Weltkriegsbombe unter dem Eigenheim: Wer zahlt für die Sondierung? | NDR Info
Автор: NDR Info
Загружено: 2024-11-19
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Tickende Zeitbombe unter dem Eigenheim: Familie aus Schleswig-Holstein bangt um ihr Zuhause
Was als Traum vom Eigenheim begann, hat sich für Familie Onur in einen Albtraum verwandelt. Unter ihrem sanierten Haus in Heikendorf (Kreis Plön) könnte eine ungezündete Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg liegen.
Altlasten aus der Vergangenheit
Anfang 2021 erwarb Familie Onur das Haus und investierte viel Zeit und Geld in die Renovierung. Doch die Idylle trübte sich, als bei geplanten Glasfaserarbeiten historische Luftbilder einen dunklen Fleck an der Stelle des Anbaus zeigten – ein möglicher Hinweis auf einen Blindgänger.
“Die erste Frage, die sich mir stellte, war: Ist das gefährlich?”, erinnert sich Vater Fatih Onur. Die Unsicherheit über die mögliche Gefahr unter seinem Haus belastet die Familie seitdem schwer. “Es ist, als würde man ständig mit einem Damoklesschwert über dem Kopf leben”, beschreibt er die Situation.
Hohe Kosten und unklare Verantwortlichkeiten
Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen Familie Onur immense Kosten. Die Sondierung des Grundstücks, um die Existenz einer Bombe zu bestätigen oder auszuschließen, muss von den Eigentümern selbst getragen werden. Experten schätzen die Kosten für diese aufwendige Untersuchung auf mehrere zehntausend Euro.
“Im sechsstelligen Bereich wäre das nicht mehr tragbar. Das ist äußerst schmerzhaft. Da müsste man über einen Abriss nachdenken – das wäre eine finanzielle Katastrophe”, so Fatih Onur.
Versicherungsschutz oft unzureichend
Die meisten Hausrat- und Gebäudeversicherungen schließen kriegsbedingte Schäden wie die durch Blindgänger aus. Obwohl Familie Onur von ihrer Versicherung zugesichert wurde, im Falle einer Detonation entschädigt zu werden, bleiben die Kosten für die Sondierung und mögliche Folgemaßnahmen weiterhin ein großes Problem.
Warum muss die Familie die Kosten tragen?
Das Innenministerium verweist auf die bestehende Verwaltungsgebührenverordnung, nach der Grundstückseigentümer für die Kosten der Sondierung aufkommen müssen. Für Familie Onur ist diese Regelung unverständlich, zumal bei dem Hauskauf keine Hinweise auf mögliche Kampfmittelbelastungen gegeben wurden.
Ein Problem mit System?
Der Fall von Familie Onur ist kein Einzelfall. Tausende Bomben wurden im Zweiten Weltkrieg über Schleswig-Holstein abgeworfen, viele blieben unentdeckt. Durch den aktuellen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur werden immer mehr Blindgänger zufällig gefunden.
Was bedeutet das für Hausbesitzer?
Wer ein Haus in einem Gebiet kauft, das während des Krieges bombardiert wurde, sollte sich bewusst sein, dass das Risiko eines Blindgängers besteht. Experten raten, bei einem Hauskauf gezielt nach Informationen zu möglichen Kampfmittelbelastungen zu fragen und sich gegebenenfalls juristisch beraten zu lassen.
00:00 Familie Onurs Traum vom Eigenheim
00:10 Tickende Zeitbombe unter dem Haus
00:25 Zufallsfund bei Glasfaserarbeiten
00:47 Mirko Haack, Kampfmittelräumdienst SH, zum möglichen Fund
01:10 Warum müssen Eigentümer die Kosten tragen?
01:25 Hohe Kosten und unklare Verantwortlichkeiten
Durch alte Luftbilder kommt der Verdacht auf, dass unter einem Wohnhaus in Heikendorf eine Fliegerbombe liegen könnte - nun hat die Suche danach begonnen. Auf Familie Onur könnten hohe Kosten zukommen. Weitere Infos dazu findet ihr hier: https://www.ndr.de/nachrichten/schles...
#ndrinfo #Fliegerbombe #SchleswigHolstein
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