Donnerschlag - Anam Cara (Podcast)
Автор: metalchurch.ch
Загружено: 2026-01-31
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Anam Cara von Häm Schranz, Fokusteam Bandraum
Seit ich mich vor rund 10 Jahren in einem Fernstudium intensiv mit christlich-keltischer Spiritualität auseinandergesetzt habe, bewegt mich persönlich das Thema «Anam Cara». «Anam what?» denkst du sicher…
Das gälische Wort «Anam» heisst Seele und «Cara» ist das Wort für Freund. «Anam cara» ist also der keltische Begriff für «Seelenfreund» oder «Seelenverwandtschaft». Ursprünglich bezeichneten die irischen Mönche mit «Anam Cara» einen geistlichen Lehrer oder Begleiter, zu dem eine tiefe und persönliche Vertrauensbeziehung bestand.
John O'Donohue definiert: «Anam Cara» steht für eine Person, der man sich vollkommen anvertrauen kann, mit der man eine tiefe geistige, geistliche und emotionale Verbindung teilt, die über das Äußerliche hinausgeht. Es bedeutet, dass ich bei meinem Gegenüber so sein kann wie ich bin, und angenommen werde mit meinem ganzen Sein mit meinen Stärken und Schwächen, Sünden und Fehlern, Gaben und Talenten.» Und Richard Bach erklärt: «Ein Seelenverwandter ist jemand, der ein Schloss hat, welcher zu unserem Schlüssel passt, und einen Schlüssel, der zu unserem Schloss passt. Wenn wir uns sicher genug fühlen, die Schlösser gegenseitig zu öffnen, kommt unser wahres Ich zum Vorschein und wir können ganz und gar sein, wer wir sind. Wir können geliebt werden, so wie wir sind und nicht, wie wir vorgeben zu sein. Jeder enthüllt das Beste im anderen. Egal, was um uns herum schiefgeht, mit diesem einen Menschen sind wir in unserem eigenen Paradies geborgen.»
«Anam Cara» in der Bibel
Auch wenn der Begriff «Anam Cara» nicht in der Bibel vorkommt, gibt es trotzdem Beispiele von Seelenfreundschaft. Im Alten Testament finde ich z.B. die enge Beziehung von David und Jonathan. Mich berührt besonders die Aussage: «Da verband sich das Herz Jonatans mit dem Herzen Davids, und Jonatan gewann ihn lieb wie sein eigenes Leben.» (1. Samuel 18:1)
Hier erkennt man den Aspekt einer tiefen, innigen Verbundenheit und tiefer Zuneigung in dieser Seelenfreundschaft. Beide gingen sogar noch einen Schritt weiter und schlossen einen Bund (einen Bund schliessen, bedeutet im biblischen Sinne eine unzerbrechliche Übereinkunft zwischen zwei Parteien vereinbaren, die sich zusammengeschlossen haben, um sich gegenseitig zu unterstützen, zu versorgen, zu schützen und zu verteidigen.)
Ein weiters Beispiel finden wir im Neuen Testament: Die tiefe Beziehung zwischen Jesus und Johannes. John Philip Newell beschreibt sie als «Menschen, die einander ins Herz schauen – Johannes lauscht dem Herzschlag Gottes in Jesus, und Jesus offenbart Johannes die Geheimnisse seines Herzens.»
«Anam Cara» bei den Kelten
In der christlich-keltischen Geschichte findet man ebenfalls eindrückliche Beispiele und Geschichten von «Anam Cara». Da ist zum Beispiel die Seelenfreundschaft zwischen der heiligen Brigid und Saint Patrick. Oliver Davies schreibt: «Ihr (gegenseitiges) Anliegen war es, in allen Dingen für eine geordnete Führung ihrer beiden Seelen zu sorgen.» Weitere Seelenfreundschaften bestanden zwischen Cuthbert und Elfleda. Saint Columba und St Molaise, St. Brendan und der Äbtissin Ita von Killedy, sowie auch zwischen Gallus und Columbanus.
Und nun? Du? Ich?
Im Leben von vielen Menschen besteht das Bedürfnis nach einem «Anam Cara», einem Seelenfreund, einer Seelenfreundin. Die Sehnsucht nach einem Gegenüber, das mich versteht, annimmt, mir im Namen Gottes die Beichte abnimmt und Sündenvergebung zuspricht, mich ermutigt, korrigiert und begleitet, ja, diese Sehnsucht tragen viele Menschen in sich.
Ein/e «Anam Cara» ist mehr als ein Kumpel mit dem man es gut hat im Ausgang, mehr als eine Kollegin mit der man Konzerte besucht und mehr als ein Sparringpartner, mit dem du einen Marathon rennst.
In einer solchen Beziehung sind oberflächliche Konversationen und Smalltalk nicht mehr wichtig. Funktionale Lügen und Halbwahrheiten wie wir es oft im gesellschaftlichen Umgang pflegen, fallen weg. Ich kann so sein, wie ich wirklich bin. Ich werde gesehen, angenommen und darf sein in meinem ureigenen Selbst. Und: Wo ich verstanden werde, bin ich zu Hause.
Eine Seelenfreundschaft kann man nicht machen, sie ist ein Geschenk. Aber wenn die Voraussetzungen stimmen, kann sie dort wachsen, wo sich zwei Menschen in einer «Zweierschaft» verbindlich miteinander aufmachen. Und sich dann in regelmässigen Abständen treffen, um vertrauensvoll Leben und Herz zu teilen.
Praktisch durfte ich in meinen späten Teenagerjahren bereits mit einem «Seelenfreund» unterwegs sein. Aktuell freue ich mich über die Bereicherung und über tiefschürfende Erlebnisse in der «Zweierschaft» mit Jöch aus der Metalchurch. Wenn auch dich die Sehnsucht nach «Seelenfreundschaft» bewegt, dann komme gerne auf mich oder Jöch zu. Gerne kommen wir zusammen ins Gespräch über deine Fragen und unsere Erfahrungen.
Häm D. Schranz, Fokus-Team «Bandraum»
[email protected], 077 412 80 56
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