Grieg: Sinfonische Tänze op. 64 | Junges Orchester des AGV München
Автор: AGV München
Загружено: 2020-10-30
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Als Hauptakt des Konzerts "Nordische Klänge" bringt das Junge Orchester des AGV unter Leitung von Christoph Schäfer die Sinfonischen Tänze von Edvard Grieg auf die Bühne des Großen Saals der Scholastika München.
Nationalist oder doch Kosmopolit? Als Sprössling des britischen Konsuls Alexander Grieg und der norwegischen Pianistin Gesine Hagerup wächst der junge Edvard Grieg in einem internationalen Umfeld auf. Auch sein Studium am Konservatorium in Leipzig sowie ausgedehnte Europareisen, in denen er internationale freundschaftliche Bande u.a. zu Johannes Brahms, Piotr Tschaikowski und Franz Liszt pflegte, skizzieren eher das Leben eines Weltbürgers als das eines glühenden Patrioten. Und doch ist Grieg ein Kind seiner Zeit: Ähnlich wie Béla Bartók in Ungarn fährt er in die Provinz, um den Volksweisen und –tänzen seiner Landsleute zu lauschen, mit dem Ziel, die Musik seiner Heimat bühnentauglich umzuarbeiten. Damit verschaffte Grieg einer Nation Gehör, die sich erst zwei Jahre vor seinem Ableben zu einem selbstständigen Staat formierte. Doch wie werden Volkslieder bühnentauglich aufpoliert? Man nehme die Vorlage, kleide sie im symphonischen Gewand eines groß besetzten Orchesters und würze das Ganze mit den für Grieg typischen chromatischen Wendungen. Dabei bieten die norwegischen Klänge selbst die harmonische Steilvorlage zur Ausarbeitung des Grieg’schen Personalstils: „Das Reich der Harmonien war immer meine Traumwelt und das Verhältnis meiner harmonischen Empfindungsweise zu der norwegischen Volksweise war mir selbst ein Mysterium. Ich habe gefunden, daß die dunkle Tiefe unserer Weisen in deren Reichtum an ungeahnten harmonischen Möglichkeiten ihren Grund hat.“ Grieg strukturierte seine „Symphonischen Tänzen über Norwegische Motive für Orchester“ op. 64, die 1899 unter der Leitung von Johann Svendsen in Kopenhagen uraufgeführt wurden, in vier voneinander getrennten Abschnitten, die jeweils ähnlich gestaltet sind. Das vorgestellte motivische Material bleibt innerhalb der Sätze gleich. Grieg färbt diese jedoch in verschiedenen Klangfarben ein, wodurch das motivisch Gleiche neu gehört wird. In jedem Satz wird ein harmonisch und dynamisch kontrastierender Mittelteil eingeschoben. Durch die für Tanzsätze typischen Wiederholungen steigert sich der Zyklus zu einem tänzerischen Rausch, der schließlich im chromatisch angereicherten Finale seinen Höhepunkt erreicht.
Junges Orchester des AGV
Christoph Schäfer | Dirigent
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