Deutsch die Uhr! Deutsch der Klang! Werbeplatte & Rundfunkwerbung der Kienzle Uhrenfabriken, 1933
Автор: ORAG - Königsberger Rundfunk
Загружено: 2019-08-02
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Hier nun zur Abwechslung eine recht seltene Werbeplatte aus dem Jahre 1933. Bereits kurz nach dem Tag von Potsdam am 21. März ´33 brachten die Kienzle Uhrenfabriken drei neue Gongschläge auf den Markt, welche das Uhrengeschäft vollkommen neu aufstellen sollten. Statt der üblichen "ding-dong" bzw. "bimb-bam"-Schläge und dem oft verwendeten Westminster-Schlag zur halben Stunde entwickelte Kienzle nun drei Gongs, die sich an der deutschen Kultur orientierten. Zum einen den Potsdamer Gong - dem Glockenspiel "Üb immer Treu und Redlichkeit" der Garnisonkirche zu Potsdam nachempfunden, zum Anderen den "Deutschen Gong" bzw. den "V-Gong". Der "Deutsche Gong" spielte die Anfangstakte des H.W.-Liedes, der "V-Gong" die letzten Takte von "V0lk ans Gew3hr". Beworben wurden zunächst der Deutsche Gong sowie der Potsdamer Gong.
Von allen drei Optionen verkaufte sich der "Potsdamer Gong" mit seiner historischen, urpreußischen Melodie mit Abstand am besten, und trotz einer Produktion von über 300 Uhren am Tag hatte Kienzle zu Weihnachten 1933 - entgegen den eigenen Prophezeihungen - Lieferschwierigkeiten.
Nach dem Krieg fielen diese Uhren fast immer einer Entnazifizierung zum Opfer. In den westlichen Besatzungszonen war zwar der Potsdamer Gong nicht verboten, wurde aber trotzdem oft entfernt - in der SBZ bzw. DDR, in deren einstmals preußischen Gebieten sich die Uhr mit Abstand am Besten verkaufte, wurde auch der Potsdamer Gong als Relikt des "preußischen Militarismus" angesehen, und aus den Uhren verbannt - so dass sich nur einige wenige Exemplare mit diesem schönen Gong erhielten. In den Gebieten östlich von Oder und Neiße fielen diese Uhren vollständig den Säuberungen zum Opfer.
Ich habe das Glück, eine solche Uhr mitsamt Händlerschild aus meiner Heimatstadt zu besitzen - jeder Besucher merkt erstaunt auf, wenn der klanglich vollendete Potsdamer Gong erklingt.
Wenn im nächsten Jahr einer der wenigen sinnvollen Neubauten der BRD - der Wiederaufbau der Garnisonkirche, welche von den Kommunisten gesprengt wurde, abgeschlossen ist, so wird auch endlich das wunderbare Glockenspiel wieder von seinem ursprünglichen Platz aus hörbar sein. Ein wichtiges Stück deutscher Geschichte erhebt sich aus den Trümmern - und trotzt allen Protestanten und Kulturfeinden....Wenn es doch nur immer so wäre.
Doch zurück zur Platte:
Auf der Vorderseite dieser Werbeplatte, die 1933 an Radiosender und Uhrmacher verschickt wurde, hören wir eine Werbeansprache an die deutschen Uhrenhändler. Rückseitig sind die drei Rundfunkdurchsprüche aufgezeichnet, welche zwischen April und Weihnachten 1933 etliche Male im Reichsrundfunk auf allen Sendern gesendet wurden - unterbrochen durch eigene Einlaufrillen. Im Video hört man das Umschalten auf den nächsten Werbespruch anhand eines Klackens.
Viel Spaß beim hören - und seht bei der nächsten Wand - oder Kaminuhr von Kienzle ruhig einmal etwas genauer hin - es könnte sich lohnen! ;)
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