EU Borders and their Effects from a Postcolonial Perspective - With Prof. Dr. Christiane Reinecke
Автор: IMIS_UniOsnabrueck
Загружено: 2025-01-13
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Описание:
SFB1604
Project area C: „Spaces of Migration”
(Prof. Dr. Christiane Reinecke)
SFB-Project: ‚Unmaking Migrants?‘ The Production of the EU’s Internal and External Borders and their Effects in Historical Perspective
Find out more about the Collaborative Research Centre SFB 1604 "Production of Migration" in our Q&A!
-- Deutsche Version⬇️ --
➡️„Worum geht es also in unserem Projekt? Unser Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wo Grenzen für verschiedene mobile Gruppen relevant werden. Und Staatsgrenzen oder Grenzen sind in unserem Fall Staatsgrenzen, nationale Grenzen, Reichsgrenzen, EU-Grenzen, und wir gehen davon aus, dass Staatsgrenzen historisch gesehen wichtige Sortiermechanismen sind, die helfen, Mobilitäten zu ordnen und die die Mobilitätsoptionen, die verschiedene Gruppen haben, sehr stark beeinflussen. Dies ist also eine wichtige Annahme unseres Projekts. Und was wir tun, ist, eine bestimmte historische Konstellation zu untersuchen: Wir interessieren uns für die Unterscheidung zwischen den Außen- und den Binnengrenzen der EU und fragen grundsätzlich, wie diese Unterscheidung relevant gemacht wurde und wie sie in verschiedenen lokalen Grenzsituationen in die Praxis umgesetzt wurde.“
Welchen Forschungsansatz verfolgt ihr ❓
➡️ „Wir verwenden einen historischen und einen postkolonialen Ansatz, um diesen Prozess besser verstehen zu können. Dabei verwenden wir hauptsächlich drei Fallstudien, die alle aus Frankreich stammen: Die erste ist Marseille, eine mediterrane Hafenstadt, die noch zu Kolonialzeiten eine wichtige Rolle als Ankunfts- und Abfahrtshafen für algerische Migrant:innen und später für postkoloniale Migrant:innen spielte. Und wir schauen uns auch Calais und den Eurotunnel an. Calais war für viele Menschen keine wirklich wichtige Grenze, wurde aber aus verschiedenen Gründen zu einer solchen, und wir betrachten auch die deutsch-französische Grenze und damit die Grenze zwischen zwei Schengen-Mitgliedern, wobei wir uns vor allem mit Grenzsituationen befassen, die durch Straßburg geschlossen wurden. Dies sind also die Fallstudien, die wir untersuchen, und wir beziehen auch postkoloniale Perspektiven mit ein, weil wir davon ausgehen, dass viele koloniale Praktiken und Politiken tatsächlich Auswirkungen auf spätere Formen der Grenzziehung für verschiedene Gruppen in unterschiedlichen Situationen hatten.“
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