03.–04.03.2026: Unter ständigem Druck
Автор: EGE – Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.
Загружено: 2026-03-03
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Auch wenn die Vorstöße von Isolde in dieser Nacht seltener sind als an manchen Tagen zuvor, zeigen sich dennoch deutliche Folgen des anhaltenden Drucks auf die brütende Nilgans. Immer häufiger wirkt sie nervös, richtet sich auf oder flattert sogar auf, obwohl gar kein unmittelbarer Angriff erfolgt. Die anhaltende Revierpräsenz der Uhu-Dame setzt der Nachbarin zunehmend zu.
Die erste Attacke erfolgt kurz vor sieben Uhr am Abend. Wie so oft hebt die Gans erschrocken ab, doch nur wenig später kehrt sie wieder zu ihrem Nest zurück. Isolde unternimmt in dieser Nacht mehrere Ausflüge – und jedes Mal wirkt die Gänsemutter sofort alarmiert, selbst wenn der Flug der Eule gar nicht direkt auf ihr Nest zielt.
Kurz nach Mitternacht entdecken wir Tristan hoch oben auf dem Giebel mit Beute (3:00). Er trägt eine große Ratte fort, allerdings können wir nicht genau verfolgen, wohin er sie bringt. Etwa eine Stunde später verabschiedet er sich vom Wetterhahn des kleineren Turms, seinem nächtlichen Aussichtspunkt.
Kurz vor drei Uhr flattert die Nilgans plötzlich aufgeregt auf und verlässt ihr Nest – obwohl wir keine direkte Störung erkennen können (4:20). Ein Blick ins Nest zeigt: Die Eier liegen weiterhin unversehrt dort, vom Schlupf noch keine Spur. Zehn Minuten später kehrt die Gans zurück, immer noch sichtlich angespannt, lässt sich schließlich aber wieder auf ihrem Gelege nieder.
Gegen vier Uhr am Morgen sehen wir Tristan erneut (5:00). Er fliegt über die beiden brütenden Vogelweibchen hinweg durch die Ruine – und sofort ist die Nilgans wieder in Alarmbereitschaft. Zwanzig Minuten später bringt er Beute zu Isolde und flattert anschließend wieder davon. Die ordentliche Uhu-Dame trägt die Ratte kurz darauf aus dem Nest fort und kehrt nach dieser kurzen Brutpause wieder zu ihrem Gelege zurück.
Kurz vor halb sieben startet Isolde zu einem weiteren Ausflug (8:00). Wieder schreckt die Gans auf, obwohl ihr offenbar keine unmittelbare Gefahr droht. Zwanzig Minuten später kehrt sie aufgeregt zu ihrem eigenen Nest zurück, in dem noch immer die Eier liegen.
So bleibt in dieser Nacht vor allem eines sichtbar: Der anhaltende Druck wirkt nach. Selbst ohne direkte Angriffe ist die Gans ständig wachsam – vielleicht zu wachsam. Wir können es also nur halten wie die Dohlen hoch oben auf der Burgmauer: beobachten und abwarten, was als Nächstes geschieht.
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Infos zum Thema Nilgans/Uhu:
Hinter den Livestreams steht viel ehrenamtliche Arbeit mit dem Ziel, Natur sachlich zu dokumentieren und erlebbar zu machen – nicht, einzelne Arten deklassieren. Abwertende Formulierungen gegenüber Tieren passen nicht zu diesem Ansatz. Konkurrenz, Stresssituationen und enge Brutplatzverhältnisse sind Teil natürlicher Prozesse. Natur folgt keinen moralischen Kategorien, sondern biologischen Gesetzmäßigkeiten. Die EGE engagiert sich gemäß ihrer Satzung aktiv für den Schutz heimischer Eulenarten und bringt sich fachlich auch in entsprechende Fragen ein. Dieses YouTube-Format dient jedoch in erster Linie der Beobachtung und Einordnung des konkreten Geschehens am Brutplatz. Grundsatzdebatten zu Jagdrecht, Management invasiver Arten oder behördlichen Maßnahmen können und werden hier nicht geführt. Die Moderation erfolgt ehrenamtlich. Weder ist dieser Kanal der geeignete Ort für umfangreiche fach- oder rechtspolitische Diskussionen, noch können wir hier komplexe naturschutzfachliche Strategien im Kommentarbereich verhandeln. Danke für einen respektvollen Austausch.
Eine ausführliche fachliche Einordnung der aktuellen Situation findet sich in unserem Tagebucheintrag: 👉 https://egeeulen.de/arena-burgruine/
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