Fischsterben durch Düngemittel in der Jagst - Größte Flusswasservergiftung seit Jahrzehnten
Автор: Umwelt und Nachhaltigkeit
Загружено: 2015-08-30
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Tote Fische, verödete Flussfauna: Die Auswirkungen des Chemieunfalls an der Jagst sind für die Umwelt dramatisch, erklärt Christine Fabricius, Naturschutzreferentin beim BUND.
Wie ist dieser Chemieunfall einzuordnen?
Es ist die größte Flusswasservergiftung in Baden-Württemberg seit Jahrzehnten, wahrscheinlich seit dem Chemieunfall 1986 bei Sandoz bei Basel, als im Rhein auf 400 Kilometern der Aalbestand ausgelöscht wurde.
Wann kommt die Giftwelle im Neckar an?
Prognosen sind nicht ganz einfach. Bisher hat die Giftwelle 22 Kilometer in 60 Stunden zurückgelegt. Durch den Regen von Montag dürfte sich der Wasserstand etwas erhöht haben und mit jedem Zufluss, der mehr Wasser in die Jagst bringt, dürfte es schneller gehen. Von Langenburg, wo die Giftwelle am Dienstagmorgen angekommen war, sind es noch rund 90 Kilometer bis zur Neckarmündung, was bei gleicher Fließgeschwindigkeit noch eine ganze Woche bedeuten würde. Aber wie gesagt: Es geht immer schneller. Die Giftwelle könnte Ende der Woche im Neckar ankommen.
Welche Auswirkungen wird die Giftwelle im Neckar haben?
Sie wird sehr verdünnt im Neckar ankommen und sich dort weiter verdünnen. Das Fischsterben wird im Neckar nicht so offensichtlich sein. Trotzdem kann auch die dortige Fischpopulation beeinträchtigt werden. Für den Menschen ist es weniger dramatisch: Angeln, Wasserentnahme und Baden sind einige Tage lang - bis die Giftwelle vor Ort abgeflossen ist - nicht zu empfehlen, Bootfahren sollte gefahrlos sein, wenn man den Kontakt mit Wasser vermeidet.
Welche ökologischen Auswirkungen hat die Giftwelle in der Jagst?
In der Jagst sind die Auswirkungen auf viele Kilometer Länge und für lange Zeit dramatisch. Die aktuelle Niedrigwasser-Situation hat zu sehr hohen Konzentrationen des Giftes geführt. Die Fischfauna ist ab dem Unfallort in Kirchberg-Lobenhausen flussabwärts komplett zerstört und die Regeneration wird Jahre dauern. In der Jagst gab es gefährdete und besonders geschützte Fischarten wie Aale, Barbe, Nase, Groppe, Elritze, die unter anderem den besonderen Wert der Naturschutzgebiete in dieser Region ausmachen. Auch Insekten, Flusskrebse und Muscheln, darunter die stark gefährdete Bachmuschel, dürften schwer geschädigt sein und könnten stellenweise aussterben.
Ob die Fische und die anderen Flusstiere die Jagst von allein wieder besiedeln können, steht infrage, weil die zahlreichen Wehre den Aufstieg aus dem Unterlauf verhindern. Auch der Eisvogel, der erfolgreich in den Uferwänden der Jagst brütet, dürfte jetzt stark beeinträchtigt sein. Es ist besonders tragisch, dass diese Umweltkatastrophe die Jagst trifft, denn sie war im Vergleich mit anderen baden-württembergischen und bundesweiten Gewässern dieser Größenordnung in einem vergleichsweise günstigen ökologischen Zustand.
Die Fragen stellte Samantha Maier
Weblinks:
http://www.anglermap.de/angeln/gewaes...
http://www.kirchberg-jagst.de/
http://www.auf-reisen.de/de/Freizeita...
http://ffwlangenburg.jimdo.com/
http://www.langenburg.de/
http://www.lrasha.de/de/landkreis/kre...
http://www.bund-bawue.de/
http://www.thw-schwaebischhall.de/
http://mulfingen.de/gemeinde-geschich...
http://www.hohenlohekreis.de/index.ph...
http://www.hohenloher-fischereiverein...
Quellen:
http://www.zdf.de/
http://www.swr.de/landesschau-aktuell...
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