Bad Wildungen (D), Die Glocken der ev. Stadtkirche, Geläutepräsentation (Turmaufnahme)
Автор: Glockenlandschaft Thüringen
Загружено: 2025-04-20
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In diesem Video wird das Geläut der evangelischen Stadtkirchen in Bad Wildungen präsentiert.
Töne: des' es' f' as' b'
Ablauf:
1. 0:00-18:00 Impressionen der Kirche mit Glockenkonzert
2. 18:00-19:33 Glocke 5 (b')
3. 19:33-21:19 Glocke 4 (as')
4. 21:19-23:41 Glocke 3 (f')
5. 23:41-26:52 Glocke 2 (es')
6. 26:52-29:29 Glocke 1 (des')
7. 29:29-29:54 Uhrschlag (g' f')
8. 29:54-30:34 Glocke I (g')
9. 30:34-31:22 Betschläge (3x3 Schläge auf Glocke 2)
10. 31:22-33:43 Glocke 1, 3, 4 (des' f' as')
11. 33:43-34:10 Glocke 1, 2, 3, 4 (des' es' f' as')
12. 34:10-36:12 Glocke 1, 2, 3 (des' es' f')
13. 36:12-44:00 Vollgeläut (des' es' f' as' b')
Bad Wildungen ist mit rund 17.300 Einwohnern eine Kurstadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen, Deutschland. Aus der historischen Altstadt erhebt sich die evangelische Stadtkirche und beherrscht mit ihrem Kirchturm die Bad Wildungener Stadtsilhouette. Mit dem Wildunger Altar (um 1403) und als Grabstätte von den Fürsten von Waldeck ist die Stadtkirche eine der bedeutendsten Kirchen der Umgebung.
Um das Jahr 800 n.Chr. wurde Bad Wildungen das erste Mal urkundlich erwähnt. Die kleine Siedlung wuchs mit der Zeit. Zuerst wurde eine kleine Holzkirche errichtet, später eine Kirche aus Stein. Die erste Erwähnung einer Kirche stammt aus dem Jahr 1258. Um das Jahr 1300 wurde mit dem Bau der heutigen Stadtkirche begonnen. Der ehemalige Hochaltar wurde 1306 geweiht. Das Langhaus stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Von 1483 bis 1505 entstand die Geismarsche Grabkapellen an der Nordseite des Turms. Der Kirchturm wurde 1489 vollendet und hatte ursprünglich einen Spitzhelm. Im Zuge der Reformation wurde auch Bad Wildungen evangelisch, 1531 trat der erste evangelische Pfarrer sein Amt in Bad Wildungen an. Bei einem Blitzeinschlag 1550 würde das Turmdach beschädigt, wodurch ein neuer flacherer Spitzhelm errichtet wurde. Das heutige Turmdach, eine Welsche Haube, stammt aus dem Jahr 1809-1811. 1855 wurde der Chorschluß verändert. Restaurierungen erfolgten 1930, 1966 und 1994-1997. Aktuell wird der Kirchturm saniert.
Der wohl wertvollste Gegenstand der Stadtkirche ist der Wildunger Altar. Dieser Flügelaltar wurde um 1403 von Conrad von Soest erbaut und gehört zu den bedeutendsten Werken deutscher Tafelmalerei. Neben vielen spannenden Figuren und Szenen sticht vorallem der lesende Apostel heraus, den er liest ein Buch und hat dabei eine Brille auf. Damit ist er die älteste Brillen-Darstellung in der deutschen Kunst. Zur weiteren Ausstattung der Kirche gehörnen die Orgel aus dem Jahr 1982 von Gerhard Schmid, welche unter Verwendung von Teilen der Waldecker Orgel von 1857 erbaut wurde, der Taufstein (um 1350), die Kanzel und der Wandtabernakel. Außerdem findet man in der Stadtkirche mehrere Grabmähler der Fürsten von Waldeck, wie zum Beispiel das Grabmahl für Graf Josias II. von Waldeck.
Vom ursprünglichen Geläut haben sich drei Glocken erhalten, nämlich die Betglocke (Glocke 2), die Uhrschlagsglocke und das kleine Feuerglöckchen. Das Feuerglöckchen hängt heute in der ev. Friedenskirche in Bad Wildungen. Vier weitere Glocken mussten im Zweiten Weltkrieg abgegeben werden. Als Ersatz und Erweiterung wurde 1952 drei neue Glocken von der Geißerei Gebrüder Rincker in Sinn gegossen (f' as' b'). Allerdings war das Ergebniss nicht ganz zufriedenstellend und 1958 wurde im Zuge des Gusses der großen Glocke 1 auch Glocke 3 und 5 nochmal neu gegossen. So befinden sich heute im Turm der Stadtkirche 6 Glocken, wovon 5 als Läuteglocken das Geläut bilden. Die sechste Glocke ist eine starr aufgehängte Uhrschlagsglocke für die Viertelstunden und wurde in einer verkürzten Rippe 1513 gegossen.
Der Uhrschlag erfolgt mit den Viertelstundenschlägen auf der Schlagglocken (g'), mit den Stundenschlägen auf Glocke 3 (f'). Eine Besonderheit sind die Betschläge auf Glocke 2. Diese erfolgen von Montag bis Samstag um 7Uhr, 12Uhr und 19Uhr mit jeweils 3 mal 3 Schlägen vor dem Betläuten.
Daten der Glocken: Ton, Gussjahr, Gießer, Gewicht, Durchmesser
Gl.1 des'+2 1958 Rincker (Sinn) 1.663kg 1430mm
Gl.2 es'+5 1578 Joachim Koels (Warburg) --- 1340mm
Gl.3 f'+2 1958:Rincker (Sinn) 804kg 1120mm
Gl.4 as'+2 1952 Rincker (Sinn) 482kg 960mm
Gl.5 b'+3 1958 Rincker (Sinn) 320kg 828mm
Gl.I g' 1513 Hans Kortrog (Homberg)
Die Inschriften und weitere Infos zu den Glocken befinden sich aus Platzgründen in dem Anhang in den Kommentaren!
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Beteiligten für die unkomplizierte Ermöglichung der Aufnahme und die schöne Zeit!
Ich bitte die teilweise nicht perfekte Videoqualität zu Entschuldigen. Aufgrund der aktuellen Gegebenheiten und die stattfindende Sanierung des Turms war es zudem noch etwas erschwert.
Quellen: eigene Fotos und Aufnahmen, D.W, Wikipedia, Evangelische Kirchengemeinde Bad Wildungen
Aufnahme: 04 Februar 2025 zu einem Sonderläuten
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