Fremde sind Freunde, die wir noch nicht kennen | Magdalena Kundtmann
Автор: IKDF - Interkulturelle Denkfabrik
Загружено: 2026-03-03
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Magdalena Kundtmann kam Anfang der 1980er Jahre aus Polen nach Hamburg. In diesem Porträt spricht sie über Sprache, Arbeit, Eigenverantwortung, europäische Geschichte und darüber, warum Ankommen für sie immer auch aktives Mitgestalten bedeutet.
Magdalena Kundtmann kam am 1. September 1981 als Besucherin nach Hamburg. Eigentlich wollte sie Urlaub machen. Aus privaten und politischen Gründen blieb sie. In Polen herrschte Ausnahmezustand, eine Rückkehr war nicht möglich. Was als vorübergehender Aufenthalt begann, wurde zu einem Leben in Deutschland.
In ihrem Interview spricht Magdalena über diese frühe Entscheidung und darüber, wie sehr Sprache für sie zum Schlüssel des Ankommens wurde. Sie beschreibt, dass sie von Beginn an mehrere Sprachkurse parallel besuchte, Prüfungen ablegte und sich bewusst dafür entschied, ausschließlich Deutsch zu sprechen. Sprache, sagt sie, sei das Fundament, um Menschen zu verstehen, sich einzubringen und sich wirklich zuhause zu fühlen.
Nach ersten beruflichen Stationen entschied sie sich für ein Studium im Bereich Gestaltung und Bekleidungstechnik an der Fachhochschule Hamburg. Dafür absolvierte sie ein Studienkolleg und wiederholte ihr Abitur. Sie schloss ihr Studium mit Diplom ab und wagte anschließend den Schritt in die Selbstständigkeit. Bis heute führt sie eine Design- und Produktionsagentur und baute über Jahrzehnte hinweg stabile Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und Polen auf.
Magdalena spricht offen über Verantwortung. Sie betont, dass sie dem deutschen Staat nichts „gekostet“ habe, sondern ihr Studium, ihre Arbeit und ihr Unternehmen selbst aufgebaut habe. Arbeit, Engagement und Verlässlichkeit seien für sie selbstverständlich. Migration bedeute nicht, Erwartungen zu haben, sondern bereit zu sein, etwas beizutragen.
Parallel zu ihrer unternehmerischen Tätigkeit engagierte sie sich über viele Jahre kulturell. Mit dem Projekt „Die Frau in Hamburg“ setzte sie sich dafür ein, andere Kulturen sichtbar zu machen. Ihr Leitsatz lautete: „Fremde sind Freunde, die wir noch nicht kennen.“ In Veranstaltungen, Medienformaten und Begegnungen versuchte sie, Vorurteile aufzubrechen und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.
In ihrem Porträt spricht Magdalena auch kritisch über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Sie beobachtet Passivität, sinkende Bereitschaft zur Verantwortung und den Verlust handwerklicher und kultureller Werte. Gleichzeitig bleibt ihr Blick konstruktiv: Sie glaubt an Eigeninitiative, an Freude an der Arbeit und an gegenseitigen Respekt.
Hamburg ist für sie längst Heimat geworden. Sie beschreibt die Stadt als offenen Ort, geprägt von Wasser, Geschichte und Vielfalt. Trotz aller Sorgen über kulturelle Zugänge und soziale Ungleichheit spricht aus ihrem Interview Dankbarkeit – dafür, Teil dieser Stadt zu sein und ihr Leben aktiv gestaltet zu haben.
Magdalena Kundtmanns Geschichte erzählt Migration als bewussten Prozess. Nicht als Bruch, sondern als Weg, der Einsatz verlangt – und Zugehörigkeit möglich macht.
Gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags
Bundesprogramm Gesellschaftlicher Zusammenhalt
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