Struktur und personelle Ausstattung integrierter Notfallzentren: (Teil 1)
Автор: Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN)
Загружено: 2026-01-12
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Empfehlungen der DGIIN und DGINA zur Struktur und personellen Ausstattung integrierter Notfallzentren: Teil 1
Busch, HJ., Hans, F.P., Pin, M. et al. Empfehlungen der DGIIN und DGINA zur Struktur und personellen Ausstattung integrierter Notfallzentren. Med Klin Intensivmed Notfmed (2026). https://doi.org.de/10.1007/s00063-025...
Teil 1 Kapitel:
Hintergrund und Ausgangslage
Besonderheiten und Herausforderungen von INZ
Ziele
Zusammenfassung
Die geplante Einführung integrierter Notfallzentren (INZ) ist eine zentrale Weichenstellung für die Notfallversorgung in Deutschland. Ziel ist eine sektorenübergreifende Steuerung von Patient*innen unter Einbindung der Notaufnahme als stationärem Bereich und der ambulant-vertragsärztlichen Notdienstpraxis. Bisherige Empfehlungen von DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) und DGINA (Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin) adressierten bislang primär Notaufnahmen ohne integrierte Notdienstpraxis. Die Deutsche Gesellschaft für internistische Intensiv- und Notfallmedizin (DGIIN) und DGINA legen mit dieser Empfehlung ein Konzept für Struktur, Personal und Qualitätssicherung von INZ vor. Zentrales Element ist die zentrale Ersteinschätzungsstelle (ZE) als gemeinsames Eingangstor. Auf Basis validierter Instrumente erfolgt dort eine standardisierte Ersteinschätzung der Dringlichkeit mit Zuweisung in den geeigneten Sektor. Erforderlich sind digitale, interoperable Dokumentations- und Steuerungssysteme mit Informationsfluss zur Notaufnahme, Notdienstpraxis sowie den Leitstellen 116117 und 112. Die Notdienstpraxis innerhalb der INZ muss ein allgemeinmedizinisches Spektrum inklusive apparativer Grundausstattung (EKG, Sonographie, POCT-Labor) abdecken und über ärztliches Personal mit klinischer Erfahrung sowie definierte Qualifikationsprofile für Pflege- und Verwaltungskräfte verfügen. Für die Notaufnahme innerhalb der INZ gelten die Strukturvorgaben des G‑BA, es werden jedoch zusätzlich fachspezifische Pflegequalifikationen (z. B. Notfallpflege, Triage) und angepasste Personalschlüssel gefordert. Digitale Steuerungsinstrumente, Wartemanagement und zentrales Bettenmanagement sind in INZ obligat. DGIIN und DGINA betonen in diesen Empfehlungen, dass INZ als eigenständiges Versorgungsmodell mit verbindlichen Struktur- und Personalstandards etabliert werden müssen, um eine sichere und effiziente Notfallversorgung auch für ressourcenintensive „hybride“ Fälle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zu gewährleisten.
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