Schauspielerei fand.
Ihr filmisches Debüt gab sie 1942 in der Schweiz. Bereits Mitte der 1940er-Jahre wurde sie zu einer der meistbeachteten Nachwuchsdarstellerinnen im deutschsprachigen Raum. Der große Durchbruch gelang ihr 1948 mit „Der Engel mit der Posaune“. Mit ihrer Mischung aus Unschuld und emotionaler Tiefe prägte sie ein neues Frauenbild im Film: verletzlich, aber kraftvoll; fein, aber voller innerer Stärke. Schnell erhielt sie den Spitznamen „die Seele auf zwei Beinen“ – ein Hinweis auf ihre intensive, oft zutiefst menschliche Darstellungskraft.
International bekannt wurde Schell in den 1950er-Jahren. 1954 gewann sie bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis als beste Schauspielerin für ihre Rolle in „Die letzte Brücke“, einem Antikriegsfilm von Helmut Käutner. Dieser Erfolg öffnete ihr Türen nach Frankreich, Italien und später nach Hollywood. Dort spielte sie unter anderem an der Seite von Yul Brynner, Glenn Ford und Lee Marvin. Besonders eindrucksvoll war ihr Auftritt in der Verfilmung von Dostojewskis „Der Idiot“ sowie im Kinoerfolg „Gervaise“ (1956), der ihr weltweite Anerkennung einbrachte und mit dem sie endgültig in die Elite des europäischen Kinos aufstieg.
Maria Schell verkörperte meist Frauen im inneren Konflikt – sensibel, suchend und zutiefst menschlich. Ihre Vollkommenheit im Ausdruck, ihre große Emotionalität und ihre Fähigkeit, Rollen regelrecht zu durchleben, machten sie zu einer Ikone des Nachkriegskinos. Im Laufe ihrer Karriere erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter mehrfach den Bambi, den Deutschen Filmpreis und internationale Kritikerpreise.
Doch die strahlende Karriere hatte Schattenseiten. Schell kämpfte Zeit ihres Lebens mit Unsicherheiten, gesundheitlichen Problemen und später mit schweren Depressionen. Die hohen Erwartungen des internationalen Filmgeschäfts und ihre Perfektionsansprüche forderten einen hohen persönlichen Tribut. In den 1960er- und 1970er-Jahren ließ ihre Präsenz im Kino nach, und sie wandte sich zunehmend dem Fernsehen und dem Theater zu. Dort überzeugte sie weiterhin, etwa in „Der Fußgänger“, „Der Seelenarzt“ oder zahlreichen Literaturverfilmungen.
Auch als Schriftstellerin trat sie hervor. Ihre autobiografischen Bücher, darunter „Das Herz hat seine Gründe“, offenbaren eine Künstlerin von großer Sensibilität und innerer Zerrissenheit. Maria Schell lebte wechselweise in Deutschland, Frankreich und schließlich zurückgezogen in Österreich. Ihre Beziehung zur Familie, insbesondere zu Bruder Max Schell, war von tiefer Zuneigung geprägt – er widmete ihr später die berührende Dokumentation „Meine Schwester Maria“, die ihren Lebensweg und ihren inneren Kampf eindrucksvoll zeichnet.
In ihren letzten Lebensjahren zog sich Schell zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück. Finanzielle Schwierigkeiten, Krankheit und die Last einer intensiven Vergangenheit führten zu einem stillen, aber bewegenden Lebensabend. Am 26. April 2005 starb sie im Alter von 79 Jahren auf ihrem Hof in Österreich.
Maria Schell hinterließ ein beeindruckendes Werk: über 60 Filme, zahlreiche Theater- und Fernsehrollen und ein Bild von Schauspielkunst, das auf Wahrhaftigkeit und Gefühl basiert. Sie bleibt eine der größten Filmschauspielerinnen ihrer Zeit – eine Frau von außergewöhnlicher Ausdruckskraft, die das Publikum mit ihrem offenen, warmen und zugleich verletzlichen Spiel berührte. Als Pionierin des europäischen Nachkriegskinos steht sie bis heute für Echtheit, Leidenschaft und die Kunst, mit jedem Blick Geschichten zu erzählen.
Повторяем попытку...
Доступные форматы для скачивания:
Скачать видео
-
Информация по загрузке: