Der Fall Klankermeier: Aufstieg und Fall eines Rotlichtkönigs
Автор: Onetz Podcast
Загружено: 2024-10-30
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Auszug aus dem Transcript:
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Du hast uns heute einen Fall mitgebracht. Das spielt in den Siebzigern. Achtzigerjahren. Damals ging es ziemlich wild und weiden zu. Sex and Crime ist heute unser Thema.
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Ja, wir widmen uns einem Fall, den sich auch ganz viele Hörer gewünscht haben. Sehnlichst gewünscht. Und jetzt realisieren wir das und wir tauchen wieder ein in die sündige Zeit der 70er Jahre. Vielleicht erinnert ihr euch ja noch an unsere erste Folge, wo wir uns Christa Mertes gewidmet haben und wir da auch so einen kleinen Einblick bekommen haben in die damalige Zeit, wo beschauliche Städtchen hier in unserer Region, ja wo es hier doch heiß herging, sage ich mal salopp formuliert Wir reisen zurück zum 22 August 1982.
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Sie schaut sich um und sieht menschliche Füße unter Birken Reisig hervorragen. Sie rufen die Polizei, und die Beamten entdecken verdeckt unter diesem Reisig eine stark verweste, mumifizierte Leiche. Und dieser Leichnam ist der Leichnam von Walter Klankermeier, Weidens Nachtclub-König, der die Stadt lange Zeit mit ziemlich skandalösen Bühnenshows berühmt und berüchtigt gemacht hat. Und das sogar bundesweit. Die Rolex, die mit Brillanten besetzt war und einen Wert von 30.000 Mark hatte, hing noch an seinem Handgelenk, als die Polizei die Spuren sicherte.
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Genau. Und zwar kann man sagen, dass Walter Klankermeier das klassische Bilderbuch Aufsteigerleben geführt hatte. Er ist 1940 in Augsburg geboren, hat da eine Lehre gemacht zum Metzger. 1967 ist er dann nach Weiden gekommen und hat den Bayerischen Hof gepachtet.
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Zuvor allerdings hat der Schwabe acht Jahre lang in Amerika gelebt. Er hat gesagt, dass er in Chicago ein Hotel aufgebaut hatte und hat sich eben in Amerika durchgeschlagen.
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Man kann sich kaum vorstellen, aber im Kino liefen Filme mit bezeichnenden Namen wie Django Nude und Graf Porno bläst zum Zapfenstreich. Also, da kann man sich schon ein gutes Bild machen, worum es ungefähr geht. Was auch bekannt sein dürfte, war auch die Reihe Schulmädchen-Report.
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Noch in bestimmten Kinos. Ja, genau. Ja und Klankermeier hat sich das zunutze gemacht. Er hat bei der Stadt Weiden beantragt, Kabarett-Aufführungen veranstalten zu dürfen, und hat in Annoncen in unserer Zeitung die lieben Freunde der Nacht eingeladen. Und zwar in die Fortuna Bar. Und hat geschrieben "Es bezaubert sie, die charmante Lady Anne mit ihrem Striptease".
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Ja, da ging es ganz schön zur Sache. Ja, alles, was man sich heutzutage noch so auf der Reeperbahn vorstellt oder irgendwelchen Gewerbegebieten in zwielichtigen Lokalen, ja, mitten in Bayern.
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26 Vorstellungen lang ist die Fortuna Bar rappelvoll mit Leuten. Dann aber zieht die Stadt Weiden den Stecker und entzieht Klankermeier, von heute auf morgen die Lizenz? Es war einfach zu krass. Der Schwabe gibt sich aber nicht zufrieden damit, sondern er klagt vor dem Verwaltungsgericht Regensburg und gewinnt. Unter Auflagen darf er wieder öffnen. Und die Auflagen heißen Kein Sex und keine Hundedame mehr.
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Klankermeier lässt sich da überhaupt nicht unterkriegen, sondern er schlägt auf seine eigene Art und Weise zurück. Wie du schon gesagt hast, weil einigen Leuten das Treiben hier in Weiden ein ganz schönes Dorn im Auge ist.
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Am Bahnhof wohnt nämlich Seilermeister Franz Hammer, damals 35 Jahre alt und CSU-Stadtteil-Vorsitzender. In seinen Memoiren, die 2013 erschienen sind unter dem Titel "Nur der Unglückliche ist glücklich" erinnert sich Hammer auch noch selbst an seine Anstrengungen, dem Nachtclub-König das Handwerk zu legen und hat da auch nicht zum Ersten Mal zu einem Detail geoutet, das er vorher immer geleugnet hatte.
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Und zwar hat Hammer in einem Protestschreiben appelliert, dass Weiden nicht zum erotischen Mittelpunkt der Nord-Oberpfalz werden dürfe. Die Darbietungen würden seinem Sittlichkeit empfinden widerstreben und müssten ein Ende haben. Hammer und sein CSU Parteifreund Oskar Rauch zetteln eine Unterschriftenaktion an und an einem September-Sonntag 1971, legen Sie Ihre Listen in allen Kirchen auf.
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Am Tag der Unterschriftensammlung besucht der Gastronom nämlich in Begleitung seiner 22-jährigen Tänzerin Uschi den Gottesdienst in Sankt Josef. Der neue Tag hat damals berichtet. Während der Predigt, in der der Geistliche auch zur Unterstützung der Protestaktion aufrief, stand der Barbesitzer auf, sah sich um und gab halblaut, doch vernehmbar sein Kommentar, bevor er aus der Kirche ging: "Wenn ich mich umsehe, glaube ich, bin ich in meinem Lokal."
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Und wenn man sich so ein bisschen umhört, haben auch noch so einige Weidener ganz besondere Geschichten über ihn zu erzählen. Die meisten berichten, dass er mit jedem per Du war ein ganz umgänglicher Typ war, der auch oft als seiner Zeit voraus angesehen worden ist. Wer in seine Bar wollte, musste an ihm vorbe...
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