Lutherstadt Eisleben (D-ST) - Annenkirche - Glocke (Außenaufnahme)
Автор: JRorgel
Загружено: 2025-11-21
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Die Lutherstadt Eisleben entwickelte sich im Mittelalter als bedeutendes Zentrum des Kupferbergbaus in der Region Mansfelder Land. Sie ist vor allem als Geburts- und Sterbeort Martin Luthers bekannt, dessen Wirken die Stadt seit dem 16. Jahrhundert prägt. Heute bewahrt Eisleben dieses Erbe mit zahlreichen historischen Stätten und gehört zum UNESCO-Welterbe „Luthergedenkstätten“.
Die Eisleber Annenkirche hat unter den Sakralbauten der Lutherstadt eine besondere Stellung, ging von ihr doch ab 1518 die Reformation unter Caspar Güttel aus. Deie Annenkirche wurde somit das erste protestantische Gotteshaus im Mansfelder Land. Sie wurde 1513 durch Graf Albrecht IV. als Kirche für die florierende Neustadt von Eisleben gegründet. In der Neustadt siedelten sich - durch die Blüte des Bergbaus bedingt - hauptsächlich Bergleute an, sodass die Kirche auch den Namen Bergmannskirche trägt. Mit dem Kirchbau ab 1513 wurde auch ein Augustinereremitenstift gegründet und Konventsgebäude errichtet. Martin Luther besuchte 1515 und 1516 als Aufseher das Kloster. 1522/23 wurde der Klosterbetrieb aufgelöst, die Mönche verließen die Stadt. Die Kirche, von der nur der Ostchor und die Sakristei vollendet und 1516 durch Albrecht von Brandenburg geweiht wurden, blieb für fast 70 Jahre eine Baustelle. Erst ab 1585 wurden die Arbeiten wieder aufgenommen und 1608 beendet. 1846 - 1856 erfolgte eine Instandsetzung im historisierenden Stil. Nach schweren Erdstößen um 1893 sollte die Kirche 1895 gar gesperrt werden, es konnten aber Maßnahmen zur Behebung des Schadens ergriffen werden. Mit der Dachsanierung 2009 wurde die seit 1988 fortwährende Restaurierung der Kirche abgeschlossen.
Die Annenkirche ist eine einschiffige Saalkirche mit zweiachsigem, gotischen Ost- und polygonalem Westchor mit Strebepfeilern und Maßwerkfenstern. Der Turm befindet sich Nordosten am Chor, ihm gegenüber wurde eine zweigeschossige Sakristei mit Kreuzrippen- und Netzgewölbe errichtet, deren Obergeschoss als Fürstenloge dient. Die Kirche verbindet Elemente der Spät- und Nachgotik sowie der Renaissance. Bemerkenswert im Inneren sind die Netzgewölbe der Chöre sowie die Sandsteinbrüstung des Chorgestühls aus 29 Sandsteinreliefs. Diese "Steinbilderbibel" wurde 1585 von Hans Thon Uttendrup geschaffen und Szenen des alten Testaments, die Evangelisten und die Auferstehung Jesu. Der Marienaltar aus der Spätgotik um 1510 zählt zu den ursprünglichen Ausstattungsstücken der Kirche. Erwähnenswert ist ferner die 1608 vollendete Kassettendecke des Kirchenschiffs, die von Joachim Tempel gestiftet wurde. Die Bemalung wurde teilweise 1852 ergänzt und gruppiert sich um ein großes Mittelfeld mit der Darstellung der Dreifaltigkeit. Bemerkenswert ist auch die Orgel, die das wohl größte Instrument von Wilhelm Voigt (Eisleben) sein dürfte. Hinter dem neogotischen Gehäuse stehen 22 Register auf mechanischen Schleifladen. Die Orgel ist verändert erhalten und spielbar. Weitere Informationen zur Orgel hier: https://orgel-verzeichnis.de/lutherst...
Die erste dokumentierte Glocke der Annenkirche stammte aus der Gusshütte von Georg Beinroth (Eisleben) und wies einen Durchmesser von 86cm auf. Sie wies folgende Inschrift auf: IOH. III. UND WIE MOSES IN DER WÜSTEN EINE SCHLANGE ERHÖHET HAT, ALSO MUSS DES MENSCHEN SOHN ERHÖHET WERDEN, AUF DASS ALLE DIE AN IHN GLAUBEN NICHT VERLOREN WERDEN SONDERN DAS EWIGE LEBEN HABEN. M D LXXXV. GEORG BEINROTH GOS MICH. Neben der erhaltenen Dornstedter Glocke ist dies ein weiteres Werk des Eisleber Gießers. Jacob Ziegen schuf 1589 für den im Vorjahr vollendeten Kirchturm eine große Glocke, die nur mit der Inschrift "Verbvm domini manet in aeternvm MDLXXXIX goss mich Jacob Ziegen" versehen war. Eine dritte Glocke unbekannter Provenienz wurde 1687 am 20. März durch Jacob Wenzel (Magdeburg) umgegossen, worauf die Inschrift der Glocke (In Stürmen beym Feuer bin ich zersprungen durch Umgiessen wieder wohl gelungen durch Jacob Wenzel von Magdeburg im Jahr Christi 1687, den 20. Martii). Die große Glocke zersprang 1744 am 6. März und wurde 1746 auf Kosten der Kirche durch Johann Georg Ulrich (Laucha) umgegossen. 1889 wurde auch die mittlere Glocke durch Gebr. Ulrich (Laucha) neu gegossen. Nachdem im ersten Weltkrieg zwei Glocken abgegeben mussten, wurde die verbleibende Glocke von 1746 durch zwei neue Instrumente der Gießerei Franz Schilling (Apolda) ergänzt, die am 4. November 1928 geweiht wurden. Bereits 1942 mussten sie wiederum zu Rüstungszwecken abgegeben werden. Seither hängt die Glocke des Johann Georg Ulrich von 1746 alleine auf dem Turm der Annenkirche. Sie trägt eine Inschrift in römischen Kapitalis und erklingt mit dem Ton f'.
Video, Audio, Bild und Schnitt: JRorgel, 2025
Quelle der historischen Inschriften: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Mansfelder Seekreises. Bearbeitet von Prof. Dr. Hermann Grössler und Dr. Adolf Brinkmann (1895), S. 163ff.
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