Der Telekom Austria Selbstbedienungsladen.
Автор: SchwarzBlauForever
Загружено: 2011-08-29
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Die teilstaatliche Telekom Austria wurde offenbar über Jahre hinweg als Selbstbedienungsladen missbraucht - vom eigenen Management wie von der Politik. Was zu Beginn ein firmeninterner Wirtschaftskrimi schien, entpuppt sich nun als Politthriller in Starbesetzung:
HUBERT GORBACH
Mit Hubert und Grasser und Strasser sind es nun schon drei ehemalige Minister, aus Wolfgang Schüssels Wendeteam, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der frühere FPÖ/BZÖ-Politiker Gorbach war Vizekanzler und Infrastrukturminister; In einer seiner letzten Amtshandlungen änderte er die sog. Universaldienstverordnung (UDVO), ein Gesetz das Telekommunikationsdienstleistungen regelt. Die Veränderung bei 0800-Nummern wurde vom Verband alternativer Netzbetreiber (VAT) damals als „Anlassgesetzgebung zugunsten der Telekom Austria" kritisiert. (http://derstandard.at/1313025126792/)
Als er aus der Regierung ausschied, bedankte sich die TA mit nachträglichen Schmiergeldzahlungen in Höhe von 264.000 Euro (für eine Sekretärin...). Die Telekom soll außerdem noch weitere 600.000 Euro an Gorbachs neue Partei, das BZÖ, überwiesen haben. BZÖ-Obmann Bucher bestätigt Eingänge über 300.000 Euro und geht davon aus, dass sich Gorbach (das momentan unauffindbare) Geld alleine eingestreift hat. Gorbach wurde nach Bekanntwerden der Vorwürfe aus der Partei ausgeschlossen: • Hubert Gorbach aus BZÖ ausgeschlossen.
WILHELM MOLTERER
Willi hatte sich mit der Bitte um Sponsorengelder für seinen Heimatdorfverein (den FC Sierning) an die Telekom gewandt, woraufhin die Hobbymannschaft mit 60.000 Euro bedacht wurde. Daran sei nichts auszusetzen, meint ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch (2:02), dies sei ein ganz normales Vorgehen, wie es von Politikern immer wieder praktiziert würde. Weil Molterer als ehemaliger Finanzminister damals allerdings obererster Eigentümervertreter der Telekom war, sprechen andere in diesem Zusammenhang zumindest von einer schiefen Optik.
GERNOT SCHIESZLER
Gernot war bis zu seiner Entlassung 2009 im Management der Telekom tätig, für Finanzen und die Festnetzsparte zuständig. Er gilt als Dreh- und Angelpunkt der Aktienkursmanipulation von 2004 ( • Skandal in der Telekom. (ORF €CO vom 22.8.... ). Als Kronzeuge der Staatsanwaltschaft möchte er nun bei der Aufarbeitung fragwürdiger Vorgänge im Telekom-Umfeld mithelfen.
Schieszler hatte vorab versucht, sich mit seinem ehemaligen Arbeitgeber zu einigen: Er bot neben seiner Mitarbeit an der Aufklärung unternehmensschädigender Machenschaften auch eine Zahlung von 300.000 Euro an - die Telekom sollte im Gegenzug auf weitere Schadenersatzforderungen gegen ihn verzichten. Der TA schien der Vorschlag zu gefallen, sie arbeitete sogar ein schriftliches Abkommen aus, mit dem Schieszler dann aber nicht einverstanden war ("Knebelvertrag"). (http://oe1.orf.at/artikel/284864/ & http://kurier.at/wirtschaft/4147143.php)
HANNES AMETSREITER
Hannes arbeitet seit 1996 bei der Telekom, vor zwei Jahren folgte er Boris Nemsic als Generaldirektor des Konzerns nach. Vom 9-Millionen-Bonus, der nach einer rechtswidrigen Kursmanipulation an einhundert TA-Manager ausbezahlt wurde, hatte er 92.000 Euro erhalten. Er bestreitet jede Mitwisserschaft in der Affäre und plant, ausländische Korruptionsjäger ins Unternehmen zu holen. Seinen Bonus hat er kürzlich auf ein eigenes Treuhandkonto gelegt, auch seine Kollegen will er - notfalls per Klage - zur Rückzahlung bewegen.
PETER HOCHEGGER
Geklagt wird nicht nur in der Kursaffäre: Die Telekom hat sich der Strafverfolgung gegen den Lobbyisten Hochegger (es geht um Scheingeschäfte mit der Fa. Valora) angeschlossen, auch im Immobilienbereich gibt es eine Anzeige (http://diepresse.com/home/686108). Die TA kämpft damit um Schadenersatz in der Höhe von mindestens 18 Millionen Euro, die ihr durch mutmaßliche Korruption und Kursmanipulation entstanden waren.
Hochegger ist aber nicht nur wegen der Abwicklung von offensichtlichen Scheingeschäften ins Gerede gekommen, auch absurd hohe Honorare für absurd schlechte "Leistungen" sind in Erinnerung. So erdachte die Agentur Hochegger etwa PR-Konzepte für die „Kristallisationsfigur" Hubert Gorbach und den Ex-TA-Vorstand Gernot Schieszler. Für letzteres Konzept bezahlte die Telekom fast 465.000 Euro, obwohl es unbrauchbar war und nie umgesetzt werden konnte: http://news.orf.at/stories/2040906/20...
Alfons MENSDORFF-POUILLY
Alfons, VP-naher Mann fürs Grobe, ließ sich Überzeugungsarbeit bei der Neuvergabe des Blaulichtfunknetzes TETRON vergolden. In diesem Zusammenhang fallen auch die Namen Ernst Strasser und Harald Himmer (beide ÖVP). Neben der Telekom sollen Alcatel und Motorala bezahlt haben, zum Teil über eine Briefkastenfirma in Panama. Der überraschende Anbieterwechsel kostete die Republik damals 30 Millionen Euro.
Mehr zu Hochegger & Mensdorff-Pouilly in: Portrait zweier Lobbyisten.
• Peter Hochegger & Alfons Mensdorff-Pouilly...
[ 26.8. 2011 - ORF ZiB2 | tvthek.orf.at ]
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