Früher saufender Nazi, heute veganer Tierschützer – Markus war schon immer extrem
Автор: SWR Landesschau Rheinland-Pfalz
Загружено: 2025-07-14
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„Ich war schon immer ein extremer Mensch. Ich konnte noch nie irgendwas normal machen und musste schon immer auffallen. Das zieht sich durch mein Leben wie ein roter Faden“, erzählt Markus Gärtner. Der 43-Jährige sitzt in seinem Wohnzimmer zwischen drei riesigen Hunden, der weiße Adam schmiegt sich an ihn. „Ich hatte eine sehr schöne Kindheit. Was genau der Schaltfehler war, kann ich nicht sagen.“
Markus ist elf, als er das erste Mal Drogen nimmt. Als Jugendlicher konsumiert er Alkohol so exzessiv, dass man ihn jahrelang kaum noch nüchtern erlebt. Über Bekannte kommt er schließlich mit Rechtsrock in Kontakt und rutscht immer weiter in die rechtsextreme Szene. Die Jahre als „dummgesoffener Dorf-Nazi“, wie Markus selbst sagt, haben Konsequenzen: Er wird mehrfach angeklagt – wegen verfassungswidriger Kennzeichen bis hin zu gefährlicher Körperverletzung. Nur weil das nach Jugendstrafrecht geahndet wird, entgeht er einer Gefängnisstrafe.
Mit einem Alkoholentzug kommt vor über 20 Jahren der Wendepunkt: Nach Monaten der Isolation von Alkohol und Kameraden ist er nicht nur trocken, sondern distanziert sich auch immer mehr von der rechtsextremen Szene. „Umso länger ich trocken war, umso mehr habe ich gedacht: Warum etwas aufrechterhalten, was du null bist und fühlst?“ Heute positioniert er sich aktiv gegen rechte Hetze: „Gerade, weil ich weiß, gegen was ich da bin. Andere Menschen ausgrenzen und Hass schüren ist eben keine Alternative.“
Im Tierschutz findet Markus schließlich seine Berufung. Seit mehr als zehn Jahren lebt er vegan, 2019 erfüllt er sich mit seiner Mutter Maria Gärtner den Traum vom Lebenshof. Im Hunsrück schenken die beiden auf 13.000 Quadratmetern über 120 Tieren „Ein bisschen Wärme“. So heißt nicht nur der Hof, sondern auch Markus Verein. Egal ob Schwein, Kuh, Katze oder Kaninchen – sie alle haben in der Not einen Gnadenplatz gefunden. Doch mehr geht nicht: Seit Jahren herrscht auf dem Lebenshof ein Aufnahmestopp. „Das ist alles spendenbasiert“, erklärt Markus. „Die Tiere versorgt zu bekommen, ist teilweise wirklich ein Überlebenskampf.“ Obwohl jeder Tag neue Herausforderungen mit sich bringt, hat Markus mit seinem Lebenshof zumindest „ein Fünkchen Frieden“ gefunden: „Ich habe das erste Mal das Gefühl, dass mein Leben einen Sinn hat.“
Ein Film von Katharina Feißt (Redaktion, Schnitt), Julian Camargo (Kamera) und Yannick Wagner (Schnitt).
00:00 „Ich war schon immer ein extremer Mensch“
00:35 So hart ist der Alltag auf dem Lebenshof
02:57 „Dummgesoffener Dorfnazi“: Die dunkelste Zeit in Markus Leben
06:13 Wendepunkt und neuer Sinn als Tierschützer
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