Droht Zahnärzten die Altersarmut? Der Fall des Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB)
Автор: STEINHAGEN CONSULTING
Загружено: 2025-12-14
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Aktuelle Medienberichte lassen aufhorchen: Tausende Zahnärzte in Berlin bangen um ihre Rente. Es ist die Rede von Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe bis hin zu über einer Milliarde Euro. Doch wer glaubt, dies sei nur ein lokales Problem, irrt gewaltig. Der Skandal offenbart fundamentale Schwachstellen im System der berufsständischen Versorgung, die Millionen Freiberufler in Deutschland betreffen könnten.
● Wir berichteten bereits hier:
https://bdvev.info/versorgungswerk-sk...
Für viele Arbeitnehmer ist es eine unbekannte Parallelwelt: Die berufsständischen Versorgungswerke für Ärzte, Anwälte oder Architekten. Lange galten sie als Hort der Stabilität. Doch der aktuelle Fall des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin (VZB) zeigt, wie schnell dieser Traum platzen kann. Rentenbescheide werden vorläufig ausgesetzt, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Wie sicher sind die anderen rund 90 Versorgungswerke in Deutschland?
🔶 Der Zwang zur Rendite: Risiko statt Sicherheit Das Kernproblem ist systemischer Natur. Viele Versorgungswerke garantierten ihren Mitgliedern jahrelang einen „Rechnungszins“ von oft 4,0 %. In der langanhaltenden Nullzinsphase war dies mit sicheren Staatsanleihen nicht zu erwirtschaften. Die Verantwortlichen standen vor der Wahl: Den Zins senken (unpopulär) oder ins Risiko gehen.
Im Berliner Fall entschied man sich offenbar für das Risiko. Um die Renditen zu halten, wurde in spekulative Immobilienprojekte (Stichwort Signa-Gruppe) und Start-ups investiert. Diese Wetten platzten durch Zinswenden und Insolvenzen – die Mitglieder stehen vor den Trümmern ihrer Altersvorsorge.
🔶 Das Kontroll-Dilemma: Asymmetrie des Wissens Ein kritischer Punkt, den wir als Bund Deutschen Vermögensschutzes e.V. beleuchten, ist die Aufsicht. In den Gremien sitzen oft verdiente Berufsangehörige ohne tiefe Finanzexpertise. Sie stehen hochbezahlten Fondsmanagern gegenüber, die komplexe Produkte verkaufen. Warnsignale werden in der „Black-Box“ übersehen, bis Abschreibungen unvermeidbar sind.
🔶 Der Irrglaube der Staatshaftung Das Erschreckendste für Betroffene: Es haftet kein Staat. Es gibt keinen Rettungsschirm. Verluste tragen allein die Mitglieder durch massive Rentenkürzungen oder drastische Beitragserhöhungen. Rufe nach staatlichem Ausgleich sind verständlich, aber politisch kaum durchsetzbar.
🔶 Fazit: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist überlebenswichtig Der Berliner Skandal ist kein Betriebsunfall, sondern Symptom eines Systems unter Druck. Wir vom Bund Deutschen Vermögensschutzes e.V. raten allen Freiberuflern dringend:
● Hinterfragen Sie Berichte: Fordern Sie Transparenz über die genaue Zusammensetzung der Kapitalanlagen (Anleihen, Aktien, Immobilien, „Alternative Investments“).
● Prüfen Sie den Rechnungszins: Wie hoch sind die Garantieversprechen und wie werden diese aktuell erwirtschaftet?
● Vermeiden Sie Klumpenrisiken: Wer seine gesamte Altersvorsorge auf eine Säule stützt, macht sich erpressbar durch systemische Fehler.
● Wahre Sicherheit entsteht nicht durch blindes Vertrauen in Institutionen, sondern durch Wissen, Diversifikation und Eigenverantwortung.
🔶 Quellen zum Video:
● Bericht auf T-Online: https://www.t-online.de/finanzen/aktu...
▶ Über den Autor: Jens Steinhagen ist Gründer und Vorsitzender des Bund Deutschen Vermögensschutzes e.V. Er setzt sich für unabhängige finanzielle Aufklärung und den Schutz von Bürgervermögen vor systemischen Risiken ein.
▶ Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und politischen Meinungsbildung. Er stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten dar.
Eine Information von:
Bund Deutschen Vermögensschutzes e.V.
Kurfürstendamm 194, 10707 Berlin, Deutschland
E-Mail [email protected]
Webseite: https://bdvev.info
Eintragung im Vereinsregister:
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Registernummer: VR 42060 B
Vertreten durch den Vorstand:
Jens Steinhagen (Erster Vorsitzender)
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