Bauwagensiedlung in Duisburg
Автор: M. Molli
Загружено: 2015-08-02
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30.07.15
Kein Raum für alternatives Leben
Leben im Einklang mit der Natur: Das verwirklicht der Verein "Experimentelles Wohnen" seit über 20 Jahren auf einer Grünfläche in Duisburg-Homberg. Doch die Stadt Duisburg hat die Nutzungsvereinbarung gekündigt und will die jungen Leute dort weghaben. Die wehren sich.
Versteckt zwischen der Rheinpreußensiedlung und einem städtischen Abenteuerspielplatz liegt die Wagenburg des Vereins. Zwölf junge Leute leben hier in alten Bauwagen. Es gibt eine Gemeinschaftsküche, eine Dusche und eine Toilette. Alles ganz einfach, ohne Strom, ohne warmes Wasser. Eben im Einklang mit der Natur, so wollen sie leben, sagen sie. Die meisten von ihnen gehen einer geregelten Arbeit nach, einer als KFZ-Mechaniker, eine andere arbeitet als Krankenschwester, ein anderer wiederum verdient sein Geld mit Sambamusik. Einer lebt von Hartz IV.
Protest vor dem Bahnhof
"Ich bin hier als kleines Kind geboren, mein Vater lebte schon hier", erzählt Ian. Der junge Mann ist mit seiner Freundin und Kind wieder hierhergezogen. "Draußen fühle ich mich wohl, in einer Wohnung werde ich verrückt", sagt er. Ian genießt das Leben in der Natur, kann sich nichts anderes mehr vorstellen. Gegen die Räumungsklage wollen sie vorgehen und gleichzeitig die Bürger mehr über ihr Leben aufklären. So auch morgen ( 31.7.2015) bei einer Protestaktion vor dem Hauptbahnhof. Über 1500 Unterschriften haben sie schon gesammelt, um ihre Wagenburg zu erhalten.
Pachtvertrag gekündigt
Die Bauwagenleute zahlen eine Pacht pro Jahr und pro Bauwagen an die Stadt. Der Vertrag wurde gekündigt, bis Ende Juni durften die jungen Leute noch bleiben. Jetzt aber soll geräumt werden. "Die Klage ist raus", bestätigt Pressesprecherin Anja Kopka. Zuvor hatte die zuständige Bezirksvertretung beschlossen, den Mietvertrag zwischen Stadt und Verein zu kündigen.
Streit um Müll und Toiletten
Die Stadt argumentiert mit einer neuen Nutzung des Platzes. Der Abenteuerspielplatz nebenan benötige das Gelände, heißt es. Es gehe nicht um die alternative Wohnform, da habe die Stadt überhaupt nichts gegen, heißt es. Aber in letzter Zeit hätte es immer wieder Ärger gegeben. Mit den Nachbarn, wegen des Mülls und wegen fehlender Toiletten. Die Bauwagenleute sagen: Die Argumente sind vorgeschoben. Es gebe eine Toilette, die Notdurft werde getrennt und entsorgt. Der Müll sortiert. Und mit den Nachbarn verstehe man sich.
Rettung für die Bauwagen-Siedlung?
Die Unterschriftenliste der Befürworter enthält Namen von bekannten Duisburgern, u.a. Theo Steegmann, der früher als Betriebsrat für die Krupp-Hütte in Rheinhausen gekämpft hatte und später aktiv für die Abwahl von Adolf Sauerland nach der Loveparade-Katastrophe eintrat. Unterschrieben haben aber auch Bürger, die in der Rheinpreußensiedlung leben. Zudem haben die Bauwagenleute auch eine Petition beim Landtag NRW eingereicht. Vielleicht gibt es noch eine Rettung. Zum Beispiel, wenn die Stadt dem Verein doch noch ein alternatives Grundstück zur Verfügung stellt.
Quelle
http://www1.wdr.de/studio/duisburg/th...
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