Gleidorf (D), kath. Herz-Jesu-Kirche - Vollgeläute
Автор: Engerlingraucher
Загружено: 2020-01-28
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Eines der kuriosesten Geläute des Sauerlands hängt im Turm der Herz-Jesu-Kirche zu Gleidorf.
Die Geschichte der Kirchengemeinde geht bis ins Jahr 1898 zurück. Unter dem damaligen Pfarrer Joseph Jacobsmeier konnte eine Filialgemeinde gebildet werden, die ihre Gottesdienste in einer bereits existierenden kleinen Kapelle feiern konnte. Zwischen 1905 und 1906 errichtete man schließlich in der Ortsmitte eine neue, neuromanische Kirche. Zuerst besaß die Kirche keinen Turm, der aber immerhin in den 1930er-Jahren errichtet werden konnte. Nach nicht einmal 80 Jahren war die Kirche so baufällig, dass sich eine umfangreiche Sanierung nicht mehr gelohnt hätte. Stattdessen wurde zwischen 1983 und 1984 ein neues Gotteshaus in modernen Formen errichtet. Für den Entwurf zeichnete sich der Kasseler Architekt Johannes Reuter verantwortlich. Das moderne Gebäude präsentiert sich sowohl außen als auch innen relativ schlicht. Aus der alten Kapelle stammen noch wenige, barocke Ausstattungsstücke. Die heutige Orgel ist ein Instrument, welches ursprünglich in London stand und erst 2009 nach Gleidorf kam.
Der steil pyramidenförmige Turm beherbergt ein sechsstimmiges Geläut, welches zu den interessantesten seiner Art im Sauerland zählt. Die ersten drei Glocken erhielt die Kirchengemeinde aus der alten Kirche in Fredeburg. Hierbei handelt es sich um zwei Stahlglocken der Firma Buderus & Humpert aus Wetzlar sowie eine Eisenhartgussglocke der Glockengießerei Ulrich & Weule aus Bockenem. Dieses dreistimmige Geläut blieb bis in die 1980er-Jahre in dieser Konstellation erhalten. Anlässlich des Kirchenneubaus erhielt die Gemeinde zwei barocke Glocken aus dem Kloster Grafschaft, die 1625 von einem unbekannten französisch-lothringischen Wandergießer gegossen worden sind. Zeitgleich fügte man dem Geläut eine sechste Glocke hinzu, die schon 1982 in Gescher gegossen wurde, allerdings ursprünglich wohl für eine andere Kirche bestimmt war und so günstig erworben werden konnte. Dieses Sammelsurium aus Glocken unterschiedlichster Gießer und verschiedener Herkunft in Kombination mit der einmaligen Disposition ist absolut einmalig!
Christusglocke, Schlagton fis'-6, Gewicht ca. 785 kg, Durchmesser 1230 mm, gegossen im Jahre 1920 von der Fa. Buderus & Humpert in Wetzlar.
Nikolausglocke, Schlagton gis'-5, Gewicht ca. 505 kg, Durchmesser 941 mm, gegossen im Jahre 1982 von der Fa. Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher.
Georgsglocke, Schlagton a'-4, Gewicht ca. 465 kg, Durchmesser 1035 mm, gegossen im Jahre 1920 von der Fa. Buderus & Humpert in Wetzlar.
Annoglocke, Schlagton h'-4, Gewicht ca. 350 kg, Durchmesser 1004 mm, gegossen im Jahre 1921 von der Glockengießerei Ulrich & Weule in Bockenem.
Marienglocke, Schlagton c''-4, Gewicht ca. 250 kg, Durchmesser 757 mm, gegossen im Jahre 1625 von einem unbekannten Gießer.
Jesusglocke, Schlagton cis''-5, Gewicht ca. 165 kg, Durchmesser 677 mm, gegossen im Jahre 1625 von einem unbekannten Gießer.
Herzlichen Dank an den Kirchenvorstand für die Ermöglichung dieser Aufnahme sowie an Markus für das vorbildliche An- und Ausläuten!
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