Prepper in Deutschland Vorbereitete für den Ernstfall Doku Deutsch 2020
Автор: Doku Deutsch 2022
Загружено: 2020-09-28
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Prepper (abgeleitet von englisch to be prepared ‚bereit sein‘, bzw. dem Pfadfindergruß: englisch Be prepared ‚Sei bereit!, „Allzeit bereit“‘) bezeichnet Personen, die sich mittels individueller Maßnahmen auf jedwede Art von Katastrophe vorbereiten: durch Einlagerung, bzw. eigenen Anbau von Lebensmittelvorräten, die Errichtung von Schutzbauten oder Schutzvorrichtungen an bestehenden Gebäuden, das Vorhalten von Schutzkleidung, Werkzeug, Funkgeräten, Waffen und anderem. Dabei ist es unwichtig, durch welches Ereignis oder wann eine Katastrophe ausgelöst wird.[1]Hintergründe
Die Prepper-Szene entstand in den 1970er Jahren in den USA.[3] Klimawandel, kriegerische Auseinandersetzungen und wirtschaftliche Krisen, wie z. B. die Finanzkrise ab 2007, führten zu einem Wachstum der Prepper-Szene mit zunehmender Verbreitung auch in Europa. Wissenschaftler wie der Kulturwissenschaftler Julian Genner attestieren dieser Szene ein fatalistisches Weltbild.[4] Inzwischen gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz sogar schon Unternehmen, die sich auf eine Versorgung mit „Rundumpaketen“, wie z. B. Vorrats- und Ausrüstungspaketen, spezialisiert haben. Dabei ist auch zu beobachten, dass Prepper „Schutzräume“ anlegen, in denen sie sich bei eventuellen Bürgerkriegen aufhalten wollen. Auch die Möglichkeit des Schutzes der eigenen Vorräte in einer solchen Situation wird als Motivation genannt. In Teilen der Prepper-Szene wird auch die Beschaffung von Waffen zum Selbstschutz zumindest befürwortet.[5]
Seit August 2017 ermittelt der Generalbundesanwalt gegen mehrere Mitglieder der Prepper-Szene in Mecklenburg-Vorpommern, die sich in Chats darüber ausgelassen haben sollen, dass ein Krisenfall auch eine Chance zur Machtübernahme mit anschließender Internierung bzw. Ermordung linker Politiker sein könne. Die Polizei fand bei Hausdurchsuchungen Adressen von Politikern der Linken, der FDP, der Grünen sowie von Flüchtlingsverbänden, Arbeiterwohlfahrt und Gewerkschaften. Eine Kommission der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern soll nun ein detailliertes Bild der Szene erstellen. Der AfD-Abgeordnete Nikolaus Kramer kritisierte das Vorhaben der Polizei, während die SPD-Abgeordnete Martina Tegtmeier es begrüßte.[8][9]
Im Sommer 2018 berichtete Der Spiegel über einen elfseitigen Bericht des Bundeskriminalamts und des Bundesverfassungsschutzes über die „Prepper-Szene“, der im Februar 2018 im Innenausschuss des Bundestages aufgegriffen worden war. Den Angehörigen der Szene sei demzufolge gemeinsam, dass sie auf ein apokalyptisches Ereignis warteten; insoweit wird der Einschlag des Asteroiden Apophis genannt, der 2036 auf die Erde treffen werde. Vielfach seien bei Durchsuchungen neben Lebensmittelvorräten auch große Mengen an Waffen und Munition vorgefunden worden, in einem Fall aus Schleswig-Holstein sei ein „privates NS-Museum mit Maschinengewehr, Gewehrgranate, Sprengstoff und 40 Kilogramm Munition“ ausgehoben worden. „Abgerundet wurde das Arsenal durch einen Kampfpanzer des Typs ‚Panther‘ und eine Flugabwehrkanone, Kaliber 8,8 cm.“ Zwei Fälle: Ein „Prepper“ aus Chieming äußerte als Grund für sein Handeln ausdrücklich die Angst, „dass die Muselmanen uns überrennen und Polizei und Militär sie nicht mehr aufhalten‘ könnten.“ Ein anderer erwartete, dass es den Euro bald nicht mehr geben werde. Die Sicherheitsbehörden schätzten die Größe dieser Szene auf „zwischen 10.000 und 180.000“ Angehörige; der Verfassungsschutz sehe darin „keine größere Gefahr“.[6]
2020 wurde in Sachsen-Anhalt eine weitere rechtsextreme Prepper-Gruppe bekannt.[10]
Im Zusammenhang mit der rechtsextremen „Zuflucht“-Preppergruppe, die sich auf einen "Rassenkrieg" vorbereite, ermittelt im August 2020 die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg. Es wurde ein Verfahren gegen mehrere Beschuldigte eingeleitet und das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt mit den Ermittlungen beauftragt. Es gehe um mutmaßliche Verstöße gegen das Waffengesetz und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft gegenüber der taz mit, die über die Aktivitäten der Grupper zuerst berichtet hatte.[11]
Zusammensetzung der Szene und Motivation
Prepper stellen sich nicht als eine homogene Gruppierung dar. Unter den Preppern sollen vereinzelt auch Reichsbürger, rechte Gruppierungen und Verschwörungstheoretiker versucht haben, die Szene zu unterwandern. In den letzten Jahren haben sich die großen Gemeinschaften (organisierte Prepper) wie PGD (Prepper-Gemeinschaft Deutschland) und der Prepper-Verein e.V. von diesen Gruppen distanziert.[12]
Als Motivation nennen Prepper häufig die Ratschläge des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Das empfiehlt unter anderem, dass jeder Bundesbürger einen Vorrat für 10 Tage anlegen sollte, um auf mögliche Krisen vorbereitet zu sein.
Ungeachtet der Intensität von Vorbereitungshandlungen ist eine Krisenvorsorge laut Bundesregierung nicht als extremistisch zu bewerten.[13]
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