Erster und Zweiter Marsch IR von Kalckstein No. 25 (1729-1759)
Автор: duxdemontis98
Загружено: 2022-05-08
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Erster u. Zweiter Marsch des Inf.-Regiments No. 25 von Kalckstein
(1. Marsch zw. 1740 u. 1745 entstanden, 2. Marsch um 1755)
Eine der Lehren des 30-jährigen Krieges: ohne stehendes Heer lässt sich eine schnelle Landesverteidigung nicht organisieren, die ad hoc auf wechselnde militärische Lagen reagieren kann. Aber dazu Truppen im größeren Umfang vorzuhalten, zu versorgen und zu besolden, ist ein damals wie heute extrem kostspieliges Experiment. Besonders für stets klamme Kleinststaaten, die es auf dem verbliebenden Reichsterritorium zuhauf gab. Das Reich allerdings kein nationaler Flächenstaat sondern eine Rechtsordnung mit den Instanzen: Kaiser, Kurfürsten, Ewiger Reichstag der Reichsstände (Regensburg) und Reichskammergericht (Wetzlar).
In Brandenburg-Preußen, das mit erheblichen Bevölkerungsverlusten aus diesen langjährigen Kriegswirren hervorging, leistete Kurfürst Friedrich Wilhelm (der "Große Kurfürst", 1620-1688) zum Aufbau einer Armee die Vorarbeit. Diese ersten Anfänge führte fort, nachdem Preußen unter Friedrich I. 1701 zum Königreich erhoben wurde, der 2. "König in Preußen", Friedrich Wilhelm I., der sogenannte "Soldatenkönig" und Vater vom "Alten Fritz". Dem Soldatenkönig (1688-1740) war es ausbedungen, vom preußischen Landadel, durch freiwillige Stellung von deren Söhne für Kriegstheater und Militärhandwerk, mit ins Boot "Landesdefension" zu nehmen. Preußische Adelige durften ihren Dienst fortan bei keiner ausländischen Macht mehr antreten. Als das nicht ausreichte, kam es zu indirekter Dienstverpflichtung. Der Adel musste den benötigten tauglichen Teil seiner Söhne in die vom Soldatenkönig errichtete Preußische Kadettenanstalt schicken, wo sie die Offizierslaufbahn von der Pieke auf erlernten. Offizierspatente dagegen konnten gegen Geld vom einheimischen Adel, so wie früher noch möglich, nicht länger erworben werden; von Nichtpreußen in preußischen Diensten dagegen schon. Es verwoben sich weitere Interessen des Königs mit seinem sich zunehmend hin zu einer Militäraristokratie entwickelnden Adel. Zum Bespiel wurden die Regimentchefs jetzt vom König ernannt. Dafür mussten diese Adeligen nun nicht mehr für Rekrutierung, Ausrüstung und Bewaffnung, Unterkunft und Verpflegung aufkommen. Am Ende (1740) gab Preußen 85 % seines jährlichen Staatsetats fürs Militär aus. Mit einem katonalen Kreisrekrutierungssystem sorgte man ab 1733 organisatorisch für den notwendigen Soldaten-Ersatz. Denn kam es in einem der drei ab 1740 geführten Kriege zum Aufeinandertreffen von Linieninfanterie, so waren die Verlustzahlen hoch und somit der Ersatzbedarf außerordentlich.
Auch Inf.-Regt. von Kalckstein, das seit 1729 in der südlichen Friedrichstadt von Berlin garnisonierte und seinen Ersatz aus den Kreisen Lebus und Sternberg in der Neumark rekrutierte, verlor etwa in der Schlacht von Mollwitz (10.4.1741) 125 Mann an Offizieren und Mannschaften in wenigen Minuten Schlachtgetümmel beim 1. Bataillon. Am 30.9.1745 kämpfte es in der Schlacht von Soor in einem Nebengefecht bei Burkersdorf verbissen und hatte daraufhin 275 Mann an Ausfällen. Müßig ahnlich verlustreiche weitere Beispiele aufzuzählen.
Gottlob lehrt der Blick in die Kriegsgeschichte der Völker, dass die Zeiträume des schrecklichen aktiven Kriegsgeschehens zusammengenommen (und mögen einzelne Kriege auch noch so lange dauern) ungefähr in einem Verhältnis von 1:9 zugunsten der Friedenszeiten dazwischen ausschlagen. Zum Beispiel die fürchterlichen beiden Weltkriege. Auf ca. 10 Jahre Gesamtkriegszeit (für Deutschland) kamen immerhin 90 Friedensjahre. Diese Verhältniszahl soll weder Opfer verhöhnen noch vermeintliche Kriegserfolge beschönigen und beides miteinander relativieren. Jeder Krieg ist ein Krieg zuviel und wäre besser im Wege unablässiger Diplomatie erst gar nicht ausgebrochen. Die Verhältniszahl besagt aber auch, dass Friedensjahre Jahre des Exerzierens und der Ausbildung sind, in der Abwechselung und Rückzug und Entspannung vom teils sehr strapaziösen Militäralltag nicht zu kurz kommen durften. Das war früher so und ist (natürlich mit veränderten Vorzeichen) heute nicht anders. In einer Zeit, wo Entspannung durch Zuhören von sich darbietenden Musizierenden zu finden, ein eher seltenes Ereignis war, richteten sich das Offizierskorps eines Regimentes (und allen voran der Regimentschef) das "Militär-Orchester" selber ein. 6 bis höchstens 8 Musiker spielten mehrstimmig auf ihren Oboen, Flöten und Fagotten, später trat ein Trompeter mit "Halbmond" noch hinzu. Wir hören nun die beiden Ordonanz-Regimentsmärsche des Regiments in historischer Fassung.
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