Stimmen der Erinnerung. Polen unter deutscher Besatzung / Głosy pamięci. Polska pod niem. okupacją
Автор: Deutsches Polen-Institut
Загружено: 2022-11-04
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Im Sommer 2021 hat das Deutsche Polen-Institut in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft Warschau Zeitzeug:innen zum Überfall NS-Deutschlands auf Polen am 1. September 1939 interviewt. Diese und weitere Interviews mit Zeitzeug:innen über ihre Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg und die Besatzungszeit in Polen wurden Teil des Dokumentarfilms "Stimmen der Erinnerung. Polen unter deutscher Besatzung", das in Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Polen-Institut und dem Regisseur Filip Antoni Malinowski entstanden. Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sprechen u.a. über den Beginn des Krieges, die Verfolgung der polnischen Juden, den Warschauer Aufstand sowie die Zwangsarbeit und Deportationen in Konzentrationslager. Die Erzählungen werden von Prof. Dr. Peter Oliver Loew, dem Direktor des Deutschen Polen-Instituts, historisch untermauert.
Die Zeitzeug:innen:
Bogdan Bartnikowski wurde 1932 in Warschau geboren, nahm als Meldegänger am Warschauer Aufstand teil und wurde deswegen in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. 1945 wurde er als Zwangsarbeiter nach Berlin gebracht. Er engagierte sich im Verband der Warschauer Aufständischen und schrieb 23 Bücher über seine Lebenserfahrungen.
Witold Lisowski wurde am 2. Oktober 1932 in Warschau geboren. Er nahm am Warschauer Aufstand teil, ist promovierter Oberst, Historiker, Autor von Ausstellungen und Veröffentlichungen zur Geschichte und war Direktor des Museums der polnischen Armee in den Jahren 1984-1989.
Maria Stroińska, geboren 1932 in Warschau, wurde nachdem die Deutschen ihren Vater während des Warschauer Aufstands erschossen, zunächst in das Lager Pruszków deportiert, später in das KZ Ausschwitz und 1945 nach Blankenburg, wo sie bis Kriegsende als Zwangsarbeiterin inhaftiert blieb. Sie engagiert sich in einem Häftlingsverband.
Anna Stupnicka-Bando, geboren am 23. Februar 1929 in Warschau, war während des Aufstandes in Żoliborz in der Gruppierung "Żywiciel" unter dem Pseudonym "Anka". Sie war Pflegerin in einer Sanitätsstation in der Mickiewicza-Straße 25. Für ihre Hilfe für Jüd:innen während des Krieges erhielten Anna Stupnicka-Bando und ihre Mutter Janina Stupnicka 1984 die Medaille für die Gerechten unter den Völkern.
Wanda Traczyk-Stawska, geboren am 7. April 1927 in Warschau, war Pfadfinderin der Grauen Reihen und nahm unter dem Pseudonym "Pączek" am Warschauer Aufstand teil. Sie war Lehrerin an einer Sonderschule, soziale Aktivistin und Vorsitzende des Sozialausschusses für den Friedhof der Warschauer Aufständischen.
Leszek Żukowski, geboren am 11. Februar 1929 in Kutno, kämpfte während des Warschauer Aufstands unter dem Pseudonym "Antek". Er verließ die Stadt mit der Zivilbevölkerung, als Zivilist wurde er in die Konzentrationslager Flossenbürg und Dachau deportiert.
Der Film konnte dank Förderung der Sanddorf-Stiftung und des Auswärtigen Amtes entstehen.
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