Kloster auf Hiddensee (VR) - Glocken der Inselkirche
Автор: Glocken im Norden
Загружено: 2025-03-09
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Glocken der ev. Inselkirche zu Kloster auf Hiddensee
Hiddensee ist eine malerische Ostseeinsel westlich von Rügen und gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Die autofreie Insel begeistert mit ihrer unberührten Natur, langen Sandstränden und einer besonderen kulturellen Geschichte.
Ein zentrales Wahrzeichen ist die Inselkirche zu Kloster. Erbaut im Jahr 1332, erhielt sie ihre heutige Gestalt durch einen Umbau im Jahr 1781. Viele der Ausstattungsstücke stammen ebenfalls aus dieser Zeit. Ein besonderes Highlight ist die Deckenbemalung des Tonnengewölbes mit Rosenornamentik, die 1922 entstand. 1965 wurde das Kircheninventar in Weiß und Blau gestrichen – eine Farbgebung, die bis heute Bestand hat und dem Inneren sein charakteristisches Aussehen verleiht. Die Orgel, gebaut von der renommierten Werkstatt Schuke, wurde 1943 geweiht. Besonders in den Sommermonaten finden in der Inselkirche zahlreiche Konzerte statt.
Eine Besonderheit der Kirche ist die Glockenanlage: Da die Kirche keinen Turm besitzt, hängt das Geläut im Dach eines kleinen Anbaus, der den Eingang zum Innenraum bildet.
1702 goss Paul Roth (Stralsund) als Ersatz für eine 1676 geraubte Vorgängerglocke. Die Roth-Glocke ist glücklicherweise bis heute erhalten geblieben und stellt eines der letzten erhaltenen Instrumente dieses Gießers dar. Zu ihr gesellte sich 1717 eine zweite Glocke, die 1771 durch Johann Benjamin Schwermann (Stralsund) umgegossen wurde. Trotz Ablieferung im Ersten Weltkrieg kehrte sie wieder nach Kloster zurück. Allerdings zeigte sich bald ein Sprung an der Glocke, sodass sie 1924 umgegossen werden musste. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Glocke schließlich zerstört.
Ersatz erhielt die Kirche 1953 durch eine Eisenhartgussglocke der Gießerei Schilling & Lattermann (4:48), die bis 1993 im Glockenstuhl hing. Nach einer Zwischenstation am Gemeindehaus in Neuendorf, ist sie mittlerweile vor der Inselkirche abgestellt.
Ab 1993 verfügte die Kirche wieder über ein zweistimmiges Bronzegeläut (4:57): Die Eifler Glockengießerei H. A. Mark (Brockscheid) goss eine Glocke in sehr schwerer Rippe, um das Geläut zu ergänzen. Allerdings erwies sich das neue Instrument als zu schwer für den Holzglockenstuhl. Daher entschied sich die Kirchengemeinde, die Mark-Glocke durch leichtere Glocken zu ersetzen, die 2014 in der Glocken- und Kunstgießerei Rincker (Sinn) gegossen wurden. Somit erklingt erstmals ein Dreiergeläut in der Inselkirche zu Kloster (5:33). Diese werden auch weiterhin händisch geläutet. Die Mark-Glocke befindet sich inzwischen am Gemeindehaus in Neuendorf, wo sie die Eisenhartgussglocke ersetzt.
GLOCKE III (0:19)
g''-1 | 1702 | Paul Roth (Stralsund)
GLOCKE II (1:49)
f''+4 | 2014 | Glocken- und Kunstgießerei Rincker (Sinn)
GLOCKE I (3:26)
d''-1 | 2014 | Glocken- und Kunstgießerei Rincker (Sinn)
Ich bedanke mich herzlich bei Frau Gau für die Aufnahmeermöglichung und bei Johanna für ihre tatkräftige Unterstützung.
Das Verwenden dieses Videos und der Texte sowie eine Verlinkung bedarf der Genehmigung meinerseits.
QUELLEN
Eigene Sichtung
Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. 2. Auflage. Berlin, 2016.
Glöckner, Konrad; Gau, Uta-Katharina: Willkommen in der Inselkirche. Ein Rundgang durch die Hiddenseer Inselkirche zu Kloster.
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