Die Straße der Gegensätze (Bleigrau und/oder Goldgelb? Ludw. Pitz i. M.)
Автор: Wolfgang Lennartz Kultur News EUregio
Загружено: 2024-08-25
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Die Straße der Gegensätze.
Das Erdreich.
Die geolog. Karte unserer Region zeigt uns ein von verschiedenen Sorten Kalkstein aus dem Devon durchzogenes Gebiet, wobei die Orte zw. Walheim u. Gressenich etwa auf einer Linie liegen. Von N-Westen her kann man dessen wellenförmige Gestalt bis zum Nordrand der Eifel erkennen.
Die Römerstraße.
Die Tempelanlage von Varnenum war ebenso ein Höhenheiligtum ähnl. denen von Nettershm., Zingshm. u. Pesch oberhalb dem Zusammenfluß von Itterbach u. Inde. Als Symbol für Fruchtbarkeit, bzw. 'Erneuerung' galt vormals die Schlange wegen ihrer Häutungen (Äskulabstab). Wie bereits vermutet könnte es sich bei Varneno u. Sunuxsal evtl. um Tierheiler Fallsucht (Epilepsie?) gehandelt haben. Der Hund ist vielleicht ein Hinweis darauf. Der gefundene Türschlüssel u. die Eimerattache waren sicher keine hiesigen Produkte.
Fuhr man die dortige Straße weiter in Richtg. S-Ost, so gelangte man über Breinig zum Vicus B-Berg, wo die Römer einen massiven Erzabbau betrieben. Den Turm der Kornelim. Bergkirche könnte man insofern als wachsamen Vorposten zu diesem Distrikt betrachten. Das abgebaute Blei diente den Okupateuren wie gesagt zum Bau ihrer imperialen Städte etc. Der Name Schlangenberg, der an ein gefährliches Medusenhaupt erinnert, dürfte aber erst mit der Erkenntnis von der Toxizität dieses Stoffes entstanden sein, denn das Schlangen die karge Veilchenbotanik bewohnen ist kaum denkbar. Diese Pflanze, die auf solchen Böden nur in Symbiose mit einem Pilz über-lebensfähig ist, sollte eher als ein leuchtendes Warnsignal gelten. Ich kenne zwei Leute, die auf Grund einer 'unbek. Erkrankung' nicht mehr gehen konnten. Auf dem Hügel darüber liegt noch ein Werk der sog. Schwerindustrie, dessen Öfen u. Maschinen u. a. eine große Menge Energie fressen.
Durch das folgende Vichtbachtal kommt man nach Mausbach. Oberhalb dieses Ortes liegt ein Bereich, den man in der Tranchotkarte mit 'Galmei' vermerkte. Bei diesem Erz handelt es sich um einen Abkömmling von zunächst tiefer liegenden Zinkerzen (Schalenblende), welche durch sog. Hebung an die Erdoberfläche gelangt sind. Durch das dort verwitterte Material wurde ehemals Kupfer zu einem goldgelben Glanz 'gefärbt'.
Beim darunter liegenden Weihernest fand man röm. Grabstätten mit zahlreichen Gewandfibeln etc., deren Material u. somit Herkunft sicherlich sehr unterschiedl. ist. H. Willers schrieb die beiden Namurer Kasserollen zunächst Gressenich zu. 1907 korrigierte er jedoch, daß diese Bronzen aus Capua stammen müßten.
Ob also in dem Vicus Grasciniacum tatsächl. ein neuangesiedelter ubischer Metaller u. seine Nachfahren ab der 2. Hälfte des 2. Jh. n. Chr. Messinggefäße vom Typ Eggers 58 fabriziert haben, während in Varnenum ein ubischer Priester für Heilungen sorgte, ist bisher eine rein hypothetische Annahme bzw. Zuordnung. Von dort sollen die Gefäße über die Straße n. Juliacum und weiter über die Rur etc. bis nach Scandinavien gelangt sein, während man in Nijmwegen selbst und dort auch einen gewellten Gefäßtyp vorfand, den Andreas Rau 2017 einer mittl. od. unteren Donauproduktion zuschreibt. Und welcher Süd-Däne hätte ein Gefäß eines Ubiers gekauft? Diese plus Waffenbeigaben stammen dann wohl eher aus Aduatuca B.
Merkwürdig aber auch, daß in dem Ort bisher nie eine röm. Villa mit Garten, ein Tempel oder sonst etwas auf Reichtum hinweisendes wie z. B. eine kostbare Skulptur o. ä. gefunden wurde. Den einzigst 1756 bei dem Erdbeben ans Licht getretenen, bescheiden kleinen Jupiter Weihestein verschrie man hingegen als Teufelszeug und verbannte ihn ins hl. Kornelimünster.
Der Pilgerweg.
Hinter Gressenich gelangt man über Heistern vorbei am Schleicherpark II zu der Langerweher Bergkirche, deren Turm mit seinen eingemauerten Sonnenrädern etc. ebenfalls Gedanken an einen Wachturm aufkommen läßt. In Langerwehe stößt man dann hinter dem Töpfereimuseum auf die Skulptur des Jesusjüngers Jakobus, nach welchem der bekannte Pilgerpfad benannt wurde. Mit einem entsprechenden Tonhorn ausgerüstet zogen diese entweder über den gleichen Weg, oder über die Laufenburg Raststätte weiter in Richtung Kornelimünster. Ludwig der Fromme dürfte dann das folgende Landstück an das Inda-Kloster verschenkt haben, um einen reibungsloseren Ablauf dieser Reise zu gewähren. Damit wurde dem Pilger auf diesem Wegstück kurz vor dem nächsten Ziel u. a. die Innere Einkehr erleichtert.
Die neu angelegte Kornelimünster Abtei ist von verschiedenen Orten her schon weit sichtbar. An diesem Ort ist vor allem die „Stille“ angesagt. Ein guter Gegensatz zu unserer immer kleinteiligeren, allzu hektischen und sensationslüsternen Zeit. Und hier kann auch der Jakobspilger ein Unterkunftsquartier beziehen, um u. a. das Klosterleben etwas genauer kennen zu lernen. Für Pilger siehe die Angaben auf der Website der Benediktinerabtei Kornelimünster.
W. Lennartz Sept. 2024
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