Modellstraßenbahn – Spur H0 Gauge – Brüsseler PCC von Ferivan – fuhr auch in Hamburg und Kopenhagen
Автор: Olga Bandelowa
Загружено: 2025-11-06
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Der Paketbote hat wieder etwas gebracht. Sehen wir nach, was Schönes im Karton ist.
Es ist das 1:87-Modell eines vierachsigen PCC-Triebwagens vom Typ 7000 der Straßenbahn der belgischen Hauptstadt Brüssel.
Das H0-Modell kommt vom belgischen Kleinserienhersteller Ferivan, der sich auf Straßenbahnfahrzeuge der Benelux-Staaten spezialisiert hat.
Die weiße Pappschachtel macht einen wertigen Eindruck. Sie ist nur gefaltet und nicht geklammert.
Das Modell ist mittels mehrerer Schaumstoffteile in der Verpackung sicher fixiert. Speziell auf dieses Modell zugeschnitten sind sie aber nicht.
In Brüssel werden seit 1947 Straßenbahnen nach dem aus den USA stammenden PCC-Bauprinzip eingesetzt. Vom Typ 7000 fuhren insgesamt 81 Fahrzeuge.
Dann wollen wir uns das neue Modell jetzt mal etwas näher betrachten.
Oh, was ist da passiert. Der PCC hat sich beim Transport in seine Hauptteile zerlegt. Das müssen wir uns nun mal etwas genauer anschauen. Das Modell wird nur mittels kleiner doppelseitiger Klebeflächen zusammengehalten. Eigentlich sind auch bei Ferivan alle Modelle sicher verschraubt. Ob das hier so richtig ist, das werde ich mit dem Hersteller klären.
Meine Anfrage hat Jan Martens von Ferivan schnell beantwortet. Bei dem hier gezeigten PCC-Modell handelt es sich um ein Vorausexemplar. Die zum Verkauf kommenden Fahrzeuge werden alle wie gewohnt verschraubt sein.
Nehmen wir das Modell, das es für H0 und H0m geben wird, jetzt mal genau unter die Lupe. Beginnen wir mit dem Fahrwerk. Es entspricht dem Halling-Antriebskonzept. Der mittig platzierte Motor ist mit zwei recht kleinen Schwungmassen ausgerüstet, die dann auch nur wenig Wirkung zeigen. Zwei Kardanwellen übertragen die Kraft auf die vier Achsen der beiden Drehgestelle. Die Stromabnahme erfolgt über Schleifkontakte an allen acht Rädern. Der Einholmpantograf ist im Auslieferungszustand nicht angeschlossen. Wer mit Oberleitung fahren will, muss zum Lötkolben greifen.
Der sehr niedrig eingebaute Motor sichert einen freien Blick in den Fahrgastraum. Die tiefgezogenen Fenster sind passgenau eingebaut. Dem endgültigen Modell liegt ein Aufkleberbogen mit Linienfilmen bei.
Nur bei sehr starker Vergrößerung ist zu sehen, dass die Zierlinien und Nummern als Nassschiebebilder aufgebracht wurden.
Der Stromabnehmer ist mittels einer Schraube von innen auf dem Dach befestigt. Das Gewinde der Schraube ragt oben unschön aus dem Gehäuse, das ließe sich mit einem etwas kürzeren Exemplar bestimmt besser lösen.
Die Gehäuse der Brüsseler PCC-Modelle werden als Resingüsse von der Modellbauwerkstatt Andreas Heyden in Eckental gefertigt. Auch bei Vergrößerung und schräger Betrachtung sehen die Außenwände sehr glatt aus. Die Endfertigung findet dann bei Ferivan in Hoogstraten in Belgien statt. Das Modell gibt es mit und ohne Antrieb. Auch ein unlackierter Bausatz wird erhältlich sein.
Die belgische Hauptstadt Brüssel benötigte am Ende der 1940er-Jahre dringend Ersatz für die eingesetzten Straßenbahn-Zweiachser. In den USA fanden sich in Form der zehn Jahre zuvor entwickelten PCC-Wagen die passenden Nachfolger. PCC steht für Presidents’ Conference Committee, der Direktorenkonferenz der US-Verkehrsbetriebe. Bis 1956 bekam Brüssel 80 PCC-Triebwagen, die ab 7001 benummert wurden.
Den Typ 7000 gab es aber nicht nur in Brüssel. Hamburg kaufte 1951 einen baugleichen PCC-Triebwagen, der die Nummer 3060 erhielt. Er wurde auf der kurvenarmen Strecke zwischen Dehnhaide und Farmsen eingesetzt. Wegen des großen Drehzapfenabstands drohten auf anderen Linien mit entgegenkommenden Bahnen in Kurven stets Zusammenstöße. Wegen dieser und vielen anderen Unzulänglichkeiten wurde der PCC 1958 nach Kopenhagen abgegeben, wo er auch nur drei Wochen blieb und nach Brüssel verkauft wurde. Dort erhielt er die Nummer 7000. Heute fährt das Fahrzeug in Hamburger Farben im dänischen Straßenbahnmuseum Skjoldenæsholm.
Schauen wir uns kurz auch noch die Maßigkeit des Ferivan-Modells an. Der Vorbild-PCC ist 2 Meter 20 breit und 14 Meter 13 lang. Umgerechnet auf H0 sind das 25,3 Millimeter und 162,4 Millimeter.
Das 1:87-Modell kommt den idealen H0-Werten sehr nahe. Es ist 26 Millimeter breit und 162 Millimeter lang. Für die Höhe des Vorbilds konnte ich leider keine Angaben finden.
Kommen wir noch zu einem wichtigen Punkt: Was kostet der Spaß? Ferivan nennt folgende Preise. Das unmotorisierte Fertigmodell wird 365 Euro kosten. Für nur 30 Euro mehr bekommt der Modellstraßenbahner schon das motorisierte Fertigmodell. Da spricht also wenig für die antriebslose Version. Die Preise für die Bausätze, lackiert oder unlackiert, sind noch nicht bekannt.
Was noch auffiel: Das Modell verfügt über keine Kupplungen. Das Vorbild war aber meistens alleine im Einsatz. Und an der Frontscheibe vermisse ich einen Scheibenwischer. Der sollte unbedingt nachgerüstet werden.
Es gibt auch keine Beleuchtung und auch keine Digitalschnittstelle.
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