Drüsiges Springkraut - Wuchs-Herkunft-Verbreitung
Автор: GartenNatur
Загружено: 2015-08-21
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Im Frühsommer, wenn die meisten Pflanzen schon üppig wachsen und blühen, kann man speziell entlang von Gewässern den späten Austrieb einer imposanten und blühfreudigen Pflanze entdecken. Das einjährige Drüsige Springkraut kämpft sich schnell empor ans Sonnenlicht.
An kantigen hohlen Stängeln, die bis zu zwei Meter hoch werden können, entwickeln sich zunächst sattgrüne Blätter mit glatter Oberfläche und gezähnten Rändern. Schon nach wenigen Wochen entwickeln sich an den Stängelspitzen die ersten Knospen in traubigen Ständen. Nacheinander öffnen sich die Blüten. Sie sind ein Kunstwerk für sich. Die große Öffnung lockt allerlei Insekten an, die hineinkriechen können und im bauchigen Hinterteil reichlich Nektar finden.
Über den Sommer öffnet das Drüsige Springkraut sich immer neue Blüten. Dabei kann man an auf einem Stängel Knospen, Blüten und Früchte gleichzeitig entdecken.
Über den Standorten liegt ein süßlich-herber Geruch, der nicht jedermanns Sache ist. Er wird nicht nur von den Blüten erzeugt, sondern entströmt auch kleinen Drüsen an Blättern und Stängeln.
Das Drüsige Springkraut gehört zu den Neophyten, also den eingeschleppten Einwanderern, die sich in unseren Breitengraden ungehindert ausbreiten können. Sein Ursprung liegt in Indien und der Himalaya Region. Im 19. Jahrhundert brachten englische Botaniker Samen mit, um das Drüsige Springkraut als Zierde in ihren Gärten zu kultivieren. Durch Verwilderung breitete sich die Pflanze aber schnell und unkontrolliert über die Gärten hinweg aus.
Man sagt ihm nach, dass es durch sein vitales Wachstum teilweise einheimische Pflanzen verdrängt. Auch das überreiche Nektarangebot soll dazu führen, dass das Drüsige Springkraut von Insekten bevorzugt wird und dadurch andere Pflanzen nicht mehr ausreichend besucht und bestäubt werden.
In Gebieten wo sich das Drüsige Springkraut zu invasiv vermehrt, wird es daher bekämpft. Vor allem dann, wenn sich aus den Blüten die länglichen Kapselfrüchte entwickeln. Diese besitzen eine Art Schleudermechanismus. Wenn sie reif sind, springen sie schon bei der kleinsten Berührung auf und schleudern eine Vielzahl von Samen heraus. Es reicht manchmal ein starker Windstoß oder ein Regentropfen um den Mechanismus auszulösen. Jede Pflanze kann mehrere tausend Samen produzieren.
In der Natur muss der Mensch manchmal regulierend eingreifen. Dennoch spricht nichts dagegen, das Springkraut im Garten zu pflanzen. Vor allem wenn man dafür sorgt, dass es sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann.
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Film: Rolf S. Wolkenstein
Stimme: Dore Steinert
Musik: Marcel Noll
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