Erft-Radweg | von der Quelle zur Mündung
Автор: Michael Napp
Загружено: 2018-04-30
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Die Erft entspringt am Nordwestrand der Eifel auf einer Höhe von 527 m ü.NN bei Nettersheim-Holzmülheim. Von dort fließt sie mit einer Gesamtlänge von 106,6 km anfangs in nordöstliche und dann überwiegend in nördliche Richtungen durch die Kreise Euskirchen, Bergheim und Neuss, wo sie bei Neuss-Grimlinghausen in den Rhein mündet.
Dorthin wurde sie im Jahre 1475 während einer kriegerischen Belagerung verlegt. Karl der Kühne wollte damals die Neusser zur Aufgabe ihrer Stadt zwingen, indem er den Durchfluss der Erft durch Neuss kurzerhand vor den Stadtmauern umleiten ließ.
Die Erft durchquert einen Teil der Rheinischen Bucht – die wasserburgenreichste Region Deutschlands - und führt entlang steinerner Zeugen der Römerzeit, wehrhafter Stadtbefestigungen, mächtiger Burgen aus der Ritterzeit und prunkvoller Schlösser aus den Glanzzeiten des rheinischen Adels bis hin zu eindrucksvollen Zeugnissen der modernen Kunst und Technik.
Zwischen Türnich und Bedburg ist die Erft stellenweise bis zu 20 Meter breit. Das Flussbett wurde mehrfach verlegt; es musste dem Braunkohlebergbau weichen und wurde später begradigt. Durch Zuführung des Sümpfungswassers (aufgewärmtes Grundwasser) aus dem Braunkohlebergbau wurde die Erft ein wasserreicher Fluss. 1955 führte die Erft 5 qm Wasser in der Sekunde ab, zwischen 1965 und 1975 über 26 qm Wasser.
Aufgrund der Warmwassereinleitung von der Braunkohleindustrie in die Erft können hier sogar eingeschleppte Pflanzenarten aus Südamerika überleben. Zu den jährlich ca. 300 Millionen Kubikmetern Sümpfungswasser wird das Kühlungswasser aus dem Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf in die Erft gepumpt. Im Winter betragen die mittleren Wassertemperaturen noch 15 °C und im Sommer 28 °C. Bereits in den 1990er Jahren meldeten Angler den dreimaligen Fang von Piranhas, die im Gegensatz zu den Sonnenbarschen keine fortpflanzungsfähige Population bilden konnten, sondern lediglich ausgesetzte Aquarienfische waren und vermutlich nur wenige Monate überlebten. Außerdem finden sich in der Erft Guppys und Rotwangenschildkröten.
Durch Verlagerung des Braunkohletagebaus in Richtung Erkelenz wird zukünftig das Sümpfungswasser nicht mehr in die Erft abgeleitet werden, sondern unter anderem im Feuchtgebiet des Schwalm-Nette-Tals versickern. Dadurch wird die Erft zu einem kleinen Flüsschen mit einer Wasserführung von weniger als 3 qm Wasser in der Sekunde werden und so ganz erheblich ihr Aussehen verändern. Der Erftverband wird bis 2015 an der Insel Hombroich (Neuss-Holzheim) die Uferbefestigungen entfernen, damit sich die zukünftige Erft ein neues Bett suchen kann. Im Bereich des Zubends in Wevelinghoven werden weitläufig alte Erftbetten aus der Römerzeit in das Renaturierungskonzept des LVR miteinbezogen. Der Rückbau soll bis 2045 bis Bedburg fortgesetzt werden.
Dieses Buch ist nach einer Radtour entlang der Erft am 10.10.2015 und Besuchen im Braunkohletagebau Garzweiler bei Grevenbroich sowie von Schloss Paffendorf bei Bergheim 2010 entstanden.
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